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Nachricht vom 11.01.2019 - 13:39 Uhr    

VG-Rat beschließt Resolution zur geplanten Fahrplanänderung

Der Verbandsgemeinderat Bad Hönningen hat in seiner letzten Sitzung in 2018 eine Resolution zur geplanten Fahrplanänderung der Regionalbahn (RB) 27 und des Regionalexpress (RE) 8 ab Fahrplanwechsel 2019 beschlossen. Auch die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth hat sich eingeschaltet und mit der Bahn Kontakt aufgenommen.

Fahrplanänderungen kommen nicht an. Grafik NR-Kurier

Bad Hönningen. Der Verbandsgemeinderat Bad Hönningen hat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2018 folgende Resolution beschlossen: „Namens der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bad Hönningen appellieren wir an das Rheinland-Pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, an die Verantwortlichen des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Nord (SPNV-Nord) und an den Landkreis Neuwied als Mitglied im SPNV-Nord den geplanten Tausch der Fahrwege von RB 27 und RE 8 nicht durchzuführen oder zum Ausgleich zusätzlich zu den Zügen der RB 27, da diese morgens früher und abends auch noch später fahren als der RE 8, alle Züge der RB 8 an den Haltepunkten Leutesdorf und Rheinbrohl halten zu lassen.“

Der Verbandsgemeinderat begründet seine Resolution damit, dass die geplante neue Streckenführung der RB 27 für alle potentiellen Bahnnutzer in den Gemeinden Hammerstein, Leutesdorf und Rheinbrohl, vor allem Schüler sowie Berufspendler, nicht nur mit täglichen längeren Fahrzeiten von zehn Minuten (Hin- und Rückfahrt) belasten würden. Auch die Haltepunkte Koblenz-Stadtmitte und Koblenz-Lützel wären ohne Umsteigen nicht erreichbar, was die tägliche Fahrt zur und von der Schule oder Arbeitsstelle mit dem ÖPNV äußerst unattraktiv macht.

Die dem gegenüber aufgeführte bessere Erreichbarkeit der rechtsrheinischen Ziele von den Haltepunkten Leutesdorf und Rheinbrohl aus dürfte für einen wesentlich geringeren Personenkreis von Nutzen sein.

Ein adäquater Ausgleich der durch die Änderung verursachten Nachteile könnte einfach dadurch erreicht werden, wenn der RE 8 – wie bereits seit längerem gefordert – immer in Rheinbrohl und Leutesdorf halten würde. Denn wenn der RE 8 bei der verkürzten Laufzeit auf der neuen Stecke verbleiben soll, dürften die durch die Zusatzhalte in Leutesdorf und Rheinbrohl verursachten Verzögerungen ohne weiteres im Fahrplan unterzubringen sein.

Bei der Gelegenheit sollte gleichzeitig nach Möglichkeiten gesucht werden, den RE 8 in den Abendstunden länger im Einsatz zu halten.

Der für die Dauer der Sanierungsarbeiten an der Horchheimer Brücke angedachte Schienenersatzverkehr von Ehrenbreitstein nach Koblenz wird die Bahnpendler ebenfalls vor zusätzliche Probleme stellen, weil die Busse im Berufsverkehr über die Pfaffendorfer Brücke geleitet werden, die ebenfalls in der Zeit saniert wird. Diese Ausweichstrecke wäre nur dann von Nutzen, wenn es vor Ort gelingen würde, die Busspur ab Ehrenbreitstein durchgängig über die Brücke bis zum Friedrich-Ebert-Ring nach Koblenz zu führen.

Der Verbandsgemeinderat bittet somit dringend darum, entweder den geplanten Streckentausch nicht durchzuführen oder die RE 8 (und RB 27) auf Dauer immer in Leutesdorf und Rheinbrohl halten zu lassen. Egal zu welcher Lösung man sich entscheidet, sollte die Benachteiligung der Bahnfahrer aus Leutesdorf und Rheinbrohl endlich beendet werden und alle Züge der RB 27 und des RE 8 in Leutesdorf und Rheinbrohl halten.

Auch die Landtagsabgeordnete Demuth hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Der Landkreis Neuwied beteiligt sich in nicht unerheblichem Maße an den Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Bürger ist es absolut erforderlich, dass hier eine Lösung gefunden wird, die den vielen Pendlern, Schülern und auch Touristen gerecht wird.

Ellen Demuth erklärt: „Meine Schreiben an die Deutsche Bahn und den SPNV-Nord wurden zwar beantwortet, man verweist jedoch auf „fixierte Haltestellenkonzepte“ und ist der Auffassung, der Linientausch würde die Erreichbarkeit von Rheinbrohl oder Leutesdorf verbessern. Immerhin wird versprochen, zu prüfen, ob der RE8 in den Hauptverkehrszeiten um einzelne Halte ergänzt werden könne.

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