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Nachricht vom 02.09.2016    

Verbandsbürgermeister Volker Mendel: 40. Dienstjubiläum

Volker Mendel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach, konnte zur Feier seines 40. Dienstjubiläums eine große Gratulantenschar begrüßen. Das Bürgerhaus in Niederhofen war am Freitagnachmittag, 2. September bis auf den letzten Platz gefüllt. Landrat Rainer Kaul übergab die von der Ministerpräsidentin Dreyer unterschriebene Urkunde.

Landrat Rainer Kaul (links) bei der Übergabe der Urkunde. Fotos: Wolfgang Tischler

Niederhofen. Landrat Kaul ließ den beruflichen Werdegang des 1960 in Dierdorf-Giershofen geborenen Jubilars Revue passieren. Nach Durchlaufen der Grundschule und der Realschule in Dierdorf, begann Mendel seine Ausbildung nach der Mittleren Reife bei der Agentur für Arbeit in Neuwied, für die er in verschiedenen Funktionen 36 Jahre lang tätig war. Seinen politischen Weg begann Mendel 1994 als Ratsmitglied und 1. Beigeordneter in seinem Wohnort Harschbach, ab 2004 war er acht Jahre lang dort Ortsbürgermeister. Von 2004 bis 2012 gehörte er ebenfalls dem Puderbacher Verbandsgemeinderat an, seit 2009 als Mitglied der SPD-Fraktion. Daneben engagierte er sich im Vorstand der TSG Urbach-Dernbach und des Verschönerungsvereins Harschbach.

Am 6. November 2011 wurde Volker Mendel mit überragender Mehrheit zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Puderbach gewählt. Diese Funktion übt er seit dem 1. Juli 2012 aus. Im Juli 2014 kamen ein Sitz im Kreistag und Tätigkeiten in kreisweiten Ausschüssen hinzu.

Kaul freute sich, dass das bewegte Arbeitsleben des Jubilars Anerkennung in der Bevölkerung finde und er gar als möglicher Nachfolger des Landrats gehandelt werde. Außer der Landesurkunde überbrachte Kaul ein paar Flaschen „Kreiströpfchen“ mit der Ansage, wenn Mendel jeden Morgen einen Fingerhut voll davon trinke, werde er mindestens hundert Jahre alt.

Der 1. Beigeordnete Wolfgang Theis versprach eine „Rede wie ein Minirock: so kurz wie möglich und die wichtigsten Stellen abgedeckt“. Seine Erfahrung und zugleich sein Rat lauteten: Man muss ehrlich zueinander sein, dann lässt sich ein gemeinsamer Weg finden. Theis überreichte eine Dankurkunde und einen Wappenteller der Verbandsgemeinde Puderbach. Ehefrau Dorothee Mendel erhielt einen Blumenstrauß als Dank für die mit Geduld ertragenen abendlichen Sitzungen ihres Mannes. Auch die Betriebsgemeinschaft aller Puderbacher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte für ihren „lieben Chef“ ein Gedicht und Geschenk bereit.




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Volker Mendel bedankte sich bei allen Gratulanten für die angenehmen Worte, die „gut tun“. Er wies darauf hin, dass sein Dienstjubiläum auch seiner Frau zu verdanken sei, ohne die er vielleicht nicht seinen Wohnsitz in Harschbach und den Einstieg in die Kommunalpolitik gefunden hätte. Die Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst war für den Vater im wirtschaftlich unsicheren Jahr 1976 das Argument, seinem Sohn eine Ausbildung im Arbeitsamt Neuwied zu empfehlen.

Seine Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Arbeitsförderungsgesetz“ schloss der junge Mendel mit einer Prüfung ab, danach arbeitete er fünf Jahre lang in der allgemeinen Verwaltung/Liegenschaftsmanagement, wo er eigentlich nicht hin wollte. Daher entschloss er sich zum Studium zum Diplom-Verwaltungswirt an der Fachholschule in Mannheim. Von 1988 bis 2004 wurde er als Arbeitsvermittler und Arbeitsberater überwiegend in den Geschäftsstellen Linz, Betzdorf und Altenkirchen eingesetzt. In diese Zeit fiel auch die Aufgabe, im Lager Stegskopf tausend DDR-Bürger zu empfangen und in Arbeit zu vermitteln. Daran erinnert sich Mendel oft angesichts der aktuellen Flüchtlingslage.

Im Sommer 2004 kam eine Arbeitsmarktreform und dass Arbeitsamt wurde in Agentur für Arbeit umbenannt, die Sozialhilfe mit der Arbeitslosenhilfe zusammengelegt. Mendel wechselte wieder nach Neuwied zurück, um die Jobcenter in Altenkirchen und Neuwied zu gründen und im Sommer 2005 den Arbeitgeberservice aufzubauen.

2012 schließlich begann die Dienstzeit als Verbandsbürgermeister, die Mendel nach eigener Aussage viel Spaß machte und weiterhin macht, weil die kommunale Familie funktioniert. htv


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