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Nachricht vom 05.08.2016    

Startschuss für Kooperation der Region Rhein-Wied gefallen

Mit der offiziellen Auftaktveranstaltung fiel am Dienstag, den 26. Juli, in St. Katharinen der Startschuss für die Umsetzung des europäischen Förderprogramms LEADER. Damit stehen nun rund 2,6 Millionen Euro Fördergelder für Projekte zur Entwicklung der Region Rhein-Wied bis 2023 zur Verfügung. Knapp 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Möglichkeiten, LEADER-Fördermittel für Projekte zu bekommen.

Fotos: privat

St. Katharinen. Die Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz am Rhein, Unkel und Waldbreitbach haben sich im vergangenen Jahr erfolgreich mit einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie als Region „Rhein-Wied“ um die EU-Mittel beworben. Wofür die Fördergelder ausgegeben werden sollen, haben Bürgerinnen und Bürger der Region gemeinsam erarbeitet: die Lokale, Integrierte, Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE) Rhein-Wied beschreibt Entwicklungsziele für die Region sowie auch die Bedingungen, unter welchen Projekte gefördert werden können.

Von den insgesamt vier Handlungsfeldern bilden „Wohnen, Leben und Arbeiten“ sowie „Tourismus & Kultur“ die Schwerpunkte der Strategie. Die Entwicklung einer regionalen Dachmarke, ein Konzept zur Elektromobilität, ein Ausbildungsnetzwerk, einen Tag der Heimatmuseen sowie ein touristisches Fährangebot auf dem Rhein sind Projekte, die die vier Verbandsgemeinden der Region gemeinsam als erstes angehen möchten.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Linz am Rhein, Hans-Günter Fischer, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zur Umsetzung des LEADER-Programms in der Region Rhein-Wied, hob den kooperativen Ansatz des Programms hervor. „Die vier Verbandsgemeinden der LEADER-Region haben auch schon in der Vergangenheit bewiesen, dass Kooperation funktioniert und zu Erfolgen führt. Mit dem Anlaufen des LEADER-Programms werden nun weitere Kooperationen in ganz unterschiedlichen Bereichen ermöglicht und auch umgesetzt werden.“

Zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie hat die Region mit dem Büro entra Regionalentwicklung aus Winnweiler ein externes Regionalmanagement beauftragt. Dieses soll die einzelnen Projektträger von der Idee bis zur Projektumsetzung beraten und gleichzeitig auch die regionsweiten Kooperationsprojekte steuern. Christian Plöhn, Leiter des Regionalmanagements Rhein-Wied, erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Förderbedingungen: „Vereinfacht gesagt sind Projekte förderfähig, die in die Entwicklungsstrategie der Region passen und keine Pflichtaufgabe der Kommunen sind“. Wie und in welcher Höhe Projektträger eine Förderung bekommen können, klärt sich am besten in einem persönlichen Gespräch vor Ort beim Projektträger. Für den Projektträger entstehen dabei keine Kosten.



Auch wenn die vorgestellten bürokratischen Anforderungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eher kritisch gesehen wurden, machte die Diskussion im Plenum deutlich, dass viele Projektideen, die bereits vor anderthalb Jahre zur Bewerbung eingereicht worden waren, nun in die Umsetzung gebracht werden sollen. Bürgermeister Fischer machte deutlich: „Die knapp 100 eingereichten Ideen waren die Grundlage für unsere erfolgreiche Bewerbung als LEADER-Region. Dementsprechend wollen wir diese auch nach dieser langen Wartezeit wieder aufgreifen. Wir werden alle Ideengeber anschreiben und dazu aufrufen, sich mit dem Regionalmanagement zusammenzusetzen, die grundsätzliche Förderfähigkeit zu klären und weitere konkrete Schritte in Richtung Projektumsetzung zu gehen.“

Das Regionalmanagement ist unter der Telefonnummer 02224-1806-67 zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Zusätzlich ist immer mittwochs das Regionalbüro im alten Rathaus (Linzer Str. 2) der Stadt Unkel besetzt. Es wird jedoch um telefonische Terminvereinbarung (insbesondere auch für die anderen Wochentage) gebeten. Weitere Informationen zu LEADER und der Entwicklungsstrategie für die Region Rhein-Wied finden sich auch auf der Homepage www.region-rhein-wied.de (und bei Facebook).



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