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Nachricht vom 22.02.2018    

Schneeeulen – Kein Problem mit Kälte

Es gibt Tiere, denen Kälte und Schnee nicht so viel ausmachen, im Gegenteil. Einige Tierarten, wie zum Beispiel die Schneeeule, sind für diese Jahreszeit speziell angepasst. Im Zoo Neuwied lebt ein Pärchen dieser Eulenart. Schneeeulen haben ein großes Verbreitungsgebiet, welches sich von Alaska, Kanada, Grönland, Norwegen und Schweden bis nach Russland erstreckt.

Fotos: Zoo

Neuwied. In ihrem Verbreitungsgebiet sind Schneeeulen sogenannte „Überlebenswanderer“. Das heißt, dass sie sich dem jeweiligen Nahrungsangebot anpassen und in sehr kalten, schneereichen Wintern nach Süden wandern, um dort weiterhin genügend kleinere Wirbeltiere, bevorzugt Lemminge, als Nahrung zu finden. Schneeeulen sind im Vergleich zu anderen Eulen, nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber aktiv. Bei der Jagd kommt ihr guter Hörsinn zum Einsatz, um die Beute unter dem Schnee zu entdecken.

Dafür kreisen sie meist nah über dem Boden, bevor sie sich auf das Beutetier stürzen. Anders als bei den meisten Eulen unterscheiden sich bei den Schneeeulen die Geschlechter deutlich: während das Männchen rein weiß gefärbt ist, zeigt das Gefieder des Weibchens schwarze Bänder. Beide haben zum Schutz vor der Kälte an ihren Beinen und Füßen viele kleine, weiche, dicht anliegende Federn. Sie halten die Füße der großen Eulen nicht nur warm, sondern verhindern durch die vergrößerte Fläche an den Füßen auch das Einsinken im Schnee, ähnlich wie bei Schneeschuhen. So kann die Schneeeule auch Temperaturen bis -50 Grad Celsius problemlos überleben.



Das Pärchen im größten Zoo von Rheinland-Pfalz ist also gut gerüstet für die winterlichen Temperaturen. Jetzt im Winter beginnt die Balz. Das Männchen lockt das Weibchen mit Rufen und überbringt seinem Weibchen Balzgeschenke in Form von Beutetieren. Das Weibchen scharrt dann eine Erdmulde als Nest aus und legt je nach Nahrungsangebot drei bis elf Eier. Während das Weibchen sechs bis sieben Wochen brütet, wird es vom Partner mit Nahrung versorgt. Da das Pärchen im Zoo Neuwied erst seit dem letzten Frühjahr zusammen lebt, wird es spannend, wie die beiden sich zur Balz verhalten.


Lokales: Neuwied & Umgebung
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