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Nachricht vom 21.10.2016    

Jugendfeuerwehrwarte: "Was mache ich nur mit diesem Kind?"

Was mache ich nur mit diesem Kind? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich die Jugendwarte und Betreuer der Jugendfeuerwehren im Kreisjugendfeuerwehrverband Neuwied während ihres Seminars am 02.10.2016. Bürgermeister Lothar Röser (VG Asbach) und Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Lemgen konnten 22 Teilnehmer im Feuerwehrgerätehaus in Buchholz begrüßen.

Die Jugendfeuerwehrwarte aus dem Kreis Neuwied trafen sich zur Fortbildung. Foto: Privat

Buchholz. Unter der Leitung des erfahrenen Diplom-Sozialpädagogen Patrick Preilowski, näherten sich die Seminarteilnehmer der Fragestellung. Dabei ging Preilowski zunächst auf die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen ein, da jeder Einzelne auch zunächst Teil einer solchen Gruppe ist. Die Aufgabe der Jugendwarte und Betreuer/innen der Jugendfeuerwehren ist es, diese Gruppen zu begleiten und zu leiten. Jede dieser Gruppen besteht aus einer bunten Mischung.

Da gibt es Clowns, Mitläufer, diejenigen die sich zurückhalten und die die gerne auch einmal die Führung übernehmen. All diesen unterschiedlichen Charakteren soll der Jugendwart in seiner Arbeit gerecht werden können. Auch durchläuft jede Gruppe unterschiedliche Phasen, angefangen vom gemeinsamen Kennenlernen bis hin zu einer Phase in der es um Machtspiele und um die Rollenfindung geht. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur allgemein gültige Regeln innerhalb der Gruppe, sondern auch für die Gruppenleiter, bestehen.

Diese ungeschriebenen Vereinbarungen regeln das Miteinander innerhalb der Gruppe. Jedoch nicht alleine, denn eine wertschätzende und kindgerechte Kommunikation kann oftmals den Zugang zum Einzelnen und zur Gruppe eröffnen und ebenso der Schlüssel zu einem guten Miteinander sein. Auch der persönliche Stil des Betreuers oder Jugendwartes ist von Bedeutung und wurde in diesem Seminar zum Thema gemacht. Gehe ich vielleicht zu autoritär mit der Gruppe um? Bin ich als Verantwortlicher zu passiv? Oder leite ich die Gruppe im Sinne eines demokratisch – partnerschaftlichen Stils?




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Im einem nächsten Schritt wurden praktische Übungen zur Gestaltung eines kinder- und jugendgerechten Übungsabend durchgeführt. Dabei sollen die Kinder- und Jugendlichen langsam herangeführt werden, sozusagen zunächst aus ihrem Alltag abgeholt werden. Neben der Übung mit Spaß und Action ist eine anschließende Reflexion ebenfalls sehr wichtig. Den Seminarteilnehmern wurden auch hilfreiche Tipps zur Intervention mit auf den Weg gegeben. Beispielsweise wie einem Fehlverhalten der Kinder- und Jugendlichen begegnet werden kann. Oder auch wie man bei einer Null-Bock-Stimmung reagiert. Zum Abschluss des Seminars wurde noch über Verlauf und Symptome des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADHS) gesprochen und die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Themen der Jugendfeuerwehrarbeit.

Zum Abschluss des Tages dankt Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Lemgen, stellvertretend für alle Teilnehmer/innen, Herrn Preilowski für die kompetente und gute Leitung des Seminars und der Jugendfeuerwehr VG Asbach für die Ausrichtung. Die Aus- und Weiterbildung der Jugendwarte ist innerhalb des Kreisjugendfeuerwehrverbandes ein zentrales Thema. Die regelmäßig stattfindenden Angebote werden von den Jugendwarten und Betreuer/innen immer gerne in Anspruch genommen.


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