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Nachricht vom 23.12.2018    

Bären schicken Soester EG mit 8:4 heim

Die Neuwieder Bären haben im Eishockey-Jahr 2018 einen prima letzten Eindruck hinterlassen und in ihrem abschließenden Regionalligaspiel vor Weihnachten und Silvester die Soester EG souverän mit 8:4 besiegt. Damit ist dem EHC über die Feiertage der zweite Tabellenplatz hinter den Hammer Eisbären sicher. „Wir haben uns wie schon gegen Dinslaken und Hamm auch heute wieder gut präsentiert", fasste Neuwieds Trainer Daniel Benske zusammen.

Dennis Schlicht (rechts im Vordergrund) zieht ab, Michael Jamieson (vor dem Tor) fälscht ab und Soests Keeper Marc Alexander Fleischer hat keine Abwehrchance – so fällt das Tor zum 3:1 für die Bären. Foto: Verein

Neuwied. 642 Zuschauer im Icehouse sahen eine Soester Mannschaft, die mit dem zuletzt getankten Selbstvertrauen im Gepäck richtig gut aus den Startlöchern kam. „In den ersten zehn Minuten hatten wir weitaus mehr Spielanteile als der Gegner", beobachtete Trainer Heinz-Dieter Brüggemann. Vor allem die Formation mit Simon Tambosi, Martin Juricek und Ben Busch wirbelte eifrig und beschäftigte Neuwied in der eigenen Zone. So stand Bären-Keeper Felix Köllejan mehr im Blickpunkt als ihm und Daniel Benske lieb sein konnte. Der 22-Jährige Bestand die Prüfungen mit Bravour.

Der Unterschied zwischen beiden Teams im ersten Abschnitt bestand in der Chancenverwertung. Soest schlug aus seinen Gelegenheiten lediglich einmal Kapital, als der am langen Pfosten parkende Igor Furda traf (18.). Es war jedoch nur der Anschlusstreffer zum 1:3, weil die Deichstädter in der 13. und 14. Minute ein Feuerwerk abbrannten und binnen 48 Sekunden dreimal einnetzten. Tobias Etzel bediente von neben dem Tor den lauernden Deion Müller, Kevin Wilson zog mit einem trockenen Schuss flach ab und Michael Jamieson verlieh dem Schuss Dennis Schlichts die entscheidende Richtungsänderung. „Drei Schüsse und drei Tore in einer Minute – da war die Partie schon entschieden", kommentierte Brüggemann die EHC-Torgier.

Jamieson hätte beinahe noch das 4:0 nachgelegt, doch beim Bauerntrickversuch blieb er mit seiner Kelle am Pfosten hängen. Seinen Hattrick bekam der US-Amerikaner trotzdem. Von Alexander Cicigin im Alleingang von hinten gefoult, verwandelte er den anschließenden Penalty zum 4:1 (20.) und seine Direktabnahme in Minute 25 leitete ein großartiges zweites Neuwieder Drittel ein. Wenn die torgefährlichen EHC-Angriffsreihen das Karussell anwarfen, ging den Bördeindianern vieles zu schnell. „Das zweite Drittel war sehr stark", befand auch Trainer Benske. „Da hat man den Unterschied zwischen beiden Teams gesehen", drückte es Heinz-Dieter Brüggemann aus. Weitere Tore mussten zwangsläufig folgen und folgten auch. Maximilian Wasser (31.) und Kevin Wilson (33.) legten nach. Bemerkenswert am Rande: Wassers Tore bereitete EHC-Eigengewächs Sven Asbach bei seiner ersten Eiszeit des Abends vor.

„Nicht komplett untergehen", lautete die Devise der Bördeindianer. „Defensiv Stabilität reinbringen", gab Benske seinen Jungs mit auf den Weg ins dritte Drittel. Es gelang nicht mehr mit letzter Konsequenz. Mit etwas zu viel Vorweihnachtsmodus gewährte Neuwied den Gästen mehr Platz. „Und wenn wir Platz haben, können wir Tore schießen", kommentierte Soests Coach, dessen Bördeindianer bekannt dafür sind, einen langen Atem zu haben. In Diez hatten sie kürzlich einen 2:7-Rückstand nach 40 Minuten noch egalisiert, am Rhein gelangen Thomas Ehlert (53.), Ernst Reschetnikow (56.) und Martin Juricek (60.) immerhin noch drei Treffer und Ergebniskorrektur.

Das letzte Bären-Tor des Jahres blieb Kevin Wilson – genauso wie Michael Jamieson mit einem Hattrick – gegen den erst 17-Jährigen, nach 40 Minuten für Marc Alexander Fleischer gekommenen Soester Nachwuchskeeper Philipp Weissgerber vorbehalten. „Die drei Gegentore am Ende waren noch ein Wermutstropfen, aber ansonsten können wir mit unserer Leistung rundum zufrieden sein", resümierte Daniel Benske die Begegnung.

Neuwied: Köllejan – Pering, Hellmann, Schütz, Richter, D. Schlicht, Morys, Neumann – Fröhlich, Asbach, Appelhans, Wilson, Jamieson, Müller, Brabec, Wasser, S. Schlicht, Etzel.
Soest: Fleischer (ab 41. Weissgerber) – Ehlert, Schutzeigel, Peschke, Jäger – Juricek, Zeitler, Tambosi, Benes, Berger, Furda, Busch, Reschetnikow, Cicigin.
Schiedsrichter: Jan Breckenfelder.
Zuschauer: 642.
Strafminuten: 14 + Disziplinarstrafe gegen Etzel : 4.
Tore: 1:0 Deion Müller (S. Schlicht, Etzel) 13', 2:0 Kevin Wilson (Brabec, Appelhans) 13', 3:0 Michael Jamieson (D. Schlicht, Wasser) 14', 3:1 Igor Furda (Zeitler, Jäger) 18', 4:1 Michael Jamieson 20' (Penalty), 5:1 Michael Jamieson (D. Schlicht, Fröhlich) 25', 6:1 Maximilian Wasser (Asbach, Jamieson) 31', 7:1 Kevin Wilson (Brabec) 33', 7:2 Thomas Ehlert (Zeitler) 53', 7:3 Ernst Reschetnikow (Tambosi, Peschke) 56', 8:3 Kevin Wilson (Fröhlich, Jamieson) 59', 8:4 Martin Juricek (Furda) 60'.


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