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Nachricht vom 14.04.2018    

Bezirks-FDP diskutierte über Pflanzenschutzmittel

Die FDP im Bezirksverband Koblenz hatte zu einer Veranstaltung nach Hümmerich in die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach eingeladen. Das Thema: „Verantwortungsvoller Umgang mit Pflanzenschutzmitteln". Dazu kamen Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort. Ein Tenor: Es braucht mehr Information.

Diskutierten den erantwortungsvollen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln: (von links) Marco Weber, MdL, Peter Weisser, DLR Westerwald-Osteifel, Sandra Weeser, MdB, und Ulrich Schreiber, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Neuwied. (Foto: FDP)

Hümmerich. In Hümmerich fand eine Podiumsdiskussion unter Leitung von Sandra Weeser, MdB, der Bezirksvorsitzenden der FDP Koblenz zum Thema Pflanzenschutzmittel statt. Die Fachreferenten Marco Weber, MdL, Peter Weisser vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Westerwald-Osteifel (DLR) und Ulrich Schreiber, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Neuwied, führten das Publikum in das medial kontrovers diskutierte Thema der Pflanzenschutzmittel ein.

Hierbei zeigte sich, dass gewisse Aspekte besonders in den Medien oft zu kurz kommen, beispielsweise der verbesserte Hochwasserschutz durch das pfluglose Bearbeiten von Feldern, das kaum ohne Pflanzenschutzmittel auskommen würde. „Ein umgepflügtes Feld ist kein natürlicher Zustand“, so Weisser. Immer stärker zeigte sich die Komplexität des Themas, was auch Marco Weber dem Publikum bestätigte: „Wir Landwirte müssen die Bevölkerung besser aufklären, aber die Bevölkerung muss unsere Aufklärungsangebote auch annehmen, denn die Landwirtschaft ist sehr komplex geworden.“ Im Zusammenhang mit der Komplexität wurde auch die Aus- und Weiterbildung der Landwirte besprochen. Hier äußerte Ulrich Schreiber einen konkreten Wunsch an die Politik: „Gute Praxis bedingt gute Ausbildung, daher sollte die Politik nicht nur Maßregeln, sondern auch für Beratungs- und Weiterbildungsangebote wie zum Beispiel durch das DLR sorgen."



Die Verbraucher im Publikum erlangten durch diese lebhafte Diskussion, die deutlich über den gesetzten Rahmen ging, vielfältige neue Einblicke in die Landwirtschaft. „Ich bin selbst kein Fachmann für Landwirtschaft und habe durch diese Veranstaltung ganz andere Einblicke erhalten. Pflanzenschutz lässt sich nicht auf 140 Zeichen reduzieren", fasste Sandra Weeser zusammen. Zum Schluss waren sich Podiumsleitung, Fachreferenten und Publikum einig, dass solche Veranstaltungen im kompletten Land notwendig sind, um die moderne Landwirtschaft besser zu verstehen und somit auch den eigentlichen Wert von Lebensmitteln. (PM)


Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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