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Nachricht vom 30.03.2019    

SPD Heimbach-Weis: Altwerden im eigenen Dorf ermöglichen

Am vergangenen Donnerstag, dem 27. März, luden die Heimbach-Weiser Genossen zu einem Informationsabend rund um das Thema der Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten im eigenen Ort ein. Gastredner und fachliche Ansprechpartner dieses Abends war das Team der Ambulanten Krankenpflege Riehl Neuwied/Block sowie Sven Lefkowitz, designiertes Mitglied des Landtages und Einrichtungsleiter der Senioren-Residenz Linz GmbH Sankt Antonius.

Großes Interesse und viele Besucher: 60 Minuten lang tauschten sich die SPD-Vertreter, fachliche Ansprechpartner und die interessierten Bürger im Dialog gemeinsam aus. Foto: SPD

Heimbach-Weis. In den vergangenen Wochen hat die SPD Heimbach-Weis mehrfach öffentlich dargestellt, dass sie sich unter der Betrachtung einer stetig alternden Gesellschaft und den damit aufkommenden Lebensveränderungen jenen annehmen möchte, die in fortgeschrittenem Alter besonderer Betreuung und täglicher Pflegeleistungen bedürfen. Für die SPD Heimbach-Weis ist klar, dass das „Altwerden im eigenen Dorf“ ganz besonders gefördert und langfristig ermöglicht werden muss.

Erfreut zeigte man sich über die große Resonanz und die zahlreichen Gäste an diesem Abend, darunter auch der Neuwieder Bürgermeister Michael Mang sowie die SPD-Kreisfraktionsvorsitzende Petra Jonas. Der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Siebenmorgen, machte deutlich, dass „Heimbach-Weis als größter Stadtteil Neuwieds über keine eigene Pflegeeinrichtung verfügt. Die Bürger sind im Bedarfsfall von Einrichtungen außerhalb deren Heimatdorfs abhängig. Wir wollen uns diesem Problem widmen und ich möchte mit allen Beteiligten eine Lösung für die Zukunft unseres Heimatdorfes finden“.

Diese Umstände aufgreifend, referierten die Gastredner an diesem Abend unter anderem über die Entwicklung des Pflegebedarfs vor Ort, die aktuellen Problematiken des Pflegebereichs sowie über dessen potenziellen Bedarf in der Zukunft und ebenso über Verbesserungsmöglichkeiten sowohl für die Pflegeunternehmen, als auch für die Betroffenen. So war für die Anwesenden und die Heimbach-Weiser SPD eindrücklich zu erfahren, dass sich der heimische Pflegebedarf seit 2011 bis heute mehr als verdoppelt habe und dieser auch zukünftig höher ausfallen werde, als er nur durch ambulante Pflegedienste alleine zu bewältigen sei.

Der stellvertretende Ortsvereins-Vorsitzende Janick Helmut Schmitz konstatiert diese Lage: „Der demographische Wandel geht auch an Heimbach-Weis nicht spurlos vorüber. Der Bedarf ist schon jetzt höher als man zu glauben vermag und dieser wird sich in Zukunft nicht reduzieren. Den pflegebedürftigen Menschen in unserem Dorf gilt es Rechnung zu tragen und deren Wohlergehen ganz speziell hier vor Ort abzusichern. Jedem muss ermöglicht werden in seinem Heimatort altwerden zu können. Und dies werde ich im zukünftigen Stadtrat auch einfordern wollen.“



Sven Lefkowitz begrüßte das Engagement der Heimbach-Weiser Genossen und machte zugleich auf die infrastrukturellen Herausforderung aufmerksam: „Wir brauchen den Gedanken für stationäre Pflegemöglichkeiten in Heimbach-Weis und dieser muss bei allen potenziellen Akteuren ein Bewusstsein für die Lösung des Ist-Zustandes ausbilden. Heimbach-Weis kann hier ein wegweisendes Vorbild für die weiteren Stadtteile Neuwieds werden. Weiterhin gilt es sich aber auch den Engpässen der vor Ort unzureichend nutzbaren Mobilität für Menschen in höherem Alter anzunehmen. Die SPD plädiert hier für das bereits erfolgreich eingesetzte Modell des Bürgerbusses.“

Silke Dietl meint daran anknüpfend: „Für Menschen mit Pflegebedürftigkeit und die Verbesserung deren Alltagslebens gibt es auf Kreisebene gewinnbringende Ansätze, wie beispielsweise das ‚Anhausener-Modell‘ oder die Forderung nach einem für jedermann zugänglichen Bürgertaxi. Diese Ansätze müssen wir übertragen.“ Uwe Siebenmorgen untermauerte den Einsatz für die erläuterten Problemlagen: „Als Ortsvorsteher und Stadtratsmitglied werde ich mich für die notwendige Vermittlung der Bedürfnislage starkmachen und die benötigten Rahmenbedingungen für die Verbesserung des Lebens im Alter bei uns vor Ort ermöglichen.“



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