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Nachricht vom 07.09.2018    

Jugend-Eishockey in Neuwied soll auf ein neues Level

INTERVIEW | Der EHC „Die Bären" 2016 hat sich zur Saison 2018/19 auf einer wichtigen Position neu aufgestellt: Holger Pöritzsch, B-Lizenz-Trainer aus Holler bei Montabaur, übernimmt die Aufgaben des Sportlichen Leiters im Neuwieder Nachwuchsbereich als Nachfolger von Daniel Walther, der zunächst einmal keine Position begleiten möchte.

Holger Pöritzsch verfügt über reichlich Erfahrung als Jugendtrainer. In Neuwied übernimmt er das Amt des Sportlichen Nachwuchsleiters. Foto: Verein

Neuwied. Pöritzsch war als Spieler für den EC Diez-Limburg, die Limburger EG, den EV Wiesbaden, den JSC Lahntal Ducks und den ERC Pohlheim aktiv. Sein Eishockey-Wissen gab er als Trainer bereits in Diez, Bad Nauheim, Mainz und Troisdorf weiter. Außerdem steht er regelmäßig in verschiedenen Nachwuchs-Camps auf dem Eis. Vor allem im Jugendbereich verfügt der 47-Jährige über reichlich Erfahrung. Im Interview spricht Pöritzsch über seine Philosophie, seine Ziele und den Standort Neuwied.

Ab der neuen Saison wollen Sie im EHC-Nachwuchs einiges bewegen. Wie kam der Kontakt mit den Bären zustande?
Holger Pöritzsch:
Der Vorstand, Manager Carsten Billigmann und ich standen schon seit längerer Zeit in Kontakt und nun haben wir kürzlich nach einem gegenseitigen Beschnuppern schnell zusammengefunden und freuen uns auf die Saison 2018/19. Wir sind davon überzeugt, hier gemeinsam Stück für Stück etwas auf die Beine stellen zu können, indem wir dem Nachwuchsbereich mehr Beachtung schenken und eine gezielte Förderung betreiben.

Wie soll diese Förderung aussehen?
Pöritzsch:
Ich habe dem Vorstand ein Nachwuchskonzept vorgelegt, das mehrere Säulen beinhaltet. Wir wollen den Eishockeysport näher an Kinder und Jugendliche heranbringen, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten. Mit diversen Sonderaktionen wollen wir die Präsenz des Nachwuchseishockeys in der Region außerdem deutlich erweitern. Beispielsweise werden wir eine Laufschule installieren. Das Gesamtergebnis muss sein, das Jugend-Eishockey in Neuwied auf ein neues Level zu heben.

Welche Idee steckt hinter der Laufschule?
Pöritzsch:
Kinder ab fünf Jahren bekommen hier die Möglichkeit einmal wöchentlich, voraussichtlich samstagvormittags, aufs Eis zu gehen und unter Traineranleitung die ersten Schritte auf dem Eis zu machen. Dazu benötigen sie nicht einmal eine Eishockey-Ausrüstung. Wir wollen ihnen in erster Linie den Spaß am Schlittschuhlaufen vermitteln. Hierfür müssen sie auch kein Mitglied im Verein sein, wir verstehen das als Schnupperangebot. Das eishockeyspezifische Training schließt sich erst daran an, wenn die Kinder die Grundlagen beherrschen.

Wie soll das künftige Zusammenwirken zwischen Senioren und Nachwuchs aussehen?
Pöritzsch:
Meiner Meinung nach muss jedem Verein, der ein e.V. im Namen trägt, die Nachwuchsausbildung am Herzen liegen. Für die eine Seite geht es nicht ohne die andere. Die Jugend braucht Vorbilder aus der 1. Mannschaft und der Verein braucht eigene Talente, von denen regelmäßig welche den Sprung nach oben schaffen. Hinzu kommt natürlich die neue Regelung des nordrhein-westfälischen Verbandes, dass jeder Verein für eine Lizenz in der Regionalliga West ab der Saison 2019/20 im Altersbereich U7 oder U9 eine Mannschaft im Spielbetrieb haben muss. Man muss den Verein als Ganzes sehen. Es wird ein mannschaftsübergreifendes Arbeiten Hand in Hand geben.



Wie bewertest du die aktuelle Situation im Neuwieder Nachwuchs?
Pöritzsch:
Derzeit haben wir 44 aktive Jugendspieler. In der kommenden Saison wird der EHC drei Nachwuchsteams in den Spielbetrieb schicken: eine U17 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, eine U15 in Rheinland-Pfalz sowie eine U13 in Rheinland-Pfalz und Hessen. Wir haben viel Arbeit vor uns, aber an diesem im positiven Sinne Eishockey-verrückten Standort können wir unsere Ziele erreichen.

Welche Ziele sind das?
Pöritzsch:
Wir haben einen Fünf-Jahres-Plan aufgestellt. In diesem Zeitraum sollen sich die Zahl der Eishockey spielenden Kinder und der Neuwieder Jugendteams kontinuierlich steigern. Am Ende wollen wir in jeder Altersklasse eine Mannschaft aufs Eis schicken und somit das Integrieren unserer Talente in die 1. Mannschaft perspektivisch weiter forcieren. Die kurzfristigen Ziele sehen vor, die Qualität des Trainings zu steigern und mehr Struktur in die Arbeit mit den Kids zu bringen. Dies gelingt insbesondere mit einem gut funktionierenden Trainerteam.

Wie setzt sich das Trainerteam zusammen?
Pöritzsch:
Hier setzen wir auf Leute, die das Bären-Gen bereits in sich tragen. Sven Asbach aus der 1. Mannschaft wird die U13 betreuen, der frühere EHC-Torhüter Alexander Rodens kümmert sich um die U17 und Patrik Morys nimmt sich der Laufschule an. Hier werden wir weiter wachsen. Wir wollen zudem regelmäßig dafür sorgen, dass weitere Spieler aus der 1. Mannschaft mit dem Nachwuchs auf dem Eis stehen. Meine Aufgabe wird darin bestehen, zum einen den Jugendbereich komplett zu koordinieren, ich werde aber auch selbst als Trainer aktiv sein und die Jungs auf dem Eis unterstützen. Jedoch betreue ich in der kommenden Saison parallel noch die Troisdorfer U20. Ich hatte dem Verein schon frühzeitig eine Zusage gegeben und bin jemand, der zu seinem Wort steht. Daher bin ich auch Troisdorf und Neuwied dankbar, dass ich von beiden Seiten grünes Licht dafür bekommen habe.



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