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Nachricht vom 10.01.2018    

NABU: Wieder mehr Wintervögel in den Gärten

Die Zwischenbilanz der achten bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ zeigt: Der vergangene Winter mit den sehr geringen Vogelzahlen war offenbar eine Ausnahme. Rheinland-Pfalz zeigt sich als beliebtes Winterquartier für Die Vogelwelt. Noch bis 15. Januar können Zählergebnisse gemeldet werden.

Die Amsel ist häufiger Gast in den Gärten. Foto: Helga Wienand-Schmidt

Region. „Von den meisten Arten wurden bei der Stunde der Wintervögel in diesem Jahr wieder ähnlich hohe Zahlen gemeldet wie im langjährigen Durchschnitt“, sagt Kerstin Schnücker vom NABU Rheinland-Pfalz. „Die besonders geringen Vogelzahlen vom Vorjahr waren also ein Ausreißer und haben sich zum Glück nicht wiederholt.“

Während die Zahl der gemeldeten Wintervögel pro Garten deutschlandweit im langjährigen Trend leicht rückläufig ist, zeigt sich Rheinland-Pfalz dieses Jahr als besonders beliebtes Winterquartier. „Nach den bisherigen Zwischenergebnissen wurden in diesem Jahr gut 44 Vögel pro Garten gesichtet. Der langjährige Durchschnitt liegt in Rheinland-Pfalz bei 41. Im vergangenen Jahr waren es nur 34 Vögel“, so Schnücker.

An den bisher erfassten Meldungen zeigen sich Auswirkungen des milden Winters auf das Zugverhalten einiger Teilzieher. „Die Zahl der Stare, die in schon im letzten Jahr vermehrt in Rheinland-Pfalz überwinterten ist in diesem Jahr doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt. Auch eigentliche Zugvögel wie Bachstelzen und Hausrotschwänze wurden häufiger gemeldet als sonst“, so Schnücker. „Durch die milden Winter der vergangenen Jahre können diese Arten vermehrt erfolgreich bei uns überwintern. Gleichzeitig ließen sich Meisen, Finken und Eichelhäher diesmal nicht davon abhalten, aus dem Norden und Osten zu uns zu ziehen. Mildes Wetter reicht allein nicht aus, um eine geringe Zahl an Wintervögeln in den Gärten vorherzusagen. Auch Faktoren wie das Wetter in anderen Teilen Europas und das Angebot an Baumsamen im Wald spielen eine Rolle.“ So zog es auch Kernbeißer und Kleiber, die im letzten Jahr in den Wäldern mehr Fressen fanden, dieses Jahr wieder vermehrt in die Gärten.



Der Haussperling ist mit im Schnitt 6,8 Exemplaren pro Garten wieder der am häufigsten gemeldete Vogel. Die Kohlmeise (6,4) hat den Abstand zur Spitze wieder verkleinert. In diesem Jahr hat sie den Titel der am weitesten verbreiteten Art ergattert. In 97 Prozent aller Gärten und Parks wurde sie gesichtet und verdrängt damit die Amsel als bisherigen Spitzenreiter.

Bei den Teilnehmerzahlen der Stunde der Wintervögel geht es offenbar weiter nach oben. Mit bis zum Dienstag, 9. Januar, über 5.000 Teilnehmern, die ihre Sichtungen aus über 3.500 Gärten und Parks dem NABU in Rheinland-Pfalz gemeldet haben, deutet sich erneut ein Rekord an. Noch bis zum 15. Januar können Zählergebnisse nachgemeldet werden, auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus.

Außerdem findet noch bis zum 12. Januar die „Schulstunde der Wintervögel“ statt. Die Endauswertung der Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ ist für Ende Januar geplant. Beobachtungen können noch bis 15. Januar online (www.stundederwintervoegel.de oder per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) gemeldet werden. (PM)


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