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Nachricht vom 18.04.2018    

Hubig: Mitten im Leben – trotz Seh- und Hörbehinderung

Schulbesuche stehen auf der Tagesordnung von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Und doch war dieser Schulbesuchstag am Montag, den 16. April etwas ganz besonderes. Die Ministerin konnte Einblicke in den Unterrichtsalltag der beiden Landesschulen für Blinde und Sehbehinderte und für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied gewinnen.

Foto: privat

Neuwied. „Ich bin sehr beeindruckt von dem großen Engagement der Schulleitungen, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der beiden Schulteams. Der Unterricht ist auf die individuellen Lernbedürfnisse abgestimmt, die Kinder und Jugendlichen werden darüber hinaus ganz praktisch in ihrem Alltag unterstützt. Dafür danke ich Ihnen allen sehr herzlich", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig.

An der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte wurde die Ministerin von einem fröhlichen Chor begrüßt. Die Schülern der Klassen drei und vier zeigten Stefanie Hubig, wie sie trotz fehlender Sehkraft lesen und schreiben können. Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin von der Vielfalt der verschiedenen digitalen Hilfsmittel, die die Kinder und Jugendlichen dabei benutzen. Ein Oberstufenschüler der IGS Wörrstadt erklärte der Ministerin ganz genau, wie er sich mit Hilfe eines Tablets und einer Kamera selbst im Unterricht organisiert. „Meine Lehrerinnen und Lehrer vergessen dabei manchmal, dass ich weniger sehe als andere", so der Zwölftklässler.

Die Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige hieß Stefanie Hubig mit einem Lied, das gesungen und in Gebärdensprache vorgetragen wurde, willkommen. Danach stand Unterricht in der siebten und der ersten Klasse auf dem Programm. Dort konnte die Ministerin verfolgen, wie ein Unterrichtsgespräch mit Gebärdensprache, digitalen Hilfsmitteln und besonderen Mikrofonen funktioniert. Den Abschluss bildete eine Gesprächsrunde mit Schülern, die mit Unterstützung der Landesschule erfolgreich ihren Schulalltag an einer Regelschule meistern. Dabei konnte die Ministerin zwei Schülern gratulieren, die gerade ihr Abitur am Gymnasium Bendorf erfolgreich abgelegt haben. In die Gratulation schloss sie die Schülerin ein, die am Gymnasium Ramstein-Miesenbach mit Unterstützung eines Blindenpädagogen ebenfalls im Frühjahr das Abitur absolviert hat.



Beide Schulen zeichnen sich durch ihre hohe Kompetenz in ihren Fachgebieten aus. Sie arbeiten deshalb auch als überregionale Förder- und Beratungszentren, das heißt, dass sie andere Schulen beim Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen unterstützen, Lehrkräften für Fragen zur Verfügung stehen und sie beraten.

Die Ministerin dankte beiden Schulen für ihre beeindruckende Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. „Hier zeigt sich, wie Inklusion erfolgreich gelebt wird", so die Ministerin abschließend.



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