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Nachricht vom 11.04.2019 - 12:56 Uhr    

Selbsthilfegruppe Schilddrüsenerkrankungen trifft sich in Neuwied

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung. Etwa sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, wobei Frauen etwa zehn Mal häufiger erkranken als Männer. Der Körper sieht die Schilddrüse als Fremdkörper an und zerstört das Schilddrüsengewebe.

Neuwied. Wird eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht behandelt, stellt sich eine Schilddrüsenunterfunktion mit all den dazu gehörenden Symptomen ein. Dazu gehören: Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Angst- und Panikattacken, Gelenk- und Muskelschmerzen, Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Herzstolpern, Depressionen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Verstopfung, Gewichtszunahme, Wesensveränderungen.

Bei Morbus Basedow (Autoimmunhyperthyreose) handelt es sich um eine eng mit der Hashimoto-Thyreoiditis verwandte Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fehlerhaft reagiert und sich gegen körpereigenes Gewebe – in diesem Falle die Schilddrüse – richtet. Das Immunsystem bildet bestimmte organspezifische Autoantikörper gegen die Schilddrüse und stimuliert diese zu einer stark übersteigerten Schilddrüsenhormonproduktion, so dass es zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt.

Diese beginnt meistens ziemlich plötzlich und kommt oft wie „aus heiterem Himmel“. Je nach Schwere der Symptome kann es allerdings eine Weile dauern, bis sich ein Betroffener wirklich gewahr wird, dass er ernsthaft krank ist. Wegen der Auswirkungen der Schilddrüsenüberfunktion auf die Psyche und wegen der Ähnlichkeit zu typischen Stressreaktionen des Körpers, werden die Symptome häufig zuerst als vegetative oder psychosomatische Beschwerden (durch psychische Belastung und Stress hervorgerufene körperliche Beschwerden) fehlgedeutet.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich Betroffene in der Selbsthilfegruppe in einem geschützten Rahmen über die Auswirkungen der Erkrankung austauschen, sich gegenseitig unterstützen und gegebenenfalls Strategien zur Bewältigung und Methoden zur Symptomlinderung teilen sowie durch gemeinsame Aktivitäten zu einer Steigerung der Lebensfreude gelangen. Hier soll Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, in einem geschützten Rahmen über Erlebtes zu sprechen und in regelmäßigen Treffen aufzuarbeiten. Der Austausch untereinander und die Erfahrung, nicht allein mit seinen Problemen zu sein, ist oft eine große Hilfe bei der Bewältigung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen. Nähere Auskünfte erteilt Frau Marichal - die aber aus Altersgründen demnächst die Gruppenleitung an jüngere Betroffene übertragen möchte - unter 0177/818 71 14 oder bei NEKIS, Jens Arbeiter unter Telefon 02631 / 803 797 oder per mail nekis.caritas@kreis-neuwied.de.





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