Werbung

Nachricht vom 16.05.2018    

NABU Rhein-Westerwald: Rückkehr des Wolfes unterstützen

Nachdem das rheinland-pfälzische Umweltministerium gestern (15. Mai) die Sichtung eines Wolfes am ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf im Kreis Altenkirchen bestätigt hat, meldet sich der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald mit einer Stellungnahme zu Wort. „Die durch internationale und nationale Gesetze streng geschützte Art ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität und erfüllt unter anderem als ‚Gesundheitspolizei des Waldes‘ wertvolle ökologische Funktionen. Insofern gilt es, die eigen-ständige Rückkehr des Wolfes zu unterstützen“, sagt Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Holler/Daaden. Der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald freut sich über den jetzt bekannt gewordenen Wolfsnachweis auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Daaden am Stegskopf sowie über die Nachweise im Kreis Neuwied. Dazu nimmt der Verband per Pressemitteilung Stellung. „Mit dem Wolf kommt eine heimische Tierart eigenständig in ihr natürliches Verbreitungsgebiet zurück, die in Deutschland durch den Menschen ausgerottet worden war. Die durch internationale und nationale Gesetze streng geschützte Art ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität und erfüllt unter anderem als ‚Gesundheitspolizei des Waldes‘ wertvolle ökologische Funktionen. Insofern gilt es, die eigenständige Rückkehr des Wolfes zu unterstützen“, so Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

NABU: Panikmache und Halbwahrheiten helfen nicht weiter
„Der Wolfsnachweis auf dem Stegskopf zeigt noch einmal die Bedeutung dieses ehemaligen Truppenübungsplatzes für die heimische Biodiversität sowie die Notwendigkeit der konsequenten Umsetzung des im Bundesnaturschutzgesetz verankerten Biotopverbunds zur Vernetzung von Teillebensräumen für den Wolf und auch viele weitere Arten auf. Panikmache und die Verbreitung unwissenschaftlicher Halbwahrheiten und Märchen über den Wolf wie zuletzt im Kreis Neuwied über die Presse geschehen, sind unangebracht und helfen nicht weiter“, so der NABU.



Menschen gehören nicht zum Beutespektrum des Wolfes
Seit dem Jahr 2000 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Seitdem begleitet der NABU auf Bundes- und Länderebene die Rückkehr des Wolfes in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet. Das Land Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit Verbänden wie dem NABU, dem Landesjagdverband und Vertretern der Nutztierhalter im Jahr 2015 den „Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet, der als Grundlage für das Miteinander von Mensch und Wolf in Rheinland-Pfalz dient. Auch für den NABU hat die Sicherheit des Menschen oberste Priorität. Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland hat es keine Situation gegeben, bei der sich freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen verhalten haben. Menschen gehören nicht zum Beutespektrum des Wolfes. Dass ein Zusammenleben mit dem Wolf funktioniert, zeigen unsere Nachbarländer. In Deutschland hat man den Umgang mit diesem ehemals ausgestorbenen Tier schlicht verlernt. Nun gilt es, wieder einen angemessenen Umgang mit den Wölfen in unserem Land zu finden. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Unfall mit Fahrerflucht in Urbar: Zwei Verletzte bei Kollision

Am Montagabend (12. Oktober 2026) kam es in Urbar zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein E-Scooter mit ...

Betonblöcke verursachen Verkehrsunfall auf der B 9 bei Andernach

Am 12. Oktober 2026 kam es auf der Bundesstraße 9 bei Andernach zu einem Verkehrsunfall, der durch herabgefallene ...

Polizei stoppt Raser auf der B8 bei Buchholz

Am Sonntagabend (11. Oktober 2026) führte die Polizeiinspektion Straßenhaus eine Geschwindigkeitskontrolle ...

Blutspende im Herbst: Rotes Kreuz startet Neuspender-Kampagne

Das Deutsche Rote Kreuz ruft im Herbst zur Blutspende auf und richtet sich dabei besonders an Erstspender. ...

Diebstahl einer Schubkarre in Erpel - Polizei sucht Zeugen

In Erpel wurde am Freitagmittag eine Schubkarre aus einem Vorgarten gestohlen. Ein gelber Bus, in den ...

Versuchter Aufbruch eines Snackautomaten in Rheinbrohl

In Rheinbrohl kam es zu einem ungewöhnlichen Vorfall. Unbekannte Täter versuchten, einen Snackautomaten ...

Weitere Artikel


Praxiseinblicke mit starken Bündnispartnern in Neuwied

Partner des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz zeigten in Neuwied Wege zu mehr ...

Panne an der Staustufe Altwied führte zu großem Feuerwehreinsatz

Am Dienstagmittag, den 15. Mai kam es an der Staustufe in Altwied zu einer folgenschweren Panne. Bei ...

Romantische Lieder berührten Besucher

Das homogene Miteinander von Sänger Björn Adam und Pianist András Orbán berührten die Besucher tief: ...

Muscheid erhielt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Nachdem der Ortsteil Daufenbach vor drei Jahren bereits erfolgreich bei „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen ...

Wolfsnachweis am ehemaligen Truppenübungsplatz Daaden

Am Sonntagmorgen, den 13. Mai, hat der Revierleiter des Bundesforstbetriebes Rhein-Mosel am ehemaligen ...

Erlebnisschule Wald und Wild besuchte Kita Rommersdorf

Einen lehrreichen Nachmittag erlebten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Rommersdorf gemeinsam ...

Werbung