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Nachricht vom 02.08.2017    

Neuwieder CDU: Jan Einig soll Oberbürgermeister werden

Mit 100 Prozent hat die Neuwieder CDU auf der Mitgliederversammlung Jan Einig für die Wahl zum Oberbürgermeister nominiert. Alle anwesenden stimmberechtigten Mitglieder votierten für den 41-Jährigen, der seit April 2016 bereits das Amt des Bürgermeisters innehat. Bewegt und berührt zugleich reagierte Einig auf das starke Votum der Partei: „Das ist ein Traumergebnis, das gibt mir großen Auftrieb und bestärkt mich, diese große Verantwortung zu übernehmen.“

Rhetorisch brillant stellte Jan Einig seine Zukunftsvorstellungen für die Stadt Neuwied vor. Foto: CDU

Neuwied. Erfahrung, Kompetenz und Anerkennung über alle politischen Lager hinweg. Fraktionschef Martin Hahn machte deutlich, dass im Vorfeld schnell klar war, dass Jan Einig für die CDU der logische und richtige Kandidat für die Wahl am 24. September ist: „Er ist qualifiziert, ein zupackender Arbeiter und Organisator, er pflegt einen offenen, kommunikativen und auf die Menschen zugehenden Stil. Darum hat der Stadtrat ihn im Dezember 2015 nahezu einstimmig zum Bürgermeister gewählt hat.“ Einig sei kein Übergangskandidat: „Er steht für die Zukunft.“

Wichtige Projekt hat Einig laut Hahn angestoßen und erfolgreich zum Abschluss gebracht: „Die Durchführung des Rheinland-Pfalz-Tages, das Jugendzentrum, der Bau des Kunstrasenplatzes in Engers, die Sanierung der Langendorfer Straße, die Umgestaltung des Rheinufers in Irlich, die Sanierung des alten Rathauses in Engers, das Vorantreiben des Abrisses der Kühne Ruine, die Planungen für die Bewerbung bei der Landesgartenschau, die jetzt Grundlage zur Umgestaltung, Erschließung und Nutzbarmachung des Rasselsteingeländes sind: Das trägt alles die Handschrift von Jan Einig.“ Er habe eine neue Form der Bürgerbeteiligung eingebracht, die die Zukunftsinitiative Neuwied 2030 vorantreibe: „Er weiß, wie man die Menschen anspricht und mitnimmt. Er hört zu und sucht verbindende Lösungen und genießt auch in der Verwaltung hohes Ansehen.“

Ausführlich stellte sich der Kandidat den Mitgliedern in einer gut halbstündigen Rede vor. Er zollte dabei ausdrücklich dem plötzlich verstorbenen Nikolaus Roth seinen Achtung: „Er war ein Mensch, der pflichtbewusst und gewissenhaft sein Amt ausgefüllt hat.“ Mit Verantwortung und Respekt stelle er sich nun der Aufgabe, die Stadt weiter positiv zu entwickeln.

Nicht lamentieren, nicht meckern. Neuwied hat nach Jan Einigs Überzeugung große Stärken: „Man genießt hier alle Möglichkeiten eines Mittelzentrums, wir haben ein reichhaltiges Kulturprogramm, die Infrastruktur stimmt.“ Vielfalt, Lebenskultur und ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement in Vereinen und anderen Einrichtungen prägten die Stadt: „Darauf darf man absolut stolz sein.“

Zugleich müsse sich Neuwied den kommenden Herausforderungen stellen. Eine ausgewogene Entwicklung einer attraktiveren Innenstadt und der individuellen Entfaltung der Stadtteile gehört für ihn untrennbar zusammen: „Die Konzepte dafür können wir nur gemeinsam mit den Bürgern erarbeiten.“ Nahversorgung, Umweltschutz, Infrastruktur, Tradition und Identitäten sind für Einig bei der Definition neuer Ziele entscheidend.




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Ein zentrales Thema sieht der Verwaltungsfachmann in der Schaffung von neuem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten: „Wir brauchen Wohnraum und er muss vor allem für alle bezahlbar sein. Gerade für Familien.“ Wie schwer es ist, das hat der dreifache Vater selbst erlebt: Eineinhalb Jahre dauerte die intensive Suche nach einem neuen Heim, welches er jetzt in Neuwied gefunden habe. „Wir müssen schnellstens die vorhandenen Flächen in den Stadtteilen entwickeln, um Bauland und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sonst ziehen die Menschen an uns vorbei in andere Städte.“

Schwierig sei die finanzielle Lage der Stadt. Einig setzt den Fokus auf neue Einnahmen: „Dazu brauchen wir neue Unternehmen, die Unternehmen brauchen Gewerbegebiete. Der Mittelstand ist der Motor, der Arbeitsplätze und damit den Menschen ein Einkommen verschafft. Wenn die Menschen wieder mehr Geld in der Tasche haben, steigen die Umsätze, die Steuerkraft der Stadt steigt und bieten uns als Verwaltung mehr Gestaltungsspielraum.“ Friedrichshof, Chauseehaus und das Rasselsteingelände seien vorbereitet: „Aber es muss noch schneller gehen, damit Gewerbeflächen jederzeit angeboten werden können.“

Berufliche Erfahrung bringt der Kandidat reichlich mit: Eine Ausbildung zum Energieelektroniker, dann Ingenieurstudium, Arbeit in Planungsbüros und einer Baufirma, ehe er zunächst bei der Verbandsgemeinde Mendig, dann ab 2011 als Abteilungsleiter in der Stadtverwaltung Neuwied tätig wurde. Er ist auf vielen Ebenen ehrenamtlich aktiv.

Eine „große Fachkompetenz“ attestierten Jan Einig auch Landtagsabgeordnete Ellen Demuth sowie der erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach und Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel rief auf: „Lasst uns alle gemeinsam für den 24. September kämpfen.“

Wie sehr die CDU auf ihren Kandidaten setzt, dem minutenlang Applaus gezollt wurde, das machte auch Altbürgermeister Reiner Kilgen mit sehr emotionalen Worten deutlich: „Wir haben die große Chance, Neuwied wieder als Ganzes und entscheidende Schritte nach vorne zu bringen. Ich bitte Euch von Herzen: Werbt für Jan, bei jeder Gelegenheit. Bei Freunden, in der Familie, bei Bekannten, in der Nachbarschaft oder auf der Straße. Der nächste Oberbürgermeister von Neuwied muss Jan Einig heißen. Weil Jan kann Oberbürgermeister."


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