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Nachricht vom 15.06.2017    

Neuer GSG-Geschäftsführer stellt sich bei SPD-Ratsfraktion vor

Zu einem ersten Gedankenaustausch hatte die SPD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat den neuen Geschäftsführer der Gemeindlichen Siedlungsgesellschaft (GSG) Neuwied eingeladen. Carsten Boberg stellte sich den Fragen der Fraktion und skizzierte seine Ideen und Visionen für die Entwicklung von neuen Wohnkonzepten für Neuwied.

Geschäftsführer Carsten Boberg (vorne 2. von links) mit Mitgliedern der SPD-Stadtratsfraktion. Foto: SPD

Neuwied. „Hier kann viel passieren“, ist Boberg überzeugt und betont, dass Neuwied vorzügliche Grundbedingungen für den Auftrag der GSG bietet: Attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu vermarkten. Boberg verwies in dem Gedankenaustausch unter anderem auf das sogenannte „Bielefelder Modell“ ein, das bei seinem vorherigen Arbeitgeber entwickelt wurde. Dieses ist gekennzeichnet durch einen barrierefreien Wohnraum, der durch das Hinzuziehen von externen Partner wie beispielsweise eine Sozialstation oder ein anderer Anbieter sozialer Dienstleistungen und die damit verbundene Wahlmöglichkeit zusätzlicher Optionen für die Betreuung im gewohnten Umfeld den Mietern die Möglichkeit bietet, bis ins hohe Alter eigenständig und selbstbestimmt zu wohnen und zu leben. Zusätzlich bietet dieses Wohnkonzept Gelegenheit zur Begegnung der Generationen. Gerade diese Durchmischung, verbunden mit Gelegenheiten zur Begegnung durch das Bereitstellen geeigneter Räume, zeigt, dass diese Wohnkonzepte immer auch eine Auswirkung auf ihr Umfeld haben. Boberg ist überzeugt, dass dieses Konzept auch in Neuwied umsetzbar ist und auf Interesse stößt.

Der Neubau von Wohnraum ist nach wie vor ein wichtiges Thema. „Das wird auch noch längere Zeit aktuell bleiben“, sagte Boberg im Gespräch mit den Ratsmitgliedern. Er ist überzeugt: „Sozialer Wohnbau ist möglich.“ Dies müsse allerdings durch entsprechende flankierende Maßnahmen gestützt werden. Dazu zählt unter anderem eine Mischung aus sozialem und marktorientiertem Wohnungsbau oder das Einbeziehen von geeignetem Gewerbe in die Wohneinheiten. Hier gelte es nach Ansicht des Fachmanns, neue Wege zu eröffnen, da in der klassischen Form mit sozialem Wohnungsbau kein Blumenstrauß zu gewinnen sei. „Die damit verbundene höhere Wohnqualität kommt allen zugute“, ist Boberg überzeugt – zumal sich die Errichtung von sozialorientierten Wohnungen derzeit preislich nicht von dem Bau nicht subventionierter Wohnungen unterscheidet.




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Ein weiteres Thema, das in Neuwied einen großen Stellenwert hat, ist die Pflege des Bestands. Diesen gilt es bei allen Bemühungen um neue Projekte nicht aus dem Blick zu verlieren. Hier verriet Boberg, dass derzeit die Vorbereitungen für umfangreiche Sanierungsarbeiten in verschiedenen Objekten laufen.

Für das Umsetzen dieser Ideen signalisierte die SPD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat dem neuen Geschäftsführer ihre Unterstützung, betonte der Vorsitzende Sven Lefkowitz: „Wir freuen uns auf einen regen Austausch und eine gute Zusammenarbeit. Besonders freut uns, dass Carsten Boberg mit seinen Vorstellungen zahlreiche Wünsche und Forderungen der Neuwieder Sozialdemokraten auf seiner Agenda hat, so Lefkowitz abschließend.“ (Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat)


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