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Nachricht vom 03.06.2018    

Feuerwehr Kirchspiel Anhausen besucht Flughafen Köln-Bonn

Am Samstag, den 2. Juni besuchten 18 Kameraden der Feuerwehr Kirchspiel Anhausen die Werkfeuerwehr am Flughafen Köln Bonn. Im Rahmen einer Führung bekamen die Feuerwehrangehörigen aus Anhausen umfangreiche Einblicke in die Tätigkeiten einer Flughafenfeuerwehr.

Fotos: Feuerwehr Kirchspiel Anhausen

Anhausen/Köln. Mit jährlich 12 Millionen Passagieren und rund 800.000 Tonnen Luftfracht zählt der Flughafen zu den größten in Deutschland. Dementsprechend groß ist das Aufgabenfeld der Flughafenfeuerwehr. Sie übernimmt den gesamten Brandschutz, stellt den Rettungsdienst und ist für die Flugzeugbrandbekämpfung zuständig.

Im Ernstfall müssen die Einsatzkräfte innerhalb von 180 Sekunden jeden Punkt auf dem Flughafengelände erreichen. Zudem muss das erste Fahrzeug nach einem Alarm innerhalb von 20 Sekunden die Wache verlassen haben. Um diese Vorgaben rund um die Uhr erfüllen zu können sind rund 100 Feuerwehrleute, eingeteilt in ein Schichtsystem, in ständiger Bereitschaft. Zu den 26 Fahrzeugen zählen unteranderem vier Flughafenlöschfahrzeuge (FLF), zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF20), zwei Wechsellader eine Rettungstreppe und weitere Spezialfahrzeuge.

Die vier FLFs, sogenannte Panther, haben jeweils eine Motorisierung von 1.000 PS. Diese Leistung ist erforderlich um die 40 Tonnen Gesamtgewicht auf eine Geschwindigkeit von 138 Kilometern pro Stunde zu bringen. Mit zwei Wasserwerfern können pro Minute bis zu 6.000 Liter Wasser, Schaum oder Pulver über eine Distanz von 100 Metern ausgebracht werden. Ein weiteres Fahrzeug, welches man nur am Flughaben zu sehen bekommt ist die sogenannte Rettungstreppe. Mit ihr kann ein Flugzeug evakuiert oder Menschen gerettet werden.



Aufgrund des hohen Frachtaufkommens muss die Feuerwehr auch auf chemische, biologische und atomare Gefahren vorbereitet sein. Dazu wird Gefahrgut- und Umweltschutzausrüstung vorgehalten. Auch gefährliche Tiere, wie Spinnen, Schlangen oder Skorpione werden per Flugzeug transportiert. Kann sich ein Tier aus einem Transportbehälter befreien, ist es Aufgabe der Feuerwehr dieses Tier wieder einzufangen.

Die Kameraden aus Anhausen waren vom Umfang der Arbeit beeindruckt und konnten während der zwei Stunden viele Fragen stellen. Ein Dank geht an die Flughafenfeuerwehr Köln Bonn.


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