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Nachricht vom 06.04.2019    

Über 900 Kinder sehen „Der Taschendieb“

Für die Viertklässler der Geschwister-Scholl-Schule heißt es: Kinosessel statt Schulbank drücken. Die Schüler sind die ersten in diesem Jahr, die den Lernort Kino und Film im Metropol-Kino Neuwied besuchen. Insgesamt zehn Vorführungen sehen über 900 Viert- und Fünftklässlern aus 16 Schulen in diesem Jahr. Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule wurden deshalb exemplarisch für alle Besucher von den Kooperationspartnern von Stadt, Polizei, Sparkasse, Minski und Kinderschutzbund begrüßt.

Von links: Wolfgang Hartmann, Leiter Amt für Jugend und Soziales, Rolf Niemeyer, Polizeibeauftragter Jugendsachen a.D., Gerhard Grün, Sparkasse, Björn Ramseger, Kinderschutzbund, André Antweiler, Sachbearbeiter für Jugendstrafsachen, Angelika Henn, KiJub, Ingo Weber, Leitung Jugendstrafsachen Polizei Neuwied, Horst-Peter Robiller, Jugendschutzbeauftragter, Michael Kleinschmidt, IKF Wiesbaden, Michael Mang, Bürgermeister Stadt Neuwied, Michael Mertes, Minski. Foto: Stadt Neuwied

Neuwied. Seit 2005 wird bei dem Gewaltpräventionsprojekt, das alle zwei Jahre durchgeführt wird, der niederländische Film „Der Taschendieb“ gezeigt. „Der Film ist zwar etwas älter, aber inhaltlich zieht er die jungen Zuschauer immer noch in seinen Bann und sie können sich mit den Darstellern identifizieren“, führt Horst-Peter Robiller, Jugendschutzbeauftragter der Stadt Neuwied, aus. Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur aus Wiesbaden ergänzt: „Wenn die Schüler den Film in der Nachbereitung benoten, ist das eine Aussage über die Aktualität und Wirklichkeit der Handlung. Und die Benotung ist seit zehn Jahren zwischen gut und sehr gut.“ Von Anfang an ist der Filmkritiker Kleinschmidt bei dem Projekt dabei und führt mit den Kindern am ersten Tag zusammen mit der Polizei und dem Jugendschutz die Vor- und Nachbereitung zum Film durch. Horst-Peter Robiller stellt zudem den Lehrern Nachbereitungsmaterial zur Verfügung.

Ein Mann der ersten Stunde ist auch Rolf Niemeyer, Polizeibeauftragter in Jugendstrafsachen a.D., der die Kinder an diesem Morgen herzlich begrüßt. Kriminalhauptkommissar Ingo Weber, Leiter des Sachgebiet Jugend der Polizei Neuwied ist ebenfalls sehr froh über den Fortbestand des Projektes: „Es ist uns wichtig, dass ihr uns als Polizei mal seht, keine Berührungsängste mit uns habt und wisst, ihr könnt immer zu uns kommen, wenn etwas ist. Ihr sollt lernen in einer gewaltfreien und respektvollen Umgebung aufzuwachsen.“ Deshalb bringt die Polizei auch ihre Kampagne „Wer nichts tut, macht mit“ ein. Zum zweiten Mal unterstützt auch der Kinderschutzbund die Woche mit einer dreitägigen Veranstaltung zur Gewaltprävention für Kinder. Michael Mang, Bürgermeister der Stadt Neuwied, lobt diese Kooperation: „Es freut mich sehr, dass bei einem so wichtigen Thema viele Hände ineinandergreifen und zusammenarbeiten. Mit der Initiierung durch unseren Jugendschutzbeauftragten Horst-Peter Robiller ist ein Projekt entstanden, das bei den Schulen und Lehrern selbst im 14. Jahr gefragt ist.“





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