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Nachricht vom 08.05.2017    

Internationaler Tag der Pflege: Mitarbeiter wichtigster Erfolgsfaktor

Am 12. Mai feiert das Heinrich-Haus den Internationalen Tag der Pflege im Gedenken an Florence Nightingale, die gegen den Willen ihrer wohlhabenden Eltern beschloss, Krankenschwester zu werden und als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege gilt. „Und auch heute noch haben viele Menschen Vorurteile in Bezug auf Pflegeberufe, da sie das Bild im Kopf haben, wie die Krankenschwester mit der Bettpfanne über den Flur geht“, sagt Klaus Schnurrer von Heinrich-Haus mobil und betont: „Dabei gehört so viel mehr dazu!“

Fotos: Heinrich-Haus

Neuwied. Gerade feiert Heinrich-Haus mobil – der ambulante Assistenz- und Pflegedienst der Heinrich-Haus gGmbH – seinen 20. Geburtstag mit einer großen Dankeschönveranstaltung für seine Mitarbeiter. „Sie sind die wichtigste Basis für unseren Erfolg. Nur wegen ihrer tatkräftigen Unterstützung konnte sich unser Pflegedienst im Laufe seines 20-jährigen Bestehens so positiv entwickeln und wird auch kommende Herausforderungen mit Bravour meistern. Dafür gebührt den Mitarbeitern ausdrücklich Anerkennung und ein herzliches Dankeschön“, so Schnurrer. Das Image der Pflegeberufe in der Öffentlichkeit ist seiner Einschätzung nach dringend verbesserungsbedürftig. „Das Begleiten eines Menschen in seiner Krankheit, mit körperlichen Schmerzen, der Erkenntnis, bestimmte Dinge nie mehr tun zu können oder vielleicht bis hin zum Tod, ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit, die sehr viel Kraft und Energie kostet“, erklärt er. Hinzu kommt, dass die Pflege im Zuhause der Menschen stattfindet, was eine ganz spezielle Rücksichtnahme und ein vertrauensvolles Verhältnis zu dem Klienten erfordert, bei dem die Angehörigen, weitere Bezugspersonen, aber auch Institutionen des öffentlichen Lebens einbezogen werden müssen.

Dennoch sei der Pflegeberuf ein schöner, auf den jeder stolz sein sollte: „Hier können die Fachkräfte Menschen wirklich helfen und gemeinsam Herausforderungen bewältigen. Wenn sie sehen, dass das erfolgreich war, es dem Klienten guttut, er einen leichteren Alltag hat, aufblüht oder vielleicht sogar Fortschritte verzeichnet, dann ist das eine große Entlohnung für die Mühen“, sagte Schnurrer. Doch es ist nicht hilfreich, wenn junge Menschen aufgrund fehlender Alternativen „halt Krankenpfleger werden“ oder Arbeitssuchende „mal eben“ für den Pflegebereich umgeschult werden. „Der Beruf fordert einiges ab. Dazu gehört neben einer guten Qualifikation und Ausbildung viel Engagement, Eigeninitiative und Flexibilität“, sagt Schnurrer. Nur dadurch konnte sich auch Heinrich-Haus mobil so erfolgreich entwickeln. Vor 20 Jahren startete der ambulante Pflegedienst mit einer einzigen Patientin und blieb die ersten Jahre recht klein, wuchs dann aber exponentiell, als ein Pflegedienst in Engers die Pforten schloss. Zahlreiche pflegebedürftige Klienten und auch Mitarbeiter wurden übernommen und zusätzlich durch Mitarbeiter aus den Wohnbereichen des Heinrich-Hauses aufgestockt, um der Nachfrage gerecht zu werden.




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Einen weiteren großen Wachstumsschub verzeichnete der Dienst, als er die Pflege in den damaligen Wohnformen des Heinrich-Hauses übernahm. Diese enge Zusammenarbeit führt auch heute noch zu einem häufigen Missverständnis: Heinrich-Haus mobil unterstützt nämlich nicht nur intern, sondern alle Menschen der Region, die durch Unfall, Krankheit, Alter oder Behinderung eingeschränkt sind und Pflege oder Assistenz benötigen. Und die Kunden profitieren davon, dass die Pflegefachkräfte große Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung haben und so auch auf besondere Anforderungen eingehen können.

Im Laufe der Jahre verzeichnete Heinrich-Haus mobil neben Aufträgen zur Grund- und Behandlungspflege, immer mehr Anfragen für Alltagsassistenz. Dabei geht es längst nicht nur um Einkäufe, Haushaltshilfe oder Termine auf Ämtern, sondern gerade junge Klienten nutzen die Chance, endlich spontan Kinos oder Konzerte zu besuchen. „Wir organisieren rund 250 Einsätze am Tag und betreiben hohen Aufwand, um alle Bedürfnisse und auch spontane Wünsche flexibel zu erfüllen“, sagt Schnurrer. Dafür kann er mittlerweile unter anderem auf die Dienste von etwa 100 festangestellten Fachkräften zurückgreifen.

Momentan ist das Heinrich-Haus mobil wieder verstärkt auf der Suche nach examiniertem Pflegepersonal, denn in einigen Wochen startet das neue Angebot „Intensivpflege". Dabei können Klienten 1-zu-1 Versorgung in häuslicher Umgebung in Anspruch nehmen, die intensivmedizinische Beobachtung und Pflege benötigen. Mit dem Angebot unterstützt der Pflegedienst alle Patientengruppen, die nicht eigenständig alle Vitalparameter aufrechterhalten können, das heißt, die jederzeit in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten können.


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