Werbung

Nachricht vom 19.11.2017    

Volkstrauertag ist Mahnung zum Frieden

Der Volkstrauertag wird traditionell in ganz Deutschland mit Kranzniederlegungen und Feierstunden zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt begangen. Stellvertretend für die kreisweiten Feiern in allen Städten und sehr vielen Orten berichteten die Kuriere in diesem Jahr aus Neuwied. In der Ansprache betonte Oberbürgermeister Einig die Bedeutung des Tages als wichtige Mahnung zum Frieden.

Im ganzen Land wurden heute, wie hier in Neuwied, Kränze zum Gedenken an die Toten niedergelegt. Fotos: Wolfgang Tischler

Region. Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen.

Jan Einig sprach am Ende seiner Rede das Totengedenkens wie es von dem Bundespräsident Theodor Heuss im Jahr 1952 eingeführt wurde: „Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.



Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

Neben Einig sprach Stefan Schneider vom Christlichen Friedensdienst Eirene, der sich seit Jahrzehnten für eine Kultur der Gewaltfreiheit, für soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einsetzt. Ferner wirkten die Wülfersberger Blaskapelle, der Gesangverein Oberbieber und der Löschzug Oberbieber der Freiwilligen Feuerwehr Neuwied mit. Auch in vielen anderen Orten waren die örtlichen Musikgruppen und Gesangvereine, sowie die Feuerwehren engagiert. Überall wurden auf den Friedhöfen oder an den Mahnmalen Kränze niedergelegt. (woti)


Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Gefährliche Energiespeicher: Lithiumbatterien im Hausmüll

Lithiumbatterien und -akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch ihre unsachgemäße Entsorgung ...

Arbeitsplatz tauschen, Perspektiven gewinnen: Unternehmen für "Schichtwechsel 2026" gesucht

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Heinrich-Haus am bundesweiten Aktionstag "Schichtwechsel". Die ...

Unkel stellt neue Weinmajestäten vor: Saskia Corvinus wird Weinkönigin 2026/2027

Die Kulturstadt Unkel hat ihre neuen Weinmajestäten für das Jahr 2026/2027 vorgestellt. Weinkönigin Saskia ...

Sommerlicher Aufruf zur Blutspende: Rotes Kreuz bietet exklusive Dankeschöns

In den Sommermonaten wird es oft knapp mit den Blutkonserven. Das Rote Kreuz ruft daher zu mehreren Blutspendeterminen ...

Brandschutzmaßnahmen am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied

Das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Neuwied wird umfassend saniert, um den Brandschutz zu verbessern. ...

Klarheit gefordert: Rheinland-Pfalz vor Herausforderungen bei Milliardeninvestitionen

Beim 13. Plattformgespräch in Koblenz fordern Landrätinnen, Landräte und Oberbürgermeister gemeinsam ...

Weitere Artikel


Jugendfeuerwehr traf sich zur Delegiertenversammlung

Zur diesjährigen Delegiertenversammlung des Kreisjugendfeuerwehrverbandes trafen sich die Vertreter der ...

Bergfest zur Öffnung der L 306 zwischen Sayn und Stromberg

Mit einem kleinen Bergfest wurde am Samstag, 18. November, die Öffnung der L 306 zwischen Sayn und Stromberg ...

Vorleseaktion der Alice-Salomon-Schule Linz

Am 17. November empfing die Sozialassistenzklasse HBFS 16c der Alice-Salomon-Schule Linz im Rahmen des ...

Stressabbau und Erholung in unmittelbarer Umgebung

Stress, Hektik und steigende Anforderungen im Beruf und im Alltag sorgen dafür, dass die Zahlen der Burnout-Fälle ...

Über Angebote zur Kraftstoffvielfalt informiert

Die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders und Michael Wäschenbach haben sich in der Bellersheim Unternehmensgruppe ...

KG Horhausen ließ es bei Sessionseröffnungssitzung so richtig krachen

Auch ohne Prinzenpaar ließ es die KG Horhausen am Samstag, 18. November bei der großen Sessionseröffnungssitzung ...

Werbung