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Nachricht vom 03.02.2019    

„bunt statt blau“: Eine Aktion gegen das Rauschtrinken

Mit Kunst gegen das Komasaufen geht der Wettbewerb „bunt statt blau“ in eine neue Runde. Der Plakatwettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum zehnten Mal statt. 2017 kamen bundesweit 21.552 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In Rheinland-Pfalz waren es mit 1.418 Betroffenen sieben weniger als im Vorjahr.

„bunt statt blau“: Der Plakatwettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum zehnten Mal statt. (Foto: iStock/DAK-Gesundheit)

Mainz/Region. Kunst gegen „Komasaufen“: Unter diesem Motto starten die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und die DAK-Gesundheit die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau“ 2019 zur Alkoholprävention in Rheinland-Pfalz. Der Plakatwettbewerb für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum zehnten Mal statt. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Der Hintergrund: 2017 kamen bundesweit 21.552 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In Rheinland-Pfalz waren es mit 1.418 Betroffenen sieben weniger als im Vorjahr. Experten fordern weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht.

Glaubwürdige Botschafter gegen das Rauschtrinken
„Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Rauschtrinken bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten in den Schulalltag einfließen“, erklärt Michael Hübner, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz. „Schülerinnen und Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei ‚bunt statt blau‘: Hier werden junge Künstlerinnen und Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“ Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

Bätzing-Lichtenthäler: Mit Plakaten ein Zeichen setzen
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Die auch im 10. Jahr ungebrochene Motivation der Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz mit kreativen Plakatideen wirkungsvoll ein Zeichen gegen Rauschtrinken zu setzen, beeindruckt mich stets aufs Neue“, betonte Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Dennoch dürfen wir keinesfalls in unseren Bemühungen nachlassen, den fatalen Folgen des Rauschtrinkens gerade in jungen Jahren wirkungsvoll zu begegnen. Präventive Ansätze, die wie hier bei ‚bunt statt blau‘ helfen, sich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen, sind besonders wertvoll. Ich freue mich daher sehr, im Jubiläumsjahr 2019 wieder die Schirmherrschaft übernehmen zu können.“




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Studie: Schülerinnen und Schüler bewerten Wettbewerb positiv
Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Bundesjury entscheidet im April
Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wird die Bundesjury nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger „bunt statt blau“ 2019 wählen.

Auszeichnung für „bunt statt blau“
Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. (PM)


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