Werbung

Nachricht vom 06.05.2016    

BUND lehnt Ortsumgehung Straßenhaus ab

Der BUND Rheinland-Pfalz, Region Koblenz, lehnt den Bau der B 256 Ortsumgehung Straßenhaus ab. Dies betrifft sowohl die bisher bekannt gewordene und von den Straßenbaubehörden favorisierte Trassenführung, deren unausgleichbare Eingriffe in die Natur und die Zusatzbelastung für die Menschen in den anliegenden Wohnbereichen als auch die Notwendigkeit des Projektes in Gänze. Insbesondere ist ein vordringlicher Bedarf aus Sicht der Naturschützer nicht erkennbar.

Hauptstraße durch Straßenhaus. Foto: Wolfgang Tischler.

Straßenhaus. Der Einspruch des Bund ist wie folgt begründet: Der ungehemmte Straußenausbau in der Fläche auch des Kreises Neuwied widerspricht dem Grundsatz Erhalt vor Neubau und dem Klimaschutzabkommen von Paris, das auch von der Bundesrepublik verbindlich mitunterzeichnet wurde. Wertvoller alter Wald, Extensivwiesen, ein natürlicher Bachlauf wären betroffen, Ruhezonen für Menschen und Fauna wären unausgleichbar gestört und entwertet. Die Trasse zerschneidet den Naturpark. Die Neuversiegelung von wertvollem Boden ist inakzeptabel und soll nicht durch Rückbau anderer Straßen ausgeglichen werden. Straßenhaus ist kein Unfallschwerpunkt. Der Schwerlastverkehr ist vergleichsweise gering, die Trasse dient vor allem also der Beschleunigung des MIV, was die Emissionen weiter erhöhen würde – ein deutlicher Widerspruch zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und der EU.

„Alternativlösungen wurden aus unserer Sicht nicht hinreichend geprüft. Dazu gehört insbesondere eine innerörtliche Verkehrsberuhigung, die die Menschen im Ortskern stark entlasten würden. Eine eventuelle Trassenänderung sollte vorrangig durch das Gewerbegebiet geführt werden, nicht durch wertvolle Natur und entlang von Erholungs- und Wohngebieten. Der Abstand zu diesen ist zu gering, Brückenbauten und Erdbewegungen sind unverhältnismäßig groß und teuer für eine einfache Ortentlastung. Die östliche Anschlussstelle würde die Existenz eines Aussiedlerhofes gefährden, die Trasse würde die verschiedenen Ortsteile der Gemeinde Straßenhaus zerteilen. Wirtschaftliche Nachteile für die Gemeinde und ihres Kleingewerbes und Handels werden unterschätzt. Baurecht im Zuge eines Planfeststellungsverfahrens ist auf Jahre hin nicht erreichbar, zudem sind juristische Auseinandersetzungen absehbar. Gegen die bisherige Vorgehensweise der Gemeinde sich über Bebauungspläne Baurecht zu verschaffen, erheben wir für den Bau einer Bundesstraße formale Bedenken. Wir fordern darum, die Ortsumgehung Straßenhaus im Bundesverkehrswegeplan aus dem vordringlichen Bedarf herauszunehmen.“


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Rengsdorf auf Facebook werden!


Kommentare zu: BUND lehnt Ortsumgehung Straßenhaus ab

1 Kommentar

Ich bin in Strassenhaus aufgewachsen. ..und in dem wertvollen Wald haben wir als Kinder gespielt! Heute noch gehört er zu meinem Lieblingsplatz. ...Natur und die dort lebenden Tiere (Rehe...Füchse usw.)dürfen und können nicht vertrieben werden!Es kann nicht sein ....das man so einen Naturpark zerstört!
Gerade heute Abend. .bei meinen Abendspaziergang im Wald, stand ein Reh vor mir und schaute mich mit seinen großen Augen an.....ein kurzer Moment der Gedanken....warum muss der Mensch k alles zerstören.
Ist es nur MACHT GIER GELD
#1 von Gabriele Rausch , am 07.05.2016 um 07:31 Uhr

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Frau war Anlass für Schlägerei von zwei Männern

Die Polizei Linz schreibt in ihrem Wochenendbericht von einem Jugendlichen der unter Alkohol und Drogen unterwegs war und einem E-Bike-Fahrer ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz. In Bad Hönningen schlugen sich zwei Männer wegen einer Frau.


