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Nachricht vom 29.03.2018 - 21:06 Uhr    

Raiffeisens Ideen - Ausstellung in VR-Bank Neuwied

Passend zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde in der VR-Bank Neuwied-Linz eine Ausstellung rund um das Leben des Gründers der Bank eröffnet. Die VR-Bank ist stolz darauf, dass Raiffeisen den Grundstein für die Bank gelegt hat. Sie ist die älteste noch selbständige von Raiffeisen gegründete Bank der Welt.

Vorstandssprecher Andreas Harner begrüßt die geladenen Gäste. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Die VR-Bank hatte zur Ausstellungseröffnung in ihre Räume in der Langendorfer Straße geladen. Vorstandssprecher Andreas Harner ließ die Gäste bei der Begrüßung wissen, dass das Catering von der Schülergenossenschaft der IGS Neuwied kredenzt wird. Er freute sich, dass die Schüler dies trotz der Ferien auf die Beine gestellt haben. „Zwei weitere Schülergenossenschaften stehen in den Startlöchern und werden in Kürze gegründet“, sagte Harner.

„Nach meiner festen Überzeugung gibt es nur ein Mittel, die sozialen und besonders auch die wirtschaftlichen Zustände zu verbessern, nämlich die christlichen Prinzipien in freien Genossenschaften zur Geltung zu bringen“, sagte einst Raiffeisen. „Dieser Satz ist noch heute gültig. Der Wunsch nach Regionalität hat eine Renaissance erfahren und Raiffeisens Thesen haben eine Zukunft“, erklärte Harner.

Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender der deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft war ebenso wie sein Stellvertreter Josef Zolk nach Neuwied gekommen. Böhnke ging auf die Ausstellung ein, die ein anschauliches Bild über das Wirken von Raiffeisen zeigt. Er ging auch auf das zweite bedeutende Geburtstagskind in diesem Jahr ein, Karl Marx, der am 5. Mai 200 Jahre alt wird und meinte: „Raiffeisen hat „Das Kapital“ nicht geschrieben, aber er nahm es in die Pflicht.“

Bei seinem Grußwort zeigte sich Landrat Achim Hallerbach überrascht, obwohl er gerade dieser Tag neuer Präsident des Musikverbandes wurde, kannte er das Raiffeisenlied nicht, das der MGV Germania vortrug. Das Lied wurde vom verstorbenen Chorleiter Georg Wolf komponiert und getextet. Es wurde quasi in Neuwied uraufgeführt, insofern war es der Öffentlichkeit bislang unbekannt. Hallerbach an die Chormitglieder gerichtet: „Bringen Sie dieses Lied und die Idee ins Land. Nehmen Sie es in ihr Repertoire auf.“

Hallerbach lobte die VR-Bank für bodenständiges Handeln und dass sie bislang bei den Finanzskandalen für keinerlei Schlagzeilen gesorgt hat. „Wir wissen was Regionalität bedeutet und dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Das Gleiche gilt auch für unsere Sparkasse“, konstatierte Hallerbach.

An dem Abend waren es die gemeinnützigen Einrichtungen, die einen ganz besonderen Grund zur Freude hatten. Die VR-Bank verteilte anlässlich des Geburtstages von Raiffeisen drei Spendenschecks über jeweils 20.000 Euro. Sie gingen an die AWO, die Caritas und das „Essen auf Rädern“ des Seniorenheims Linz. Wie hatte schon Raiffeisen gesagt: „Das Geld des Dorfes dem Dorfe.“

Die Raiffeisen-Ausstellung ist noch bis zum 30. April in den Geschäftsräumen der VR-Bank Neuwied-Linz, Langendorfer Straße 147 in Neuwied zu sehen. (woti)

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