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Nachricht vom 20.02.2019    

Rebhuhn, Hase und die Schweinepest waren Thema

Wenn sich der Hegering Puderbach - der „Zusammenschluss“ der Jägerinnen und Jäger der Verbandsgemeinde zur Jahreshauptversammlung trifft, dann sind die Themen breit gefächert. Und es geht deutlich weniger blutrünstig zu, als man vielleicht meinen mag. Denn neben den rein jagdlichen Themen steht auch der Naturschutz auf der Tagesordnung, der im Selbstverständnis der Jagd durch die Hege ohnehin und seit jeher fest verankert ist.

Jahreshauptversammlung des Hegeringes Puderbach. Fotos: privat

Raubach. Zunächst konnte jedoch Hegeringleiter Oliver Hachenberg nach der stilechten Begrüßung durch die Jagdhornbläser Beschlussfähigkeit feststellen und bat um eine Gedenkminute für die verstorbenen Waidmänner des letzten Jahres. Anschließend ließ er das ablaufende Jagdjahr Revue passieren und dankte seinem Vorstandsteam für die konstruktive Zusammenarbeit.

In seinem Rückblick schilderte Hachenberg die vielfältigen Aktivitäten des Vereins und stellte fest, dass seit der neuen Vorstandsbesetzung deutlich mehr Kommunikation und Information in den Medien entstanden sei und die Angebote für die Jägerschaft der Region erweitert werden konnten. So hatte man zur Vorbereitung auf die Drückjagden ins Schießkino eingeladen, einen Informationstag zum Thema Jagdhunde für Jagscheinanwärter organisiert und das traditionelle Hegeringfest erstmals unter einem Motto auf etwas andere Beine gestellt.

Im Rahmen einer Pächterversammlung hatte Kreisjagdmeister Kurt Milad gemeinsam mit einer Vertreterin des Kreisveterinäramtes zum Sachstand der näher rückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) informieren können und die Jagdmesse in Dortmund bot ein gemeinsames Ausflugsziel. Wesentliche Bestandteile im Hegering seien aber auch die verschiedenen Projekte im Naturschutz gewesen und so habe man neben den für Insekten Lebensraum schaffenden Blühstreifen in verschiedenen Revieren auch Nistkästen für Schleiereulen angebracht und sei damit auch in 2019 noch beschäftigt.

Nach dem Bericht des Vorsitzenden gab Kreisjagdmeister Milad die jüngsten Entwicklungen bezüglich der ASP weiter und welche Vorkehrungen präventiv im Vorfeld eines Ausbruches im Kreis getroffen werden. Dabei erläuterte er die aktuellen Abschusszahlen an Schwarzwild und attestierte den zuständigen Institutionen, die mit der ASP befasst sind, eine konstruktive und Ergebnis orientierte Zusammenarbeit. Den anwesenden Revierpächtern konnte Milad beruhigende juristische Fakten für den Falle des Ausbruchs der ASP aufzeigen und als gute Nachricht hatte er das Ergebnis dabei, dass sich der Landesjagdverband mit der Dierdorfer Stadtverwaltung nach komplexen Verhandlungen bezüglich des Elgerter Schrot-Schießstandes einigen konnte und das dortige Training weiterhin gesichert ist.

Den wie immer transparenten Kassenbericht lieferte anschließend der zweite Vorsitzende und Kassierer Hans Kausch, dem die Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung bestätigten. Auf deren Antrag erteilte die Versammlung einstimmig Entlastung.

Die Obleute der verschiedenen Themenkreise berichteten dann aus ihrer Arbeit und es folgte ein Vortrag von Sarah Wirtz, Projektleiterin des Wildschutzprogrammes Feld und Wiese (WFW) des Landesjagdverbandes. In ihrer Präsentation ging sie auf die verschiedenen Möglichkeiten zu Revierstrukturverbesserungen ein, die dem Niederwild und Insekten Lebensraum schaffen solle und zum Teil mit deutlichen Zuschüssen unterstützt werden. Dabei ging sie auch auf die Möglichkeit ein, Referenzreviere zunächst zu besuchen und unter Umständen ein solches zu etablieren und stellte die Lehrgangs- und Informationsmöglichkeiten beim LJV genauer vor und lud zudem zum Niederwildsymposium des Verbandes ein.

In diesem Zusammenhang kam Vorsitzender Hachenberg auf die der rheinland-pfälzischen Jägerschaft übertragene Aufgabe des Rebhuhn-Monitorings zu sprechen, die bisher in nicht ausreichendem Umfang stattfindet. Aus diesem Grund bot der Vorstand an, diese Aufgabe für die Reviere im Hegering für die Pächter zu übernehmen, die diese Maßnahme abgeben möchten. Den Zuschuss, der zu dieser Maßnahme gezahlt wird würde dann zu 50 Prozent als Spende in die Kasse des Hegeringes fließen als Ausgleich für die Organisation und den Aufwand der Durchführung und käme so wiederum dem gesamten Verein zugute.

Diese Idee erhielt großen Zuspruch und nach der Versammlung verabredeten etliche Reviere mit dem Vorstand eine entsprechende Kooperation. Zum Schluss diskutierte der Verein unter dem Punkt Verschiedenes einige weitere Themen zum kommenden Jagdjahr nachdem Revierförster Tobias Kämpf die Trophäen aus dem Jagdjahr 2018 bewertete und die entsprechenden Medaillen überreichen konnte. (PM)


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