Werbung

Nachricht vom 25.03.2019    

Zu Besuch bei Eirene: Wie sieht Friedensdienst aus?

Was fördert Frieden und selbstbestimmtes Leben in Würde und Freiheit? Zu Welchen Themen arbeitet Eirene und ihre Partnerorganisationen? Was machen die Menschen konkret, die einen freiwilligen oder professionellen Friedendienst leisten? Diese und viele andere Themen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Gesprächs, zu dem Landrat Achim Hallerbach und Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig ins Eirene-Haus, seit 1976 Sitz der internationalen Geschäftsstelle, gekommen waren

Bilal Al Masri, Landrat Achim Hallerbach, EIRENE-Geschäftsführerin Dr. Anthea Bethge, Oberbürgermeister Jan Einig und EIRENE-Pressesprecher Thorsten Klein tauschen sich über die wichtige Arbeit der EIRENE Friedensarbeit aus. Foto: Privat

Neuwied. Ein Besuch mit langem Nachhall - so das übereinstimmende Resümee von Landrat und Oberbürgermeister, wirkt doch EIRENE von Neuwied aus bei Weitem nicht nur in Ländern, in denen die allermeisten politischen Konflikte gewaltsam ausgetragen, Menschenrechte verletzt werden und wo Gewalt in der Familie und Frauenmorde an der Tagesordnung sind. Auch in unserer hoch zivilisierten Gesellschaft zeigt EIRENE wichtige Alternativen auf, - gegen wirtschaftliche Ungerechtigkeit und naturzerstörende Umweltbelastung und gegen Rassismus, der politikfähig geworden ist.

Beeindruckt zeigten sich Landrat und Oberbürgermeister von dem vielfältigen Einsatz freiwilliger wie professionell tätiger Männer und Frauen, die weltweit in vielen verschiedenen Ländern im Einsatz sind - ganz besonders aber von einem Projekt „vor der Haustür".

Starke Nachbarinnen - so der Name des Projektes - unter anderem begleitet von Bilal Al Masri - zeigt sinnvolle Ansatzpunkte, um interkulturelles Verständnis zu wecken, Konflikte zwischen Geflüchteten und ihren Nachbarn zu erkennen und zu lösen.

„Gerade in Stadt und Kreis Neuwied mit der gewachsenen Toleranztradition ist es wichtig, die faszinierende Vielfalt der Kulturen und Religionen und ihren Wert für unsere Gesellschaft sichtbar zu machen und das hohe Gut der Toleranz und des Respekts zu hegen und zu pflegen", brachte es Landrat Achim Hallerbach auf den Punkt. „Dazu leistet das Projekt „Starke Nachbar_innen einen wichtigen Beitrag".



Anlass des Besuches war aber nicht nur der gemeinsame Austausch; vielmehr gab es einen besonderen Grund: Im Herbst des vergangenen Jahres war EIRENE mit dem Friedenspreis der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgezeichnet worden. Und so ließen es sich Landrat und Oberbürgermeister nicht nehmen, EIRENE-Geschäftsführerin Dr. Anthea Bethge persönlich zu gratulieren.

„Dass die Auszeichnung an EIRENE nach Neuwied gegangen ist, überrascht uns bei dem vielfältigen Engagement des Vereins nicht. Wir freuen uns, dass dieser viel beachtete Preis mit dazu beiträgt, EIRENEs weltweites Wirken von Neuwied aus in besonderer Weise sichtbar zu machen und zu unterstützen", freuen sich Oberbürgermeister Jan Einig und Landrat Achim Hallerbach.

Der Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis für gewaltfreies Handeln wird seit 1994 in unregelmäßigen Abständen von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden EAK [1] verliehen. Im Jahr 2018 wurde er erstmals als Evangelischer Friedenspreis verliehen. Er erinnert an das friedens- und sozialethische Wirken des evangelischen Theologen Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969). Mit der Vergabe des Preises sollen „gute Taten in Sachen Friedensstiftung" gewürdigt und die Aufmerksamkeit auf Initiativen und Personen gelenkt werden, die Widerstand gegen Gewalt praktizieren und zum Friedenshandeln ermutigen.


Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Jörg Wagner hat sich dem Geist der Street Art verschrieben

Der Kunstverein Linz am Rhein lädt zur Vernissage seiner ersten Ausstellung des Jahres 2026 für Samstag, ...

Rücksichtslose Fahrt auf der A3 zwischen Montabaur und Dierdorf: Polizei sucht Zeugen

Am Sonntagvormittag (22. März) kam es auf der A3 in Richtung Köln zu einem gefährlichen Zwischenfall. ...

Wohnungsbrand in Kurtscheid: Bewohner aus dem Gebäude gerettet

Am Sonntagmorgen (22. März) ereignete sich ein Wohnungsbrand in Kurtscheid. Dank eines aufmerksamen Nachbarn ...

Mehrere Verkehrsunfälle und Fahrerfluchten in Neuwied

Zwischen Freitag und Sonntag (20. bis 22. März) ereigneten sich in Neuwied insgesamt 18 Verkehrsunfälle, ...

Ladendiebin in Bad Hönningen widersetzt sich Polizei und landet im Gewahrsam

Am Samstagvormittag (21. März) kam es im Rewe Markt in Bad Hönningen zu einem Vorfall, der den Einsatz ...

Verfolgungsjagd mit Rollerfahrern in Linz am Rhein endet in Bad Hönningen

Samstagnacht (21. März) kam es in Linz zu einer Verfolgungsjagd. Zwei jugendliche Rollerfahrer versuchten, ...

Weitere Artikel


Kriminalstatistik 2018 in den Kreisen Neuwied und Altenkirchen

Im Jahr 2018 wurden 16.519 Straftaten in der Polizeidirektion Neuwied erfasst, davon 9.760 Straftaten ...

VdK Rhein-Wied führt „Kaffeenachmittag“ wieder ein

Der VdK Ortsverband Rhein-Wied (Feldkirchen - Irlich - Leutesdorf) bietet in Kooperation mit ISA Domizil ...

CDU Rheinbreitbach stellt Liste für Ratswahl auf

Mit einer Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und neuen Köpfen wirbt die CDU Rheinbreitbach um ...

IHK Koblenz unterstützt Unternehmen beim digitalen Wandel

Sie ist allgegenwärtig – und trotzdem schwer greifbar: Die Digitalisierung macht sich in fast allen Bereichen ...

ADG Business School lädt zum Infoabend auf Schloss Montabaur

Sich neben dem Job weiter zu qualifizieren, ist für viele Berufstätige heute selbstverständlich. Mit ...

Gipfelstürmer eroberten Wanderpokal bei der Oberbieberer Dorfmeisterschaft

Über Mangel an Arbeit brauchten sich die Verantwortlichen der KK-Schützengesellschaft Oberbieber bei ...

Werbung