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Nachricht vom 02.09.2016    

Eine Stadt ohne Strom

Ein defektes Erdkabel war Auslöser für den Stromausfall in Neuwied, der die ganze Stadt betraf. Am Freitagmorgen, den 2. September, um kurz vor elf Uhr, war schlagartig das Leben in der Stadt lahm gelegt. Es wurde in vielen Geschäften dunkel, die Kassen funktionierten nicht mehr, Türen gingen nicht mehr auf oder zu. Fahrstühle blieben stecken. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Die Feuerwehr rückte in der Deichwelle an. Foto: Simon Zimpfer

Neuwied. Kleine Ursache mit sehr großer Wirkung, so könnte man den knapp 50-minütigen Stromausfall in Neuwied beschreiben. Laut Auskunft der Stadtwerke Neuwied gab es an der Station in der Nähe von Rassenstein ein defektes Erdkabel, das den Stromausfall verursacht hat. Zur gleichen Zeit liefen routinemäßig Wartungsarbeiten an der Übergabestation in der Hafenstraße. Normalerweise wäre nichts passiert, aber die Station an der Hafenstraße war für die Arbeiten vom Netz genommen worden.

So kam es, dass die ganze Stadt Neuwied keinen Strom mehr hatte. Erst jetzt wurde vielen deutlich klar, wie abhängig wir vom Strom sind. Einkaufen war nicht mehr möglich, denn die Kassen vielen aus und die Läden waren dunkel. In der Stadtverwaltung und anderen Verwaltungen ging nichts mehr. Ein Leser erzählte: „Ich wollte mich gerade bei der Verwaltung ummelden, da war es plötzlich dunkel. Normalerweise ist der Strom sehr schnell wieder da, aber heute war es anders. Also musste ich unverrichteter Dinge wieder gehen.“ So ging es vielen, die Erledigungen machen wollten.



Sämtliche Ampelanlagen waren ausgefallen. Fahrstühle blieben stecken und bei der Feuerwehr und Polizei gingen eine ganze Reihe Notrufe ein. Kurze Zeit beherrschten die Sirenen der Einsatzfahrzeuge das Geschehen in der Stadt. Betroffen war auch die Deichwelle. Da dort die Pumpen ausgefallen waren, lief Wasser in den Keller, was allerdings nicht dramatisch war. Die Feuerwehr half mir ihren Pumpen, die über die Aggregate der Fahrzeuge laufen.

Bei der Polizei und in den Krankenhäusern lief alles normal weiter. Dort gibt es Notstromaggregate, die sofort die Stromproduktion übernahmen. Nach knapp 50 Minuten war die Stadt wieder am Netz und das Leben normalisierte sich. (woti)


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