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Nachricht vom 08.11.2018 - 19:28 Uhr    

Bildungsdezernent Michael Mahlert besucht „FUNK"-Projekt

FUNK steht für den Fachsprachlichen Förderunterricht an der Universität in Koblenz. Seit 2010 widmet sich das Projekt den sprachlichen Herausforderungen, die der Unterricht an weiterführenden Schulen für Schülerinnen und Schülern mit Migrations- oder Fluchthintergrund mit sich bringt. Oftmals bildet das sprachliche Verständnis von Aufgabenstellungen oder Fachtexten dabei die größte Barriere.

Einen persönlichen Eindruck über die Arbeitsweise bei FUNK verschafften sich Bildungsdezernent Michael Mahlert, Schulreferentin Mechtild Laupichler und Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Andrea Oosterdyk bei FUNK mit Geschäftsführerin Dr. Kerstin Kallass (2.von rechts). Foto: privat

Kreis Neuwied. „FUNK ist daher eine Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler, um in derzeit mehr als zehn Schulfächern gezielt am Auf- und Ausbau ihrer fachsprachlichen Fähigkeiten zu arbeiten. Diese sind wichtige Grundlagen für einen erfolgreichen Schulabschluss, aber auch für eine Berufsausbildung" erklärt Geschäftsführerin Dr. Kerstin Kallass.

In Kleinstgruppen erhalten Schülerinnen und Schüler einen speziell auf ihre Bedarfe zugeschnittenen Förderunterricht, der in den Koblenzer Projekträumen von Lehramtsstudierenden der Universität in Koblenz durchgeführt wird. An oberster Stelle stehen dabei die Verbindung von Fach- und Sprachunterricht sowie ein offensiver Ansatz der Sprachförderung. Dies soll die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch gezielte Methoden und Hilfestellungen dabei unterstützen, die komplexen sprachlichen Anforderungen nach und nach eigenständig bewältigen zu können. Hierbei orientiert sich das Projekt an neuesten Forschungsergebnissen aus der Sprachwissenschaft und Didaktik.

Bildungsdezernent Michael Mahlert erläutert die Gründe, weshalb sich seit dem Schuljahr 2018/19 nun auch der Kreis Neuwied an diesem Angebot beteiligt: „Für uns entscheidend war, dass sich die Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Koblenzer Hauptbahnhof befinden. Damit ist eine hervorragende Erreichbarkeit vom Schulstandort Neuwied gegeben und dieses Angebot wollten wir nicht ungenutzt lassen. Denn die Schulen haben uns mitgeteilt, dass hier Bedarf besteht. Daher haben wir uns bemüht, uns an diesem Förderangebot in Kooperation mit der Stadt Koblenz und der Universität zu beteiligen".

In einer ersten Phase wurde das Koblenzer Projekt für eine begrenzte Anzahl Neuwieder Schülerinnen und Schüler geöffnet: „Als Pilotprojekt bieten wir 20 Plätze für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen, aber auch für Bildungsgänge an den Berufsschulen begrenzt auf den Schulstandort Neuwied an. In Zusammenarbeit mit den Schulen waren die Plätze schnell besetzt" ergänzt Andrea Oosterdyk, die das Projekt als Bildungskoordination für Neuzugewanderte in der Schulabteilung des Kreises Neuwied betreut. (PM)

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