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Nachricht vom 25.04.2016    

Erster Neuzugang: Nico Kolb wechselt zum EHC Neuwied

Kaufbeuern. Hinten mit „euern“. Wer die Stadt aus dem Ostallgäu so ausspricht, der kommt aus ihr. Oder er hat für den heimischen ESV Kaufbeuren gespielt. Oder beides. So wie Nico Kolb. Stürmer, 20 Jahre alt. In Starnberg geboren, in Kaufbeuren aufgewachsen. Zuletzt zwei Jahre in Diensten der Kölner Junghaie. Und auch ein bisschen in Diensten der Moskitos Essen.

Neuwied. Ab der neuen Saison stürmt Kolb für den EHC Neuwied, ausgestattet mit einer Förderlizenz für den Zweitligisten EC Bad Nauheim. Kolb ist das nächste junge Talent in der erfolgreichen Kooperation zwischen Bären und Roten Teufeln, hat einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben, der ihn über Neuwied im zweiten Jahr nach Bad Nauheim führt. Marius Erk lässt grüßen.

Ein sonniger Tag im April, angenehme 20 Grad in der Sonne. Kolb aber sitzt nicht im Eiscafe, sondern in einer Kölner WG, büffelt für das anstehende Fachabitur. Die Schule abschließen, ab Sommer sich dann ganz auf Eishockey konzentrieren – genau so hatte sich der Stürmer das gewünscht. Und er wäre fast schon in der vergangenen Saison in Neuwied gelandet. „Die Junghaie haben ja Kooperationen mit Essen und Neuwied. Ich wusste aber von den Bären, dass man dort sehr viele Stürmer hat, während die in Essen nicht so zahlreich waren und es zudem verletzte Spieler gab. Deshalb entschied ich mich dazu, mit einer Förderlizenz für Essen aufzulaufen.“

Sieben Mal stand er im Team des Nord-Oberligisten, lief zudem 45 Mal für die Kölner Junghaie in der DNL auf und sammelte dabei starke 51 Punkte (17 Tore, 34 Vorlagen). Nur beim Finalturnier in Berlin, als man im Halbfinale am späteren Meister Jungadler Mannheim mit den Neuwieder Spielern Maurice Keil und Dennis Wengrzik scheiterte, lief es nicht wie erhofft. „Das war bitter, zumal wir kurz vor dem Turnier zwei Mal gegen Mannheim gewonnen hatten“, sagt Kolb. Dessen Weg führte einst über Landsberg, die Jugend-Nationalmannschaft und Kaufbeuren im Sommer 2014 nach Köln. „In Kaufbeuren war alles klasse, aber ich hatte das Gefühl, ich könnte mich in Köln noch stärker weiterentwickeln.“

Kolb zog mit 18 in eine WG nach Köln, bastelte weiter an seinem Schulabschluss und entwickelte sich bei den Haien zu einem Leistungsträger in der Offensive. Eine Saison lang an der Seite von Marius Erk, der in der abgelaufenen Saison von den Junghaien nach Neuwied gewechselt war, sich blendend weiterentwickelt hatte und ab dem Sommer für Bad Nauheim verteidigt. „Wahnsinn, wie sich Marius in Neuwied weiterentwickelt hat“, sagt Kolb, der in einem Spiel mit den Moskitos auch auf die Bären traf. „Ich habe wirklich gestaunt, mit welcher Souveränität er gespielt hat.“



Von Erk und Felix Köllejan ließ sich der 20-Jährige auch berichten, wie es denn so ist in Neuwied. „Ein super Team, alles klasse organisiert – die Jungs haben immer geschwärmt. Neuwied ist für mich die perfekte Adresse. Ich bin schon jetzt total aufgeregt, stelle mir vor, wie es sein wird, für den EHC aufzulaufen. Bereits Anfang August werde ich beim Kooperationspartner in Bad Nauheim mittrainieren, auch das ist eine super Sache. Ich werde hart arbeiten und versuchen, das in mich gesteckte Vertrauen sofort zurückzuzahlen.“

Kolb sagt über Kolb, dass er zwar nicht groß sei, aber dennoch keinem Zweikampf aus dem Weg gehe. „Ich spiele Körper, egal, wer vor mir steht.“ Das hätte auch ein Satz von Max Wasser sein können. „Ich gehe dahin, wo es weh tut und gehe immer den direkten Weg zum Tor.“ Eine Beschreibung, die sich auch mit der Einschätzung seines neuen Trainers Craig Streu deckt: „Nico ist ein kleiner Kerl, der groß spielt. Er hat ein sehr gutes Auge, kann einen schnellen Pass spielen und hat ein gutes Gefühl für das Spiel. Ich denke, er wird kein Problem haben, den Sprung in unser Team zu schaffen. Er hat uns alle mit seinen Leistungen in der DNL beeindruckt und zudem ein starkes Finalturnier in Berlin gespielt. Wir freuen uns sehr auf ihn und sind gespannt, was er in unser Team einbringen kann.“

In Neuwied wird Kolb unter anderem auf Garret Pruden treffen, der wie in der vergangenen Saison erneut eine Förderlizenz erhält. Der Verteidiger ist damit sowohl für seinen Stammverein Bad Nauheim als auch für die Neuwieder Bären spielberechtigt.


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