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Nachricht vom 23.09.2018    

Tapire - Die Größten in der Prinz Max Halle im Zoo Neuwied

Tapire gehören wie Pferde und Nashörner zu den Unpaarhufern. Tapire sind aber viel älter als Pferde und Nashörner. Vor etwa 50 Millionen Jahren gab es schon die ersten Tapire. Seitdem haben sie sich nicht wesentlich verändert. Deshalb nennt man sie auch „lebende Fossilien“.

Fotos: Zoo Neuwied

Neuwied. „Unsere beiden Flachlandtapire, Diego und Mendoza, sind die größten Tiere die in die Prinz Maximilian zu Wied Halle eingezogen sind“, sagt Zoodirektor Mirko Thiel. „Sie haben bisher zusammen im Safaripark Beekse Bergen in den Niederlanden gelebt. Im neuen Gehege in Neuwied streiten Sie sich aber noch um die Vorherrschaft. Deshalb halten wir die beiden im Moment getrennt“, so Thiel weiter.

Der Flachlandtapir bewohnt Wälder und offene Landschaften, meist in Wassernähe. Er ist ein guter Schwimmer und kann auch tauchen. Auffällig ist seine bewegliche, rüsselartige Nase, die mit der Oberlippe verbunden ist. Flachlandtapire sind die größten in Südamerika heimischen Säugetiere. Sie werden bis zu 250 Kilogramm schwer und sind als „gefährdet“ eingestuft, da sie von den Einheimischen wegen ihres Fleisches und der Haut gejagt werden. Außerdem ist die fortschreitende Zerstörung des Regenwalds, ihrer Heimat, ein Grund für die zurückgehende Anzahl dieser Unpaarhufer. Tapire fressen hauptsächlich Laub, Zweige, Früchte und Samen.




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Da sie ein relativ primitives Gebiss besitzen, zerkauen Tapire ihre Nahrung nicht besonders sorgfältig. Deshalb werden viele Samen unzerkaut im Kot wieder ausgeschieden und können zu Bäumen oder Sträuchern heranwachsen. Da die Huftiere weit herumkommen, sind sie somit wichtige Helfer bei der Aussaat der südamerikanischen Vegetation. „Bei uns bekommen sie Gemüse wie zum Beispiel Karotten, Chicoree oder Endivie und Äpfel. Außerdem Luzerne, Heu und viel Laub!“, erklärt Zoodirektor Thiel.


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