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Nachricht vom 04.07.2017    

Vernissage zur Ausstellung „Querschnitt“ in Senioren-Residenz

Zu einer Vernissage in der Kapelle der Senioren-Residenz Sankt Antonius hatte die Familie des Linzer Künstlers Jürgen Liesenfeld (LfD) eingeladen und zahlreiche Gäste folgten ihr gerne. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Oktober in der Zeit von 9 bis 20 Uhr täglich in der Senioren-Residenz Sankt Antonius, Am Konvikt 6-8, 53545 Linz zu besichtigen.

Foto von links Gregor Klutmann, Jörg Berger, Marianne Liesenfeld, Einrichtungsleiter Sven Lefkowitz und Petra Klutmann-Berger mit Werken von Jürgen Liesenfeld - LfD – anlässlich der Vernissage. Foto: pr

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte Einrichtungsleiter Sven Lefkowitz neben den vielen Interessierten auch besonders die Mutter des 2009 verstorbenen Künstlers, Marianne Liesenfeld und die Organisatorin der Ausstellung Petra Klutmann-Berger, die Schwester des Malers, sowie ihren Mann Jörg Berger, der bei den Vorbereitungen mitwirkte und Gregor Klutmann, der ebenfalls die Ausstellung mit vorbereitete und den Abend der Vernissage musikalisch umrahmte.

Lefkowitz erläuterte in seiner Rede den Anspruch der Residenz, mit Ausstellungen aller Art die Bewohnerinnen und Bewohner an Kultur und Kunst, an Fantasie und Kreativität teilhaben zu lassen. Die Einrichtung für Senioren möchte auch stets ein Ort sein, der inspiriert, ein Ort der Begegnung und der Vielfalt. „Die positive Resonanz auf die Bilder von LfD bestärkt uns auch, mit der laufenden Ausstellung hier auf dem richtigen Weg zu sein“, sagte Sven Lefkowitz wörtlich.

Bei den zum Teil sehr großformatigen, überwiegend abstrakten Bildern arbeitete der Künstler vorwiegend mit Acryl- und Ölfarben, aber auch mit Tusche und Graphit auf Leinwand, Tüchern, Papier und Holz. Seine Bilder setzen sich meist kritisch mit der Existenz des Menschen in der heutigen Zeit auseinander. Liesenfeld hat in vielen seiner Werke versucht, den Verlust der Seele und Wurzellosigkeit des modernen Menschen auf die Leinwand zu bannen. Harte, gespiegelte Abbilder der Welt von heute sind seine Botschaften.

Der Linzer Künstler Jürgen Liesenfeld hat sich schon während seines Studiums der Kunst, Anglistik, Hispanistik, Psychologie, Pädagogik und Philosophie in den 1970er-Jahren intensiv als Maler hervorgetan, bis er sich in späteren Jahren als frei schaffender Künstler in Rheinbrohl niederließ. Zahlreiche Ausstellungen - so zum Beispiel in Bonn, Koblenz, Bad Kreuznach, Trier wie auch in Linz am Rhein - stellten seine Vielfalt als Künstler dar. Unter anderem wurde er 1986 mit dem Kunstpreis von Trier/Saarburg ausgezeichnet.



Seine facettenreichen Gemälde werden häufig von der Farbe blau dominiert, denn für Liesenfeld war es genau dieses kosmische Blau, das die Kälte der Gesellschaft einfangen kann. Bei vielen seiner Gemälde scheint es, als unternehme der Künstler hier Reisen in unbewusste Tiefen. Er malte nicht nach Motiven, sondern seine Malerei ist zur Gänze ein Produkt der Phantasie. Der Mensch in Form von Köpfen, mal am Rand, mal bildfüllend, ist häufig ein zentraler Punkt seiner Bilder.

Seine Bilder haben nicht den Anspruch, auf Anhieb vom Betrachter erfasst und verstanden zu werden, sondern möchten anregen, sich in kleinen Schritten Liesenfelds Visionen zu nähern und eigene Interpretationen zu finden.

In ihrer sehr persönlichen Rede ging Petra Klutmann-Berger auf eigene Erinnerungen an ihren schon seit jeher kreativen und künstlerisch tätigen Bruders ein und zeichnete ein Bild des suchenden und unablässig arbeitenden Malers.


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