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Nachricht vom 10.12.2018    

Bären schlagen Neusser EV mit 11:2

In sehr souveräner Art und Weise machte der EHC „Die Bären" 2016 am Sonntagabend die beiden vorangegangenen Niederlagen in der Eishockey-Regionalliga West gegen die Ratinger Ice Aliens und den Herforder EV zu Schnee von gestern. Mit 11:2 schlug der Tabellenzweite den Neusser EV, bei dem man auswärts kürzlich noch nach Verlängerung mit 7:8 unterlegen war. Diesmal spielte Neuwied wesentlich konzentrierter in der Verteidigung und gewann zum vierten Mal in dieser Saison zweistellig.

Sven Schlicht steuerte drei Tore zum überzeugenden EHC-Heimsieg bei. Foto: Verein

Neuwied. Boris Ackermann schilderte im VIP-Raum des Neuwieder Icehouses, wie sich eine Auswärtsmannschaft fühlt, wenn sie bei den Bären zu Gast ist. „Wenn wir schon einmal vor Zuschauern spielen, dann wollen wir das auch mit Vollgas tun. Und somit versuchten wir getreu dem Motto so weit die Beine tragen, von Anfang an alles rauszuhauen.", erzählte der Trainer des Neusser EV, der von einer Kulisse wie in der Deichstadt bei seinen Heimspielen weit entfernt ist.

Der NEV, mit 24 Punkten als Tabellenachter aktuell sehr zufrieden, genoss die Atmosphäre (zumindest so lange der Blick auf die Anzeigetafel nicht nervte) und machte in der Anfangsphase auch ordentlich Betrieb. „Ich habe uns in der ersten Viertelstunde stärker gesehen. Vielleicht haben wir Neuwied mit unserem frühen Anlauf auch überrascht", sagte Ackermann. Neuss fühlte sich zu Beginn durchaus wohl, sehnte mit zunehmender Spielzeit aber immer mehr die Schlusssirene herbei, weil die Bären einen Steigerungslauf aufs Eis brachten.

Als sich die Schüsse auf das Tor Gästekeeper Ken Passmann häuften, trafen Maximilian Wasser (13.) und Sven Schlicht (19.) zum 1:0 und 2:0 für den EHC. Das gab Sicherheit. „Danach hat Neuwied einen Gang hochgeschaltet", beobachtete Ackermann. Die Bären gewannen immer mehr an Spielfreude und Zielstrebigkeit. Stephan Fröhlich (32.), Martin Brabec (33.), Sven Schlicht und Daniel Pering (beide 40.) überwanden im – oder Sekundenbruchteile nach dem – zweiten Drittel Passmann. Den „Buzzer Beater" von Pering sah Schiedrichter Marc Stromberg zum Überraschen vieler und zum Entsetzen der Gäste noch vor der Pausensirene hinter der Linie. Der EHC besaß nun jederzeit die Kontrolle über die Partie und hatte mit wenigen Ausnahmen auch die seltener werdenden Neusser Konter größtenteils im Griff. Einer davon führte dennoch zum zwischenzeitlichen 4:1-Anschlusstreffer. David Bineschpayouh vollstreckte seinen Alleingang (37.).

Der Neusser Keeper Ken Passmann trieb die Bären in der Vergangenheit mit seinen großartigen Paraden schon häufig zur Verzweiflung, diesmal gab es für die Neuwieder einen klaren Punktsieg gegen den erfahrenen Keeper. Mit den Toren von Sven Schlicht (41.) und Michael Jamieson (42.) kamen die Hausherren ideal zum dritten Drittel zurück aufs Eis. Neuwied hatte den starken Passmann „weich" geschossen, der eine Viertelstunde vor Schluss für seinen Back-up Patrick Fücker Platz machte.

Auch der zweite Schlussmann der Neusser sollte noch viel Hartgummi sehen und den Puck noch dreimal aus seinem Kasten holen müssen. Maximilian Wasser (46.), zum besten Neuwieder gewählt, Dennis Appelhans (50.) und Michael Jamieson (53.) lochten ein. Neuwied hatte sichtlich Spaß daran gefunden, die Führung auszubauen. Tore geben schließlich bekanntermaßen Selbstvertrauen. „Es tut uns gut, in dieser Höhe gewonnen zu haben. Die Tore waren der Lohn für den Aufwand, den wir betreiben", freute sich EHC-Coach Daniel Benske, während der 11:2-Endstand in den Augen von Boris Ackermann, der sich noch über Pascal Rüwalds Treffer zum 10:2 freuen durfte (52.), zu hoch ausfiel: „Ein 7:2 wäre auch in Ordnung gewesen."

Neuwied: Allendorf (Lehwald) – Pering, Hellmann, Schütz, Richter, D. Schlicht, Morys, Neumann – Fröhlich, Asbach, Appelhans, Wilson, Jamieson, Müller, Brabec, Wasser, S. Schlicht, Etzel.
Neuss: Passmann (ab 45. Fücker) – Gebel, Nürenberg, Wolf, Nelleßen, Lahmer – Schiefner, Bineschpayouh, Rüwald, Thum, Beeg, Busse, Stein, Lindt.
Schiedsrichter: Marc Stromberg.
Zuschauer: 505.
Strafminuten:
8:12.
Tore: 1:0 Maximilian Wasser (Fröhlich) 13', 2:0 Sven Schlicht (Müller, Etzel) 19', 3:0 Stephan Fröhlich (Jamieson, Appelhans) 32', 4:0 Martin Brabec 33', 4:1 David Bineschpayouh (Thum) 37', 5:1 Sven Schlicht (Hellmann, Etzel) 40', 6:1 Daniel Pering (Brabec, Neumann) 40', 7:1 Sven Schlicht (Etzel, Müller) 41', 8:1 Michael Jamieson (Wasser, D. Schlicht) 42', 9:1 Maximilian Wasser (Jamieson) 46', 10:1 Dennis Appelhans (S. Schlicht, D. Schlicht) 50', 10:2 Pascal Rüwald (Lahmer, Bineschpayouh) 52', 11:2 Michael Jamieson (Wasser, Fröhlich) 53'.


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