Kreis-SPD fordert Rücktritt von Bürgermeister Michael Mang

Mit der Abstimmung über den Abwahlantrag der Papaya-Koalition am Donnerstagabend (2. Juli) taten sich neue Problemfelder auf. Entsetzen bei allen Fraktionen als die AfD als letzte Fraktion an das Rednerpult trat und von Gesprächen mit Michael Mang berichtete und Enthaltung in der Abstimmung ankündigte. Zu dem Zeitpunkt war fast klar, dass die Abwahl scheitern würde.


Bebauungsplan „Auf dem Heckerfeld“ Windhagen sorgt für Streit

Mit elf zu neun Stimmen haben die Fraktionen von SPD, B90/Grüne und Gemeinsam - Bürger für Windhagen (G-BfW) im Gemeinderat von Windhagen am 25. Juni die Offenlegung des Bebauungsplans „Auf dem Heckerfeld“ abgelehnt. Die Fraktionsvorsitzenden der drei Gruppierungen hatten zuvor in der Debatte ihre rechtlichen und ökologischen Bedenken hinreichend verdeutlicht.


Trunkenheitsfahrt mit "Beinahe-Unfall" auf der A 3- Zeugenaufruf

Am heutigen Sonntag, 5. Juli, gegen 13:30 Uhr, wurde der Autobahnpolizei in Montabaur ein unsicher fahrender weißer Mercedes-Transporter auf der A 3, Fahrtrichtung Köln, Höhe Mogendorf, gemeldet. Der Transporter würde "Schlangenlinien" fahren und habe möglicherweise ein neben ihm fahrendes Wohnmobil touchiert.


Reiner Meutsch zeigt sich im Fernsehen zu Tränen gerührt

„Ein kleiner Junge ist im Westerwald auf die Welt gekommen und träumt vom Fliegen…eines Tages erfüllt er sich einen Traum“: So kündigte Moderator Stefan Mross seinen Gast Reiner Meutsch in der Sendung „Immer wieder sonntags“ am 5. Juli in der ARD an. Und dort erzählte Meutsch „die Geschichte seines Lebens“ als jemand, der etwas Besonderes erlebt hat.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Webkonferenz für Vereine in Not stieß auf reges Interesse

Neuwied. Die Corona-Pandemie hat in viele Vereinskassen tiefe Löcher gerissen. Mit dem Hilfsprogramm will die Landesregierung ...

Bebauungsplan „Auf dem Heckerfeld“ Windhagen sorgt für Streit

Windhagen. Die damit verbundene Abstimmungsniederlage nahmen die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP zum Anlass, am 26. ...

CDU-Bürgergespräch „Talk an der Kelter“ gut besucht

Unkel. Kann man in Corona-Zeiten ein Bürgergespräch durchführen? Die CDU Unkel wagte das Experiment und lud als Ersatz für ...

Kreis-SPD fordert Rücktritt von Bürgermeister Michael Mang

Neuwied. Im Vorfeld der Abstimmung ging man bei der Landes-SPD davon aus, dass die Papaya-Koalition nur mit den Stimmen der ...

Horst Rasbach weitere acht Jahre Bürgermeister der VG Dierdorf

Kleinmaischeid. Trotz einer umfangreichen Tagesordnung stand am Anfang der Sitzung eine wichtige Personalie im Mittelpunkt ...

Mahnwache: „Gegen Rassismus - Puderbach ist und bleibt bunt“

Puderbach. Dem Aufruf für Vielfalt und Zusammenhalt gegen Ausgrenzung und Vorurteile Position zu beziehen sind viele Menschen ...

Weitere Artikel


Emotionen sind meist ehrlicher als Worte

Linz. In der Sterbe- und Trauerbegleitung braucht es Menschen, die nicht nur zu, sondern hinhören und genau hinsehen. Menschen, ...

Unschöner Himmelfahrtstag für Polizei

Straßenhaus. Rund um das Vatertagsgeschehen am Donnerstag, 5. Mai, wurden im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Straßenhaus ...

Neuer Spielplatz in Rodenbach bereit zur Erkundung

Neuwied. Viele dieser Vorschläge wurden bei der Umsetzung berücksichtigt, und so ist ein Spielplatz entstanden, der sich ...

Handwerkskammer Koblenz trauert um Karl-Jürgen Wilbert

Region/Koblenz. Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert, von 1977 bis 2008 Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, ...

Alte Traktoren gaben Stelldichein in Isenburg

Isenburg. Am Vatertag nutzten viele Ausflügler das große Traktorentreffen in Isenburg als Ziel oder Zwischenstopp. Den ganzen ...

Maximilian-Kolbe-Schule präsentiert Projektwoche

Rheinbrohl. Mit einer Trommelvorführung begann der Präsentationstag zum Abschluss einer Projektwoche, die Schülerinnen, Schüler ...

Werbung