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Nachricht vom 12.09.2018 - 20:51 Uhr    

Sängerin auf der Suche nach dem „Weltempfinden“

„Weltempfinden“: So lautet das Motto eines Konzerts, das die Neuwieder Opern- und Konzertsängerin Silke Hartstang und der Konzertpianist und Professor für Liedgestaltung Jürgen Glauß, im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz am Freitag, 28. September, 20 Uhr, im Schlosstheater Neuwied gestalten.

Opern- und Konzertsängerin Silke Hartstang tritt am 28. September im Schlosstheater auf. Foto: Stefan Adams

Neuwied. „Industrie-Kultur und ihre Wirkung auf Gesellschaft, Musik und Kunst - Weltempfinden zwischen Rückbesinnung und Aufbruch zu Neuem" lautet der komplette Titel des Abends, den Schauspieler und Regisseur Andreas Durban moderiert. Darin beleuchten die beiden international tätigen Künstler musikalische, literarische, philosophische und gesellschaftspolitische Antworten und Reaktionen der Kunst auf die fortschreitende Industrialisierung. Das Wirken und der Einfluss Friedrich Wilhelm Raiffeisens stehen dabei ebenso im Fokus wie Karl Marx‘ philosophischer Einfluss auf Musik und Gesellschaft.

Die Zuhörer erleben ein Programm mit sehr selten aufgeführten Werken. Sie erhalten so einen Einblick in die unterschiedliche Klang- und Kompositionsästhetik verschiedener Musikepochen. Die Künstler stellen dabei die große Bandbreite der Genres vor. So spannt sich der musikalische Bogen von Auszügen aus den spätromantischen „Liedern eines fahrenden Gesellen“ des Komponisten Gustav Mahler über impressionistische Lieder aus der Feder von George Enesco nach Textvorlagen von Carmen Sylva, der Neuwieder Prinzessin, Dichterin und späteren Königin von Rumänien, bis hin zum „Lied der Waldtaube“ aus den „Gurreliedern“ Arnold Schönbergs und der „Neuen Musik“ des 20. Jahrhunderts. Das Programm beinhaltet Igor Stravinskys Opern-Oratorium „Oedipus Rex“ ebenso wie Arbeiterlieder des Komponisten Hanns Eisler, Werke des russisch-deutschen Komponisten Alfred Schnittke ebenso wie nach literarischen Vorlagen des Neuwieder Dramatikers und ersten Botschafters der DDR in Polen, Friedrich Wolf, entstandene Lieder des zeitgenössischen Berliner Komponisten Fred Syman.

Tickets zu 18, ermäßigt 15, Euro gibt es bei www.ticket-regional.de und bei der städtischen Tourist-Info auf dem Luisenplatz, Tel. 02631 802 5555; E-Mail tourist-information@neuwied.de

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