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Nachricht vom 18.10.2018    

Auch Westerwald ist von Kerosinablass betroffen

Landrat Achim Hallerbach fordert eine lückenlose Aufklärung über den so genannten Treibstoffschnellablass (fuel dumping) bei Flugzeugen über dem Westerwald. Offiziell erfolgt dies zwar nur in Notsituationen, wenn der Flieger früher landen muss als geplant, deswegen noch zu viel Treibstoff an Bord hat und damit zu schwer für eine Landung ist. In dem Fall wird dem Flieger für den Treibstoffablass soweit möglich ein dünn besiedeltes Gebiet mit wenig Flugverkehr zugewiesen.

Symbolfoto

Kreis Neuwied. „Zwischen 2010 und 2016 wurden laut Bundesregierung über Deutschland in 121 Fällen insgesamt rund 3.590 Tonnen Kerosin abgelassen. Hauptsächlich betroffen waren Bayern, Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Auch der Westerwald gilt als ein solches Gebiet“, teilt Hallerbach in einer Pressemitteilung mit.

Der Landrat unterstützt deshalb auch eine Forderung des Kreistags des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Dieser fordert die Bundesregierung zu einem verantwortungsbewussteren Umgang mit Kerosinablass auf und verlangt eine bessere Transparenz über den Umfang der Fuel Dumping Vorfälle sowie deren Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Ferner wird gefordert, Fuel Dumping Vorfälle durch die Fluggesellschaften, die Luftstreitkräfte sowie durch die deutsche Flugsicherung unverzüglich auf einer öffentlichen Website zu veröffentlichen. Jeder Kerosinablass soll durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gemeldet und auf tatsächliche Unvermeidbarkeit untersucht werden. Ebenso sollen die Ergebnisse der Studie über die Belastung von Mensch und Natur umgehend veröffentlicht werden.

„Auch das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium muss hier mit mehr Nachdruck auf umfassendere Aufklärung durch das Umweltbundesamt bestehen“, so Hallerbach abschließend.


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