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Nachricht vom 17.12.2017    

Weihnachtliche Johanniswein-Segnung der Prämonstratenser

Ein besonderes weihnachtliches Erlebnis bieten die Prämonstratenser-Tertiaren am „dritten Weihnachtstag“, dem Festtag des Evangelisten Johannes, in der ehemaligen Prämonstratenserabtei Rommersdorf im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis mit Unterstützung der Abtei-Rommersdorf-Stiftung an: Ab 17 Uhr werden sie in der ehemaligen Abteikirche eine Johanniswein-Segnung durchführen.

Das Wappen des Rommersdorfer Konventes zeigt den Johanneskelch - die Legende um ihn ist Ursprung des Brauches des Johanniswein-Segnens. Foto: Abtei-Rommersdorf-Stiftung

Neuwied. Anlass ist die besondere Beziehung der früheren Abtei zur Gestalt des Evangelisten Johannes, dem die Kirche neben der Gottesmutter Maria geweiht war: Der Konvent führte deshalb den sogenannten „Johanneskelch“ als Wappen. Nun greifen die Prämonstratenser-Tertiaren erstmals die Tradition des Johanniswein-Segnens auf: Sie basiert auf der Legende, der Evangelist habe einen Becher vergifteten Weines gesegnet, worauf er seine tödliche Wirkung verloren habe.

„Den Johanniswein haben die Menschen früher im Volksglauben als heilend bei Krankheiten oder wirksam gegen schlechte Einflüsse angesehen. Aber natürlich wird der Wein kein Zaubertrank. Leitmotiv der Segnung ist der Dank für Gottes reiche Schöpfung. Außerdem ist ja Wein für Christen ein wichtiges Zeichen. Wein weckt außerdem Freude und fördert die Gemeinschaft“, erklären die Prämonstratenser. Sie selbst möchten den Menschen mit dem Angebot „eine etwas andere Weihnachtsfreude machen und in einer Zeit, in der viele Inhalte der Weihnacht oft eingefahren und abgedroschen erscheinen, einen anderen Blickwinkel ermöglichen“.



Besichtigt werden kann außerdem die besondere Weihnachtskrippe im Seitenschiff der Kirche. Ferner brennt hier das Original-Friedenslicht aus Bethlehem. Wer es mit nach Hause nehmen möchte, sollte eine Kerzenlaterne mitbringen.

Eingeladen zur Teilnahme sind alle Interessierten. „Wer seinen eigenen Wein – in Mengen für den persönlichen Gebrauch – segnen lassen möchte, kann ihn gerne dazu mitbringen“, bieten die Ordensmitglieder an. Und wer ein passendes Trinkgefäß mitbringe, sei eingeladen, auch direkt vor Ort vom Orden gestellten Wein gemeinsam im Gespräch zu genießen – „solange der kleine Vorrat reicht“.


Lokales: Neuwied & Umgebung
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