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Nachricht vom 03.09.2017    

Kein Nachfolger für Schützenkönig Bernd Munkel

Ist das jetzt ein Trend bei Schützenvereinen, dass es bei der Ermittlung des Schützenkönigs zu Schwierigkeiten kommt, oder wie soll man die Zeichen deuten, dass nach Rott und Neustadt nun auch beim ältesten Sportverein der Deichstadt, der alt ehrwürdigen Neuwieder Schützengesellschaft, die 2018 immerhin 185 Jahre alt wird, kein König ermittelt wurde.

Nach dem Schießen versammeln sich Teilnehmer und der weiter amtierende Schützenkönig Bernd Munkel auf dem Rasen der Schießstätte in Nodhausen. Foto: Hans Hartenfels

Neuwied. Anfänglich, als Vorsitzender Heinz Gräf, die Eröffnungsansprache hielt und Stephan Bläsner mit Böllerschüssen den Wettbewerb eröffnete, sah alles noch nach einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen aus, unterbrochen vom Kampf um die Königswürde. Bei den Pfändern, die sich Bernd Helbach mit dem Kopf, Manfred Höfer beim Schweif und Bastian Gärtner sowohl den linken, wie den rechten Flügel sicherten, war der Teilnehmerkreis noch groß um dann, je mehr es um den entscheidenden Schuss auf den Rumpf ging, sich derart zu dezimieren, dass zum Schluss kein Interessent mehr übrig blieb. Umso mehr muß man dem scheidenden König Bernd Munkel Anerkennung zollen, der sich spontan bereit erklärte, ein weiteres Königsjahr dran zu hängen, zumal er der einzige war, der noch auf den Rumpf anlegte. Spontaner Beifall belohnte ihn dafür und machte die Verantwortlichen sehr nachdenklich, wie sich das Königsschießen künftig gestaltet.

Gibt es eine Wende hin zum reinen Sportverein und will man die Tradition, von der gerade die Schützenvereine leben, gänzlich abschaffen. Darüber wird in einer Mitgliederversammlung zu diskutieren sein. Die versammelte Festgemeinde nahm es noch relativ gelassen und applaudierte dem Vorsitzenden Heinz Gräf, der beim Schießen um die Ehrenscheibe ehemaliger Könige den besten Schuss abgab vor Hans Hartenfels und Volker Kastrup. Ramona Hanf und Klaus Metzger ehrte man für fünfjährige Mitgliedschaft mit Urkunde und Nadel und Stephan Bläsner für zwei erste und einen dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Schützenunion. Dazu gratulierte man auch Heinz Gräf, der ebenfalls zwei erste Plätze belegte und Uwe Hanf, der Silber nach Neuwied brachte.

Am Samstag, dem 9. September, trifft man sich dann erneut in Nodhausen, um zur „Blauen Fahrt“ zu starten, die der scheidende König plante, der ja nun weiter in dieser Position den Verein repräsentiert. Vielleicht gelingt ihm ja zur Belohnung beim Stadtkönigsschießen am 6. Oktober auf dem Schießstand der KKSG Oberbieber erneut, wie im Vorjahr, der „Goldene Schuss“ und er wird nochmal Stadtkönig. Hans Hartenfels



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