Werbung

Nachricht vom 19.07.2017    

Verkaufsoffene Sonntage: Handlungsspielräume nutzen

Die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz stellt angesichts der bundesweiten kontroversen Diskussion um verkaufsoffene Sonntage ein neues Gutachten vor, das bisher nicht genutzte Spielräume für die Zulassung verkaufsoffener Sonntage aufzeigt. Anlass waren gerichtliche Verbote bereits geplanter verkaufsoffener Sonntage.

Logo: IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz

Ludwigshafen. Der Grund für diese Verbote war meist die rechtliche Regelung, dass diese zwingend mit einem konkreten Anlass verbunden sein müssen, der seinerseits auch noch mehr Besucher anziehen muss, als der verkaufsoffene Sonntag für sich genommen.

„Die Landesregierung ist in der Pflicht, in Rheinland-Pfalz auch künftig bis zu vier verkaufsoffene Sonntage jährlich je Kommune zu ermöglichen – und das mit möglichst geringem bürokratischen Aufwand“, so Jürgen Vogel, handelspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Das Gutachten der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zeigt auf, wie künftig verkaufsoffene Sonntage rechtssicher genehmigt werden können. „Wir wollen nicht den Sonntagsschutz in Frage stellen“, erklärt Vogel, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Pfalz. „Vielmehr geht es darum, dass endlich wieder Rechtssicherheit bei der Genehmigung verkaufsoffener Sonntage herrscht und unsere Zentren auch künftig die Möglichkeit haben, sich an bis zu vier Sonntagen gemeinsam zu präsentieren.“

Das Rechtsgutachten, das der Düsseldorfer Staatsrechtler Prof. Dr. Johannes Dietlein für die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und sieben weitere IHK-Landesarbeitsgemeinschaften erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass die gesetzgeberischen Gestaltungsmöglichkeiten mit der derzeitigen engen Regulierung keineswegs ausgeschöpft werden.



Neu ist vor allem die im Gutachten aufgezeigte Möglichkeit, als Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag nicht zwingend einen Markt, eine Messe oder eine Ausstellung vorauszusetzen. Vielmehr können auch Gründe des Gemeinwohls eine Sonntagsöffnung rechtfertigen. Dies kann zum Beispiel das Ziel der Stärkung der Innenstädte und des dortigen Einzelhandels sein – gerade auch mit Blick auf den verschärften Wettbewerb stationärer Verkaufsstellen mit dem Onlinehandel. „Hier sehen wir den Gesetzgeber gefordert, diese Erkenntnis aufzunehmen und das Landesladenöffnungsgesetz entsprechend anzupassen“, so Vogel.

Die Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen ist durch das Grundgesetz als „Regelfall“ geschützt, sodass auch der Handel normalerweise nicht öffnen darf. Vier Mal im Jahr kann davon eine Ausnahme gemacht werden; dies aber nur dann, wenn ein entsprechender Anlass vorliegt – so die aktuelle Gesetzeslage in Rheinland-Pfalz.

Prof. Dr. Johannes Dietlein hat an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre inne.

Das Rechtsgutachten zu den gesetzgeberischen Spielräumen bei der Regelung von Ladenöffnungen an Sonn- und Feiertagen ist im Internet zu finden: www.ihk-rlp.de.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Schwerer Verkehrsunfall bei Neuwied: Pkw überschlägt sich auf der B42

Am 7. Oktober ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der B42 bei Neuwied. Ein Pkw kam von der ...

Vortrag beleuchtet die Reisen der Royals an den Rhein

Der Rhein war im 19. Jahrhundert für den europäischen Adel nicht nur eine beeindruckende Landschaft, ...

Adipositas-Sprechstunde in Neuwied widmet sich dem "Food Noise"

Das Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach informiert am 14. Oktober über ständig wiederkehrende Gedanken ...

Landkreis Neuwied stellt auf schwarze Abfallbehälter mit farbigen Deckeln um

Beschädigte und neue Restmüll-, Papier- und Biotonnen im Landkreis Neuwied werden künftig durch Behälter ...

Deichherz soll Stadthalle für ganz Neuwied werden

Konzerte, Comedy, Galas, Messen, Abibälle und Vereinsfeiern: Die neue Stadthalle Deichherz soll zum Treffpunkt ...

Bagger und Anhänger in Neustadt/Wied gestohlen

In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober ereignete sich in Neustadt/Wied ein bemerkenswerter Diebstahl. ...

Weitere Artikel


Bundesweiter Wettbewerb gestartet: Deutscher Nachbarschaftspreis

Gesucht werden kleine und große Nachbarschaftsinitiativen mit Vorbildcharakter, die im direkten Umfeld ...

Rettungshundestaffel Westerwald trainierte im Lavakeller

Die BRH Rettungshundestaffel Westerwald e.V. führte eine mehrstündige Übung in den Mendiger Lavakellern ...

Portraits der Waldbreitbacher Gemeinden vorgestellt

Der Grafiker Martin Schmitz ist im Hauptberuf Bereichsleiter im St. Josefhaus in Hausen. Aber in seiner ...

Food-Hotel übernimmt Leihservice für E-Bikes der Stadtwerke

Die E-Bike-Leihe der Stadtwerke Neuwied (SWN) wird neu aufgestellt. Die Abwicklung wird künftig nicht ...

Oliver Schömann ist mit offenen Armen empfangen worden

Seit Anfang Juli ist Oliver Schömann neuer Pflegedirektor des Marienhaus Klinikums Bendorf – Neuwied ...

ISR Windhagen gratuliert zu 50-jährigem Betriebsjubiläum

Vor 50 Jahren haben Anneliese und Helmut Klöckner eine kleine Fliesenverlegung gegründet, welche sich ...

Werbung