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Nachricht vom 05.12.2018 - 18:14 Uhr    

Bären brauchen wieder mehr Kompaktheit

Eine Eishockeysaison ist lang. Im Regelfall zwei Partien pro Wochenende, und das inzwischen seit Ende September – da sind Höhen und Tiefen ganz normal. Bei jeder Mannschaft. Der EHC „Die Bären" 2016 legte mit 15 Siegen aus 19 Partien eine famose erste Hauptrundenhälfte aufs Eis, auch wenn die Formkurve zuletzt ein paar Dellen aufwies.

Vor dem eigenen Tor müssen die Neuwieder Bären wieder konsequenter die brenzligen Situationen bereinigen. „Wir kassierten zuletzt zu viele Gegentore", monierte Trainer Daniel Benske. Foto: EHC

Neuwied. „Durch die Niederlage gegen Ratingen am vergangenen Sonntag ist beileibe nicht alles schlecht, auch wenn wir an diesem Abend keine gute Leistung abrufen konnten. Wir hatten zum Beispiel mit den Siegen gegen Hamm und Diez-Limburg eine richtige starke Phase, und das auch über einen langen Zeitraum, aber momentan kassieren wir zu viele einfache Gegentore", hat Daniel Benske ausgemacht. Gegen die Ice Aliens waren es drei. Nicht viele, aber dafür vermeidbare. Schon die fünf Gegentore in Frankfurt, die sechs in Soest und die acht in Neuss waren mehr, als es der Trainer und ehemalige Torhüter haben möchte. „Wir müssen wieder mehr Kompaktheit in die Defensive bringen. Daran haben wir im Training unter der Woche hart gearbeitet", berichtet er.

Abwehr ist vor allem am Freitagabend ab 20.30 Uhr in Herford das A und O, wenn die Neuwieder zum dritten Mal in dieser Runde auf den amtierenden Meister treffen. Auch der kann von Höhen und Tiefen ein Lied singen. Die „Ice Dragons" brauchten mit der fast identischen Mannschaft, die im Frühjahr souverän und verdient den Titel holte, etwas länger, um Betriebstemperatur zu erreichen, holten aus den ersten sechs Saisonspielen lediglich zwei Siege. Aber seitdem demonstriert der HEV seine gewohnte Stärke und ist den zweitplatzierten Bären als Dritter wieder auf die Pelle gerückt.

„Herford ist eine sehr offensivstarke Mannschaft", verrät Benske kein großes Geheimnis und nennt in diesem Zusammenhang vor allem die kanadischen Imports. Killian Hutt sowie Benjamin Skinner haben den Neuwiedern im Halbfinale 2017/18 schon schlaflose Play-off-Nächte bereitet, auch momentan punkten die beiden Nordamerikaner am laufenden Band. Alleine in den elf jüngsten Begegnungen, die der Titelverteidiger allesamt für sich entschied, sammelte das kongeniale Duo, das variierend durch Mannschaftskapitän Fabian Staudt oder Ulib Gleb Berezovskij ergänzt wird, sage und schreibe 95 Punkte (Hutt: 52, Skinner: 43). In der Scorerliste der Regionalliga West steht Hutt aktuell auf Platz eins vor Neuwieds Michael Jamieson, Kevin Thau von Tabellenführer Hamm und Skinner. „Ausschalten kannst du diese Spieler kaum, aber wir müssen versuchen, es so gut wie möglich hinzubekommen", macht Benske klar. Ungefähr so, wie im dritten Saisonspiel im Oktober, als sich die Deichstädter in Herford mit 4:1 durchsetzten, ehe es in eigener Halle eine 2:4-Niederlage setzte.

Ausgeglichen ist zum jetzigen Zeitpunkt auch die Neuwieder Saisonbilanz gegen den Neusser EV, der am Sonntag ab 19 Uhr im Icehouse gastiert. Beim 6:0 im Heimspiel hatten die Bären alles im Griff, auswärts verloren sie nach Verlängerung mit 7:8. „Wir haben in dieser Partie keine gute Leistung gezeigt und deshalb vor eigenem Publikum etwas gutzumachen", macht der EHC-Trainer klar, dass für ihn gegen seinen Ex-Klub nur drei Punkte zählen. Nicht auf Herforder Niveau, aber trotzdem sehr anständig sind die Neusser Ergebnisse im November gewesen. Neben dem Verlängerungs-Sieg über Neuwied punktete der NEV unter anderem auch gegen Ratingen, Soest sowie Dinslaken und hat sich somit ein ordentliches Polster zu Platz neun aufgebaut, sodass die Prognosen für das Team von Boris Ackermann derzeit eindeutig in Richtung Play-offs gehen. (PM)

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