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Nachricht vom 16.12.2018    

„Volksbegehren“: Jürgen Becker wagte den Blick durchs Schlüsseloch

Zehn Jahre Kultur-AG in Horhausen: Zum Abschluss des Jubiläumsjahres kam die rheinische Frohnatur Jürgen Becker mit seinem Programm „Volksbegehren“ – was mit Politik so gar nichts zu tun hat. Der Kabarettist forderte sein Publikum auf, einen Blick durchs Schlüsselloch zu werfen. Da gab es jede Menge mehr oder weniger erotische Einblicke zu entdecken, unter anderem das Sexualleben von Blattläusen und griechischen Göttern.

Jürgen Becker hatte auch nach dem eigentlichen Programm noch gut zu tun. (Foto: Petra Schmidt-Markoski)

Horhausen. Wer einen mit Politik gewürzten Kabarettabend erwartet hatte, was der Titel „Volksbegehren“ wohl eher vermuten lässt, der wurde sicherlich enttäuscht. Dem bekannten Kölner Kabarettisten Jürgen Becker ging es an dem Abend in Horhausen unter der Überschrift „Volksbegehren“ im fast ausverkauften Kaplan-Dasbach-Haus, zu dem die Kultur-AG der Ortsgemeinde Horhausen eingeladen hatte, nur um die Gürtellinie. Denn alles, was unterhalb der Gürtellinie abläuft, ist für Becker das Begehren, von dem das Volk beherrscht wird. Rita Dominack-Rumpf, Vorsitzende der Kultur-AG, begrüßte das Publikum und den Künstler. Sie freute sich riesig über rund 300 Besucherinnen und Besucher. „Schöner hätte unser Abschluss der Veranstaltungsreihe anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Kultur-AG nicht sein können“, so die Vorsitzende.

Mehr oder weniger erotische Einblicke
Der Kabarettist forderte sein Publikum auf, einen Blick durchs Schlüsselloch zu werfen. Da gab es jede Menge mehr oder weniger erotische Einblicke zu entdecken, – unter anderem das Sexualleben von Blattläusen und griechischen Göttern. Vielfältig und intelligent bediente sich Jürgen Becker historischer Vorbilder aus der Mythologie. „Schließlich haben die Götter im Olymp bereits alle sexuellen Spielarten durchexerziert“, so Becker. Auch das Verhältnis der katholischen Kirche zum Thema Lust und Sex beleuchtete der Kabarettist. Auch die Politik kam nicht ungeschoren davon. „Sex wird auch immer wichtiger für die Politik und den Wahlkampf“, meinte Becker. Seine Thesen und Aussagen rund um die Themen Lust, Sex und Fortpflanzung belegte Becker mit bunten Bildern von Rembrandt bis Rubens, von antiker Malerei bis hin zur Pop-Art.




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Die rheinische Frohnatur
Deutlich wurde aber bei dem Kabarettabend in Horhausen schließlich auch die rheinische Frohnatur Jürgen Beckers sowie seine Liebe zur Stadt Köln. So klärte er das Publikum auch über die kölsche Sprache unter der Überschrift „Spaß am Freud, dat ‚Mich‘, dat ‚Dat‘ und dat ‚Övver Mich‘“ auf. Schließlich hatte Jürgen Becker auch ein dickes Lob für alle Ehrenamtler parat. Intelligent und mit herzerfrischendem Humor machte der Kölner Jürgen Becker den Horhausener ein tolles kabarettistisches Geschenk zum zehnjährigen Bestehen der Kultur-AG und zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe. Das begeisterte Publikum dankte es ihm mit minutenlangem Applaus. Zur Überraschung für das Publikum gab es für jeden Gast noch ein Glas frisch gezapftes Sion-Kölsch. Am Ende des Abends dankte Ortsbürgermeister Thomas Schmidt nicht nur dem Künstler, sondern auch dem Publikum und den Sponsoren sowie den fleißigen Händen der Kultur-AG. Auch im kommenden Jahr wird die Kultur AG wieder mit drei Veranstaltungen in Horhausen aufwarten. So ist ein großer Salsa-Abend mit einer Live-Band geplant, ein Konzert-Abend von Klassik bis Rock unter der Überschrift „Ein Kessel Buntes“ sowie ein Kabarettabend mit Bodo Bach. (rsm)


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