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Nachricht vom 12.11.2016    

Fast jede zweite Ehe wird geschieden - Du kümmerst Dich um nix!

Warum Ehen heute geschieden werden und Paare auseinandergehen? Vielleicht weil einer der beiden ein notorischer Fremdgeher ist. Oder die Socken überall herumliegen lässt. Oder im Restaurant ewig über der Speisekarte brütet, um einen kleinen Salat zu bestellen. Oder mit benutzten Tempotaschentüchern die Brillengläser putzt. Oder, oder, oder ...

Grafik: Stiftung-Pflegezukunft

Region. Wenn die Liebe fort ist, ist jeder Grund recht, um eine Verbindung zu lösen. Jahrelang waren Trennung, Scheidung, Verlassen und Verlassen-werden schon quasi ein Volkssport. Oft steckte (und steckt noch immer) eine sehr romantische Vorstellung von Liebe dahinter. Zu romantisch vielleicht. So romantisch jedenfalls, dass sich das Modell „große Liebe“ als untauglich für den Alltag erwies. Wohl die Hälfte aller Verbindungen mit und ohne Trauschein, mit und ohne Kinder kapituliert vor dem Härtetest Alltag.

Machen zwei Schwalben schon einen Sommer?
Die Zeiten ändern sich und mit ihr die Menschen. Ob Paare heute einfach weniger blauäugig sind, wenn sie sich binden, oder ob in wirtschaftlich unsicheren Zeiten die Partnerschaft in einer Ehe auch in finanzieller Hinsicht eine gewisse Sicherheit verspricht – wer könnte etwas dagegen haben? Die Zahlen der letzten Jahre, die das Statistische Bundesamt 2016 veröffentlicht hat, zeigen jedenfalls einen interessanten Trend: immer mehr Ehepaare bleiben beieinander. Seit der Hoch-Zeit der Scheidungen in den Jahren 2003 und 2004 mit rund 214.000 Scheidungen jährlich zeigt der Trend ganz klar nach unten: 2015 landeten immerhin rund 50.000 Ehen weniger vor dem Scheidungsrichter.

Zwar immer weniger Scheidungen ...

Statistik Scheidungen

Liebe oder eher Sicherheitsdenken? 50.000 Scheidungen weniger als vor zehn Jahren. Quelle: www.stiftung-pflegezukunft-gestalten.de.

Zwei Schwalben machen keinen Sommer
Während die Scheidungsrate in Deutschland in den letzten Jahren gesunken ist, steigt die Zahl der Singlehaushalte stetig an. Inzwischen machen die Haushalte, in denen eine Person allein lebt, die größte Gruppe der privaten Haushalte in Deutschland aus.




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... aber immer mehr Alleinlebende

Statistik Alleinlebende

Normalität in Deutschland: Einpersonenhaushalte nehmen zu. Quelle: www.stiftung-pflegezukunft-gestalten.de.

Die Ehe: Kein sicherer Hafen mehr
Sicher. Allein in einer Wohnung zu leben, Single zu sein, heißt nicht unbedingt, allein zu sein. Viele Singles haben viele Freunde und ein dichtes Netzwerk von Menschen, mit denen sie in regem Austausch stehen. Aber viele Alleinlebende sind auch sehr allein und einsam. Das ist nicht nur nachweislich ein Gesundheitsrisiko, es wirft auch eine ganz andere Frage auf: Wer kümmert sich, wenn kein Partner, keine Partnerin und keine Kinder da sind? Wer kümmert sich, wenn man einmal Pflege braucht? Bleibt dann nur ein Pflegeheim?

Eine glückliche Verbindung – ob mit oder ohne Trauschein, ob mit oder ohne Kinder – das ist der Traum von den meisten von uns. Nach den Zahlen, die uns heute vorliegen, spricht nicht all zu viel dafür, dass er für viele Wirklichkeit wird. Pflegebedürftigkeit dagegen wird Wirklichkeit: für einen von drei Männern und eine von zwei Frauen. Mit diesem Gedanken sollten wir uns vertraut machen. Und mit den guten Möglichkeiten die es gibt, sich dann das Leben schön zu machen. Auch wenn man allein ist (und sich nicht darüber ärgern muss, dass wieder Socken, die einem nicht gehören, unters Bett geknüllt sind).

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Verantwortlich für den Text: Stiftung PflegeZukunft gestalten gGmbH

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