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Nachricht vom 15.07.2018    

HVV Windhagen sichert Schacht der Silbergrube

Dass in der Gemeinde Windhagen einmal Silber abgebaut wurde, ist vielen Bürgern der Gemeinde kaum bekannt, jedoch finden sich an manchen Stellen noch die Spuren des Silberabbaus. Etwa um 1790 wurde von einer auswärtigen Firma, deren Name und Sitz nicht mehr bekannt sind, in Windhagen mit Grabungen nach Silber begonnen. Schon bald wurde man fündig und je tiefer man in das Erdreich eindrang, desto ergiebiger wurden die Funde. Aufgrund des enormen Arbeits- und Materialaufwandes war der Erfolg wirtschaftlich gesehen jedoch gering.

V.l.n.r. Dieter Meyer 2. Vorsitzender, Hans-Georg Dulisch, Kassierer, Dr. Thomas Stumpf Vorsitzender. Fotos: privat

Windhagen. In der Nähe des Ortsteils Birken, auf einer bewaldeten Anhöhe jenseits der Autobahn A3 befindet sich ein Schacht, der senkrecht abfallend, in den Fels getrieben worden war. Von Süden her, aus Richtung Günterscheid, grub man einen weiteren Stollen, dem von Birken entgegenkommend. Zur Stollensicherung kleidete man die Schächte mit Baumstämmen aus. Etwa 1840 war man mit einem Stollen wenige Meter genau unter der Schachtsohle angekommen. Jedoch war der obere Schacht (von Birken kommend) zu dieser Zeit mit Regenwasser gefüllt. Infolgedessen stürzte der Schachtboden ein und es wurde damals von einem großen Unglück gesprochen. Es ist nicht bekannt, ob Menschen zu Schaden kamen, jedoch wurden die Grabungen nach dem begehrten Edelmetall aufgegeben.

Die Grabungsfirma wollte sich jedoch die Rechte am Silberabbau langfristig sichern, so dass man das Verfahren der Modung beantragte. Hierzu müssen innerhalb von längstens 30 Jahren mindestens zwei Personen im oder am Schacht arbeiten. Dies geschah zuletzt im Jahre 1913. Seither fanden keine Aktivitäten mehr statt. Heute noch kann man außer dem Schachteingang auch die Reste einer aus Ziegelsteinen gemauerten Sprengstoffkammer sehen. Da die Silbergrube aufgrund ihrer Ergiebigkeit selbst nicht sehr erfolgreich betrieben werden konnte, geriet sie bald in Vergessenheit.



Der Heimat- & Verschönerungsverein Windhagen hat bereits im Jahre 2017 mit Unterstützung der Bürgerstiftung Windhagen ein Hinweisschild zur Silbergrube aufgestellt. In diesem Jahr machten sich die Aktiven des Vereins daran, den Stolleneingang zu sichern. Hierzu wurde der Grubenzugang durch eine Umzäunung abgesichert, um Stürze in den Schacht zu verhindern. Die Silbergrube wird eine der Stationen sein, die den zukünftigen Wanderweg der Windhagener Geschichte und Geschichten ausmachen wird. Weitere Stationen dieses Weges sind in Vorbereitung. (PM)


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