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Nachricht vom 08.09.2016    

Inklusion im Klostergarten

Ferienaktion des Kinder- und Jugendbüros Neuwied und des Heinrichhauses: Kinder mit und ohne Behinderung erkunden gemeinsam der Klostergarten der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Der Klostergarten und die Streuobstwiesen der Wald-breitbacher Franziskanerinnen stehen jedem Interessierten offen.

Die Sechs- bis Zwölfjährigen hatten sogar Gelegenheit die kleinen Wohnungen der Insekten im Insektenhotel anzuschauen. Fotos: privat

Waldbreitbach. Gerade Kindern und Jugendlichen bietet der Klostergarten vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten. Im Rahmen einer Ferienfreizeit des Kinder- und Jugendbüros Neuwied und des Heinrichhauses besuchten Mitte August 30 Kinder mit und ohne Behinderung den Waldbreitbacher Klostergarten. Gemeinsam mit Kordula Honnef, der Gärtnerin der Klostergärten der Ordensgemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, und ihren Betreuern gingen Sechs- bis Zwölfjährigen auf eine spannende Reise durch die Natur.

Sie erfuhren unter anderem, wer alles in einem Insektenhotel wohnt, und hatten sogar Gelegenheit, in die kleinen Wohnungen der Insekten hineinzuschauen. Die Kindern lernten, woran man eine echte Kamille erkennt: „Wenn man sie durchschneidet, hat sie einen Hohlraum“, erklärte einer der jungen Teilnehmer fachmännisch, nachdem er aufmerksam Kordula Honnef beobachtet und zugehört hatte. Sie probierten sich einmal quer durch den Kräutergarten und kosteten Petersilie, schnupperten an den verschiedenen Salbeisorten und ernteten Thymian. „Der ist gut, wenn man Husten hat“, war eine kleine Naturforscherin begeistert über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten der Kräuter. Kordula Honnef brachte den Kindern auch Pflanzen nahe, die die Menschen früher anbauten und die teilweise heute wieder entdeckt werden – wie zum Beispiel das alte Getreide Amaranth oder der Pflückkohl.



Kordula Honnef ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen einen Blick für das Wesentliche zu vermitteln. „Ich fand es toll zu sehen, wie unbefangen die Kinder miteinander, ob mit oder ohne Behinderung, umgegangen sind und sich alle auf die Entdeckungsreise in unserem Garten eingelassen haben“, freut sich die Gärtnerin, die selbst zwei Mitarbeiterinnen mit Behinderung betreut und Inklusion gern unterstützt.



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