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Nachricht vom 20.02.2019    

Permanent expandierende Römer-Welt Rheinbrohl

Der Vorsitzende der Stiftung Caput Limitis, der Trägerin und Betreiberin der Römer-Welt und de facto „Museumsdirektor“ Reiner W. Schmitz sowie Martin Mertesacker von der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Hönningen gaben am Mittwoch, 20. Februar einen Rückblick auf 2018 und eine Vorschau auf die für 2019 geplanten Events in der Römer-Welt.

Reiner W. Schmitz und Martin Mertesacker (rechts) stellten das neue Programm vor. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Rheinbrohl. Kurz vor dem jährlichen Highlight der Römer-Welt, den beiden „Römertagen“ am 12. und 13. Mai war Friedhelm Walbert im vergangenen Jahr verstorben. Nach dem Tod des unvergessenen Geschäftsführers darf laut Schmitz Anfang Sommer nun die Ausschreibung für einen neuen Geschäftsführer vorgenommen werden.

Die beiden Römertage hatten sehr unterschiedliche Besucherzahlen zu verzeichnen, denn während der Samstag Rekordbesuch aufwies, war der Sonntag total verregnet und die Zahl brach entsprechend ein. Tatsächlich sind die Besucherzahlen insgesamt weiter steigend. In der Öffnungszeit Mitte März bis Mitte November 2018 kamen 12.600 Besucher. Davon waren sogar 122 Personen von amerikanischen Highschools und 1.149 Schüler verbanden den Aufenthalt in der Jugendherberge Leutesdorf mit einem Besuch der Römer-Welt. Die Rheinland-Card nutzten 381 Gäste.

Das Gros der Museumsbesucher machten die 2.902 Schüler ohne Jugendherbergsbesuch aus. Für 170 Schulklassen wurden 216 Workshops und 160 Führungen organisiert.

Die vier Halbtagskräfte und bis zu 70 Ehrenamtler stemmten in 2018 die immense Arbeit im Erlebnismuseum am Mittelrhein: Neben den normalen Öffnungszeiten gab es in der Römer-Welt sechs Thementage mit dem Highlight „Römertage“ im Mai, zwei wissenschaftliche Vorträge, drei Ferienprogramme in den Oster-, Sommer- und Herbstferien und das zehnjährige Jubiläum im August. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten 135.000 Besucher die Römer-Welt gesehen.

Immer wieder gab es Neuerungen im Museumsbereich. In 2018 wurde eine römische Toilettenanlage im Außenbereich erstellt, voll funktionsfähig mit fließendem Wasser, aber - typisch römisch - ohne Türen, damit die Nutzer sehr einfach ihr Geschäft miteinander machen können.

Zwei Wandbilder zieren nun die Außenwand. Sie zeigen eine Grabstätte sowie eine Garküche inklusive ortsbekannter Persönlichkeiten. Und eine gerade fertiggestellte römische Schmiede befindet sich unter einem Dach mit der Steinmetzwerkstatt. Schmied und Steinmetz werden bei Events ihr Handwerk demonstrieren.

Das Museumsjahr 2019 startet am 17. März mit der Sonderausstellung „Entike - Archäologie rund um Entenhausen“. Zu der von Dr. Pausch vom „Limeseum und Römerpark Ruffenhofen“ konzipierten Ausstellung wird es ein Rahmenprogramm mit Brot backen geben.

Zu den Osterferien- und Herbstferienprogrammen ist Anmeldung erforderlich, während in den Sommerferien jeden Donnerstag „Mosaik legen“ ohne Anmeldung möglich ist. Am 11. und 12. Mai stehen die Römertage unter dem Motto „Begegnung der Kulturen“: Lager der Römer, Germanen, Kelten und Sarmaten - Handwerk und Alltag.

Ein Versuch ist am Unesco-Welterbetag, dem 2. Juni der Vortrag mit Dr. P. Henrich „Schmuckkästchen oder Schrottdepot?“, nach dem eine Expertise - „Wahres über Rares“ - antiker Funde in Privatbesitz eingeholt werden kann. Dachbodenfunde oder geerbte Münzen können dazu mitgebracht werden.

Am 16. Juni geht es um die Technik der Römer: Experimentelle Archäologie mit Modellen und Nachbauten zum Ausprobieren sowie Brot backen. Brot wird auch am 25. August gebacken. Es geht thematisch um Kräuter und Medizin in römischer Zeit mit Medicussprechstunde und Mitmachaktionen.

Am 22. September heißt es „Schola Romana - Schule im alten Rom zum Mitmachen. Den Saisonabschluss bildet der Vortrag „VENI, VIDI oder was? Lateinische Zitate und die Story dahinter!“ Referent Mario Becker versteht es, mitreißend zu erzählen und sein Auditorium zu fesseln.

Längerfristig geplant sind zwei Anbauten: Ein größerer an Stelle des Weinbergs neben dem Museumsgebäude zur Gestaltung des Themas „Der Rhein als Limes“, für den Fördergelder beantragt werden und ein kleiner Erweiterungsbau, der als Arbeitsbereich für eine Museumspädagogin dienen soll, die im Stellenplan der Verbandsgemeinde Bad Hönningen steht.

Reiner W. Schmitz fordert die Region auf, touristisch mehr auf das Thema „Römer“ zu setzen und ein entsprechendes Netzwerk zu bilden, zum Beispiel durch die Anschaffung von E-Bikes, die in mehreren Orten am Rhein, in der Eifel und im Westerwald ausgeliehen werden können. Ein touristischer Arbeitskreis mit der großräumigen Vision der Römer wäre vorteilhaft. htv


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