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Nachricht vom 20.09.2017    

Seniorenbeirat besuchte Evangelisches Altenzentrum

Der Seniorenbeirat der Stadt Neuwied hat seine Besichtigungstour der hiesigen Senioreneinrichtungen nach den Sommerferien fortgesetzt. Diesmal stattete er dem Evangelischen Altenzentrum der Herrnhuter Brüdergemeine in der Innenstadt einen Besuch ab. Der neue Träger, die Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH hat das Altenzentrum, das 75 vollstationäre Plätze bietet, zu Beginn des Jahres übernommen.

Jörg Olbrecht (rechts), Sozialdienst-Mitarbeiterin Renate Corzilius (links) und Vertreter des Heimbeirats führten die Mitglieder des Seniorenbeirats durch die Einrichtung. Foto: pr

Neuwied. Leiter Jörg Olbrecht informierte die Mitglieder des Seniorenbeirats über die Einrichtungs- und Belegungskonzeption. „Das Altenzentrum soll ein Haus der offenen Tür sein. So lautet unsere Philosophie“, erläuterte Olbrecht. Er verwies zudem auf die Personalsituation. Mit 76 Mitarbeitern ist der Stellenplan laut Olbrecht „voll ausgeschöpft“. Zusätzlich stehen viele Ehrenamtliche für unterschiedlichsten Dienst und Aktivitäten zur Verfügung. Das Altenzentrum der Brüdergemeine bietet jungen Menschen auch Praktikumsplätze an. Die werden gern angenommen, um Erfahrung in diesem interessanten und vielseitigen, aber auch schweren Berufsfeld zu gewinnen, so Olbrecht. Ziel des Angebots ist es, Kontakte zwischen Jung und Alt auszubauen, um ein generationsübergreifendes Miteinander zu realisieren.

Sozialdienst-Mitarbeiterin Renate Corzilius berichtete über das vielseitige Arbeitsfeld des Sozialdienstes, wobei der Schwerpunkt in der Einzelbetreuung liegt. Eine bunte Schautafel listet das umfassende und breitgestreute Freizeitangebot für die Bewohner übersichtlich auf. Groß sei das Interesse für Kultur- und Hausfeste sowie für Freizeitfahrten, sagte Corzilius. Sehr beliebt ist beispielsweise die monatliche Tagesfahrt nach Hühnerfeld bei Rhens zu „Rosis Wandersbude“. Für Besorgungsfahrten stehen zusätzlich ein Fahrer und ein Auto bereit. Auch halten einige Kirchengemeinden Angebote vor. Seitens der Bewohner besteht jedoch der Wunsch, diese Angebote auszubauen, zum Beispiel in Form einer monatlichen katholischen Heiligen Messe.



Der stark vertretene Heimbeirat beteiligte sich sehr engagiert am Informationsaustausch. Er hob besonders die „herzliche Wohlfühl-Atmosphäre des Hauses“ hervor. Auf der gemeinsamen Agenda des Heimbeirates und der Einrichtungsleitung stehen mittelfristig Themen wie Führerscheineintausch gegen kostenfreies Busfahren, seniorengerechte Gestaltung des Busfahrplanes und die Verbesserung der Bürgersteigqualität. Abschließend äußerten alle Beteiligten den Wunsch nach weiterer Kontaktpflege und intensiver Informationsvermittlung.


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