Werbung

Nachricht vom 20.06.2018    

Wolfsmanagementplan für den Westerwald vorgestellt

Im Kreis Neuwied haben sich auf Einladung von Kreisverwaltung, des Landesverbands der Schaf-/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e.V., des Bauern- und Winzerverband Neuwied und der Kreisgruppe Neuwied des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz zahlreiche Bürger über den Umgang mit Wölfen informiert. Der Kreis und das Landesumweltministerium stellten den sogenannten Wolfs-Managementplan vor.

Landrat Hallerbach konnte rund 300 Besucher in St. Katharinen begrüßen. Fotos: Kreisverwaltung

St. Katharinen. Landrat Achim Hallerbach freute sich „über dir sehr große Resonanz“ auf unsere Informationsveranstaltung „Der Wolf im Westerwald“. Das volle Bürgerhaus in St. Katharinen mit rund 300 interessierten Bürgern, vorwiegend aus den Interessengruppen der Landwirte, Schaf- und Ziegenhalter, Jägerschaft und Naturschutzverbänden zeigte mir wie wichtig es war, das Thema einmal ganz sachlich in die Öffentlichkeit zu transportieren. Die ist uns dank der sehr guten Referenten an diesem Abend gelungen.“

Der Journalist Marcelo Peerenboom moderierte souverän und sorgte dafür, dass der im Anschluss an die Fachvorträge folgende Austausch von Standpunkten stets sachlich blieb. Barbara Friemel aus dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium stellt den landesweiten rund 40-seitigen Wolfsmanagement-Plan vor.

Die Besucher wurden sehr sachlich mit allen Informationen über den derzeitigen Stand der Landespläne informiert. So wurden auch Hinweise über Meldewege oder Entschädigungsleistungen durch das Land gegeben. Wer sich zum Beispiel für Hilfestellung und Entschädigungsleistungen durch das Land Rheinland-Pfalz interessiert, findet dies bei der Stiftung Natur und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz unter www.snu.rlp.de. Dort gibt es neben Broschüren und Flyern zum Download auch die entsprechenden Antragsformulare. Schäden, die nachweislich durch einen Wolf erfolgt sind, sollen ausgeglichen werden.



Der renommierte bayerische Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky sprach klare Worte. Der Wolf ist da, er kommt und wird sich etablieren. 12.000 bis 15.000 Wölfe leben in Europa in der Kulturlandschaft, geschätzte rund 500 Wölfe in Deutschland. Ein umfassender Herdenschutz ist seine Forderung. Dabei betrachtet auch er die Entnahme von Problemwölfen für notwendig.

Einige Teilnehmer kritisierten, dass der Wolfsmanagementplan noch Lücken habe. Der Landrat des Kreises Neuwied, Achim Hallerbach, sagte, dass es beim Plan noch Anpassungsbedarf gebe. So müsse zum Beispiel darüber gesprochen werden, dass nicht nur der Materialaufwand sondern auch die durch die Schutzmaßnahmen entstehende Arbeitszeit vergütet werden müsse. Ebenso sprach er sich gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft für eine Ausdehnung der Förderung auf die - bisher noch nicht berücksichtigte - Rinderhaltung aus.

Das Land hatte kürzlich den Westerwald mit den Landkreisen Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz als Präventionsgebiete ausgewiesen, weil dort Wölfe mehrere Tiere gerissen hatten. Mit der Ausweisung zum Präventionsgebiet können Schaf- und Ziegenhalter wolfssichere Zäune kaufen. Das Land übernimmt bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten.


Lokales: Linz & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Barrierefreier Ausbau: Bahnhof Engers wird umfassend saniert

Der Bahnhof Engers erhält endlich die lang ersehnte Modernisierung. Die Deutsche Bahn hat bestätigt, ...

Strategische Partnerschaft: UKB und Kamillus-Klinik Asbach intensivieren Zusammenarbeit

Hochrangige Vertreter des Universitätsklinikums Bonn trafen sich mit Verantwortlichen der Kamillus-Klinik ...

Rückblick und Beförderungen bei der Feuerwehr Hümmerich

Auf der jährlichen Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hümmerich sowie des Fördervereins ...

Forum "Aktive Ältere" startet mit neuem Programm ins Semester

In Neuwied wurde das neue Semester des Forums "Aktive Ältere" an der Volkshochschule eröffnet. Bürgermeister ...

Bauarbeiten an Bahnbrücke Mittelweg: Karnevalsumzug nicht betroffen

Die Deutsche Bahn plant umfangreiche Bauarbeiten an der Bahnbrücke Mittelweg in Block. Trotz notwendiger ...

Fertigstellung der Stützmauer an der Kreisstraße 11 sichert Verkehr zwischen Linz und Ockenfels

Nach fast einem Jahrzehnt Bauarbeiten ist die Sanierung der K11 zwischen Linz und Ockenfels abgeschlossen. ...

Weitere Artikel


Westerwälder Steuerfachangestellte schlossen Ausbildung mit Bestnoten ab

Die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz gratuliert 264 neuen Steuerfachangestellten zum Ausbildungsabschluss. ...

Laufend probieren: Biermarathon startet erstmals in Hachenburg

Premiere in Hachenburg: Erstmals gibt es dort einen Biermarathon. Oder konkreter: einen Halbmarathon ...

Bernd Lorenz mit großer Feier in Ruhestand verabschiedet

Der Leiter der Ludwig-Erhard-Schule (LES) Neuwied, Bernd Lorenz, wurde mit einer großen Feier in den ...

Weg im Waschbachtal nach großem Hangrutsch gesperrt

Im oberen Waschbachtal ist nach einem größeren Erdrutsch der Fußweg von Feldkirchen nach Hüllenberg gesperrt. ...

Park-and-ride-Platz am Bahnhof Neuwied wird vergrößert

Das Thema stand schon länger im Raum, nun konnten die Arbeiten starten: Die Stadt erweitert den Park-and-ride-Parkplatz ...

Kreiswasserwerk - Pumpwerk Melsbach wird generalsaniert

„Die Kooperation des Landkreises Neuwied mit den Stadtwerken Neuwied stellt ein exzellentes Beispiel ...

Werbung