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Nachricht vom 30.11.2016    

„Frühchengruppen“-Gründung am Weltfrühchentag in Neuwied

Ungefähr jedes 9. Baby kommt als Frühchen auf die Welt, also vor der 37. Woche statt in der 40. Schwangerschaftswoche. Bereits Frühgeborene ab 24 Schwangerschaftswochen können heute intensivmedizinisch behandelt werden und auch die Überlebensqualität ist zunehmend besser geworden.

Stationsleiterin Kerstin Bornhofen, Antje Zimmer vom Bunten Kreis und Chefarzt Dr. Michael Ehlen (am rechten Bildrand, von rechts) bei der Gründung der „Frühchengruppe“ am Weltfrühchentag. Foto: Privat

Neuwied. Aber natürlich muss der fehlende Schutz und die Versorgung durch den Mutterleib „ersetzt“ werden: unter anderem durch Inkubatorpflege, künstliche Beatmung und medikamentöse Behandlung. „Bis zur Entlassung eines Frühgeborenen vergeht meistens die Zeit, die das Kind zu früh geboren wurde“, so Chefarzt Dr. Michael Ehlen. „In dieser Zeit baut sich ein enger Kontakt zu den Familien auf. Die Eltern werden mehr und mehr in die Versorgung ihrer Kinder mit eingebunden und vor allem der frühe Körperkontakt, das so genannte ‚Känguruhen‘ ist für die Kinder sehr wichtig.“

Nach der Entlassung werden die Familien oft vom Bunten Kreis Mittelrhein versorgt, ein Verein der Hilfe für Familien mit Frühgeborenen, schwerst- und chronisch kranken Kindern bietet. Allerdings bricht in dieser Zeit oft der Kontakt zu anderen „Frühchen-Eltern“ ab. Den diesjährigen Weltfrühchentag haben die Klinik und der Bunte Kreis daher genutzt, um eine offizielle Frühchengruppe zu gründen. „Die Familien leben teilweise wochen-, beziehungsweise monatelang nicht nur zu Hause, sondern auch hier bei uns im Krankenhaus.




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Sie werden Teil des Versorgungsteams rund um ihre Kinder. Sie knüpfen aber auch lose Kontakte mit Eltern, deren Kinder in einer ähnlichen Situation sind wie ihre eigenen“, so Dr. Ehlen. Antje Zimmer vom Bunten Kreises ergänzt: „Wir wollten den Familien einen ‚offiziellen‘ Raum bieten, wo sie sich in größerer Runde austauschen können. Die Fragestellungen, die die Familien haben, sind mitunter ähnlich. Ein Austausch unter Gleichgesinnten kann über so manchen Rückschlag hinweghelfen, beziehungsweise die Freude über genommene Hürden größer machen.“

Die große Anzahl der Familien, die an dieser ersten Veranstaltung am Weltfrühchentag teilnahm, bestätigt den Wunsch nach Austausch. Erste Adressen sind ausgetauscht und die nächsten Treffen schon in Planung. Wer Interesse hat, der Gruppe noch beizutreten, meldet sich bei Antje Zimmer, Bunter Kreis Mittelrhein, 01578-7256699.


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