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Nachricht vom 08.11.2018 - 21:41 Uhr    

Hahn fordert: Bei Zweifel an korrekter Funktion SUEZ-Werk sofort dicht machen

Die beiden Initiatoren der seit Monaten mit großer Intensität geführten Diskussion rund um den Gestank im und ums Distelfeld Martin Hahn und Conrad Lunar sehen sich bestätigt: „Wenn die SGD Nord aufgrund eines offenkundig durch SUEZ beauftragten und bezahlten Gutachtens, das nur einzelne Funktionen des Biofilter betrachtete, verschärfte Auflagen für den Betrieb des Biofilters verfügt, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, die nachhaltige Beseitigung des unerträglichen und möglicherweise gesundheitsgefährdenden Gestanks.“

Foto: privat

Neuwied. Für Hahn und Lunar geht die jetzt verfügte Auflage der SGD nicht weit genug: „Außenstehende mögen das jetzige Handeln der SGD Nord vielleicht wohlwollend betrachten und als ausreichend erachten, aber uns stellt sich die Frage, was wohl bei einem von einem unabhängigen, von der SGD Nord beauftragten und bezahlten Gutachten bzgl. Biofilter, Dichtigkeit der Tore, Einhaltung der Betriebszeiten und weiterer in der Genehmigung von 2010 konkret formulierter Auflagen, herausgekommen wäre. Dieses unabhängige Gutachten ist jetzt umgehend in Auftrag zu geben. Die Menschen brauchen Sicherheit und glaubwürdige Aussagen was tatsächlich "Sache" im Kompostwerk der Fa. SUEZ ist. Mit einer verschärften Auflage ist es nicht getan.“

Und die beiden gehen noch einen Schritt weiter: „Wenn es hier auch nur die geringsten Zweifel und Unsicherheiten bzgl. der ordnungsgemäßen Funktion der Anlage gibt, ist bis zur Klärung eine Stilllegung notwendigerweise unumgänglich. Schließlich geht es um die Gesundheit der Menschen rund um das Werk der Fa. SUEZ. Hierbei geht es auch um die vom NUV ins Spiel gebrachte mögliche Gesundheitsbelastung. Natürlich, und das ist für den Wirtschaftsstandort Neuwied ganz klar, sind die Interessen eines Wirtschaftsbetriebes und seiner Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Aber vor dem Hintergrund der beschriebenen Gefährdung der Bevölkerung ist das der wohl einzig gangbare Weg, wenn die Firma sich von selbst nicht bewegt. Eigentlich erwarten wir diese Verantwortung vom Unternehmen, nämlich Handeln, bevor man gezwungen wird!“

Für Hahn und Lunar steht somit fest: „Durch das mehr als 18 monatige Zaudern, Dementieren und Bestreiten einer Verantwortung von SUEZ für den Gestank sind die eigentlich für Aufsicht und Kontrolle der Anlage zuständige SGD und ihr Präsident Dr. Kleemann trotz eindeutiger und nachvollziehbarer Hinweise vom Oberbürgermeister, dem Landkreis, zahlreicher Anlieger und betroffener Bürger, ihrer Verantwortung für den Schutz der Menschen rund um das Distelfeld nicht gerecht geworden.“ Die Hintergründe dieses „Nichts-Tuns“ wollen Hahn und Lunar explizit aufgeklärt wissen und ganz konkret die Frage beantwortet haben, „warum dadurch der öffentliche Eindruck entstehen konnte, dass Herr Dr. Kleemann die Fa. SUEZ, als mutmaßlichen Verursacher des Gestankes, unbehelligt lässt.“

Genauso wollen Hahn und Lunar Antworten und Aufklärung, „warum Herr Dr. Kleemann und die SUEZ-Vertreter, im sogenannten Behördenleitergespräch Ende September, offenkundig versucht haben eine "Suezfreundliche" Haltung von OB und Landrat einzufordern und von dieser Haltung des OB und des Landrates ein Entgegenkommen der Fa. SUEZ in Bezug auf eine Lösung der Gestanks-Problematik abhängig gemacht haben. Das Herr Dr. Kleemann die Anwesenheit, Teilnahme und die Ziele der SUEZ-Vertreter der Öffentlichkeit ganz bewusst verschwiegen hat ist dabei nur eine weitere Merkwürdigkeit, die Klärungsbedarf auslöst. Öffentliche Amtsträger sind keine willfährigen Gehilfen von Wirtschaftsbetrieben!“

„Wir erwarten von der SGD Nord und vor allem von Herrn Dr. Kleemann endlich weitere Aufklärungs- und Sacharbeit, die Offenlage aller Ergebnisse ihrer Tätigkeit seit Januar 2017 und ein konkretes, auf unabhängig ermittelten Fakten basierendes Vorgehen gegen den mutmaßlichen Verursacher, die Firma Suez am Standort Neuwied. Energie und Arbeitskraft muss investiert werden, um Probleme zu beheben und nicht um Menschen mundtot machen zu wollen, die die Probleme ansprechen.“ (PM)

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