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Nachricht vom 10.06.2016    

Bundespräsident sagt Unterstützung für Alternativtrasse zu

Ying Löschel, (Deutsche Bahn) Gunther Möller, (Umweltministerium Hessen) Willi Pusch, (Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn) und Alexandra Weiland (Moderatorin DB AG) stehen im Stand der Deutschen Bahn AG bei der „Woche der Umwelt 2016“ und stellen sich den Fragen der Bürger zum Thema „Bahnlärm“ und was es alles an technischen Möglichkeiten gebe um den Lärm zu reduzieren.

Fotos: privat

Neuwied. In seiner Rede stellte Pusch das Mittelrheintal, eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands, vor. 2002 wurde es von der UNESCO als ein Welterbe der Menschheit anerkannt. Leider sei die Schönheit aber nur optischer Natur. Akustisch erlebe man aber eine Katastrophe. Mehr als 500 Züge mit Spitzenpegel von mehr als 110 Dezibel donnern täglich durch das enge Rheintal, mitten durch Wohngebiete, sagte Pusch.

Mit der Gründung des Projektbeirates „Leiseres Mittelrheintal“ im Jahre 2012 sei Bewegung in die Lärmsanierung gekommen. Eine Machbarkeitsuntersuchung sei auf den Weg gebracht worden, die aufzeige, was in den einzelnen Ortsgemeinden an technischen Möglichkeiten umgesetzt werden könne um den Lärm zu reduzieren.

Die Öffnung des St. Gotthard-Basistunnel Ende 2016 werde aber erheblich mehr Schienengüterverkehr in das Rheintal bringen. Durch diesen Mehrverkehr werde die Wirkung der jetzt installierten Lärmschutzmaßnahem wie zum Beispiel Lärmschutzwände, Schienenstegdämpfer, Schienenschleifen längst nicht mehr ausreichen, die Bevölkerung vor Lärm und Erschütterungen zu schützen.

Aus diesem Grund müsse der Schienengüterverkehr aus dem Rheintal hinaus. Deshalb fordern die Bürgerinitiativen die Bundesregierung auf, den Korridor Mittelrhein von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim, im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 vom potentiellen Bedarf in den vordringlichen Bedarf aufzustocken, damit endlich mit der Planung begonnen werden könne.




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Um nochmals deutlich auf das große Bahnlärmproblem im Rheintal hinzuweisen, hatte Willi Pusch dem Bundespräsidenten Joachim Gauck eine Flasche Likör mit dem beziehungsvollen Namen „Die Tränen der Loreley“ mitgebracht. Diese Tränen vergieße die Loreley, wegen der Verlärmung des Rheintals durch den Schienengüterverkehr.

„Was kann ich für Sie tun?“ fragte der Bundespräsident. „Unterstützen Sie uns, Herr Bundespräsident, bei der Forderung einer Neubau-Trasse für den Schienengüterverkehr“, antwortete Willi Pusch. Der Bundespräsident hat seine Unterstützung für den Bau einer Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr zwischen St. Augustin und Mainz-Bischofsheim zugesagt und wird sich auch dafür einsetzen, dass diese Maßnahme in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 als vordringliche Maßnahme aufgenommen wird.


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