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Nachricht vom 27.03.2019    

Konditormeisterin zeigt feine Kakaomalerei

Wenn es um Schokoladen-Erlebnisse geht, ist Hans-Peter Schwarz ein Experte. Der Mann hat schließlich vor 14 Jahren das Tübinger chocolART-Festival aus der Taufe gehoben. Anfang April zeigen von ihm eingeladene Chocolatiers auch in Neuwied ihre Confiserie-Künste, um aus der Stadt eine „Schokoladenhochburg“ zu machen. Und Schwarz weiß, was die Leute lieben, hat ein facettenreiches Angebot zusammengestellt, bei dem jeder auf seine Kosten kommt.

ChocolART: Ausgefallene Kreationen machen den Reiz aus. Die prämierte Konditormeisterin Dorte Schetter zeigt einzigartige Kakaomalerei. Foto: Pressebüro Neuwied

Neuwied. Die 34 Chocolatiers bieten eine enorm breite Palette an. Ihre Produkte sind mal süß, mal bitter, mal scharf, mal fruchtig – aber auch vegan und zuckerfrei. Natürlich kann man in der Deichstadt auch den brandneuen Schokoladentyp kosten. Der ist rosa und wird dementsprechend als „ruby“ bezeichnet. Genießer, die das Außergewöhnliche bevorzugen, können sich unter anderem auf die mit beruhigenden Ölen gefertigte „Anti-Stress-Praline“ der Confiserie Madlon freuen. Die wird sogar verschenkt, doch wer den Münchner dafür einen Euro gibt, der nascht für den guten Zweck. Denn Madlon reicht den „Pralinen-Euro“ direkt weiter an den Verein Neuwieder Hospiz.

Allein zehn Chocolatiers reisen aus Italien an, die weiteste Anreise aber haben die Schokoladenmeister aus der litauischen Hauptstadt Wilna. Schwarz betont: „Wir haben ein einzigartiges Angebot mit vielen Chocolatiers aus kleinen Manufakturen, die Waren präsentieren, die es sonst nirgendwo zu finden gibt.“ Viele stellen ihre ausgefallenen Produkte in kompletter Handarbeit und ohne künstliche Zusätze und Aromen her. So wie Nick van Heyningen aus Bremen, der beispielsweise Olivenöl-Salz-Trüffel im Angebot hat, oder die Aussteller aus Litauen, die herzhaft-süße Pralinen mit Käsefüllung offerieren.

Schokolade kann man natürlich auch in flüssiger Form genießen: Wie wäre es mit Schoko-Bier des elsässischen Patissier Thierry Mulhaupt oder einem SchokoSecco? Schwarz gerät ins Schwärmen: „Ich empfehle einem Schoko-Cocktail mit Rotwein als sinnliche Liaison von samtigem, fruchtigem Rotwein und dem Geschmack hochfeiner Schokolade - zartcremig, vollaromatisch, mit edler Süße und feinprickelnder Perlage.“




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Eine weitere Spezialität ist die „Cioccolato di Modica“, eine spezielle, 1746 erstmals hergestellte Schokoladensorte aus der sizilianischen Stadt Modica. Das Besondere: Die Kakaopaste wird nicht stark erhitzt („conchiert“), sondern schmilzt langsam bei 40 Grad. Da sich bei diesem Verfahren die Zuckerkristalle nicht auflösen, besitzt die Schokolade eine körnige Konsistenz. Sie enthält abgesehen von Gewürzen weder Milch noch Pflanzenfett oder Lezithin und ist allergenfrei. Die EU hat der Modica-Schokolade ein IGP-Siegel für geschützte Herkunftsbezeichnung zugestanden.

Doch es gibt weitere – visuelle - Höhepunkte: Die prämierte Konditormeisterin Dorte Schetter zeigt einzigartige Kakaomalerei, Solvejg Klein von „Das Bernsteinzimmer“ unterrichtet in veganer Schokoladenherstellung, und bei Marion Franz gibt es die Möglichkeit, Fotos auf weiße Schokolade drucken zu lassen. Eine faszinierende Vielfalt rund um das Thema Schokolade. Schwarz ist sich sicher: „Märkte gewinnen im Zeitalter des Einkaufs per Mausklick immer mehr an Bedeutung. Die Leute wollen die Geheimnisse hinter den Produkten kennenlernen, wollen das Authentische - wie bei chocolART.“

Das Schokoladenfestival chocolART erwartet Besucher auf dem Neuwieder Luisenplatz am Freitag, 5. April, und Samstag, 6. April, jeweils von 10 bis 19 Uhr. Sonntag, 7. April, sind die Stände von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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