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Nachricht vom 27.02.2016    

Westerwald Bank investiert in Digitalisierung und Geschäftsstellen

Der Vorstand der Westerwald Bank präsentierte in der Bilanzpressekonferenz am 26. Februar überzeugende Zahlen für das Jahr 2015. Der Gewinn liegt leicht über Vorjahreshöhe bei 6,3 Millionen Euro. Die Kreditzusagen sind deutlich gestiegen. In schwierigem Umfeld konnte sich die Bank gut behaupten.

Hatten bei der Bilanzpressekonferenz gute Zahlen für die Westerwald Bank zu verkünden: Vorstandssprecher Wilhelm Höser und seine Vorstandskollegen Dr. Ralf Kölbach und Markus Kurtseifer (von links). Foto: Wolfgang Tischler

Hachenburg. Die Westerwald Bank mit ihren Filialen in den Kreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald konnte für das abgelaufene Jahr wiederum eine gute Bilanz präsentieren. Auf vielen Feldern gab es zum Teil deutliche Steigerungsraten. Ein Wachstumsmotor war das Kreditgeschäft. Hier konnte die Bank rund 400 Millionen neue Kredite zusagen. Insgesamt stieg das Kreditvolumen auf 1,42 Milliarden, was einer Steigerung von 3,1 Prozent entspricht. Trotz der niedrigen Zinsen konnte die Einlagenseite proportional mitwachsen. Hier verwaltet die Bank 1,8 Milliarden zum Jahresende 2015, was einer Steigerung von 3,9 Prozent entspricht.

Gute Zahlen auch im Dienstleistungsgeschäft. So nahmen die vermittelten Sachversicherungen um 23 Prozent auf 1,716 Millionen Euro zu. Bei Lebensversicherungen betrug die Steigerungsrate 9,8 Prozent, was eine gesamte Versicherungssumme von 25,7 Millionen Euro ausmacht.

Die Niedrigzinsphase unterstützte ein großes Interesse der Kunden an Fondsprodukten. Der Absatz an Unionfonds wurde um knapp 13,5 Prozent auf 82,9 Millionen Euro ausgedehnt. Rückläufig dagegen war der Absatz an Bausparverträgen, der sich von 103,8 Millionen Euro auf 94,5 Millionen Euro reduzierte.

„Um diese Ergebnisse zu erreichen“, erklärte der Vorstandssprecher Wilhelm Höser, „haben wir vieles in den Vertrieben umgestellt, sowohl im Privat- als auch im Firmenkundenbereich, um noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können.“

Auf der Einnahmen- und Ausgabenseite musste ein höherer Personalaufwand, trotz eines sinkenden Personalstands, mit 24,6 Millionen Euro verzeichnet werden. Im Wesentlichen wurde dies mit der Nachbildung der Pensionsrückstellungen für die Hinterbliebenenversorgung aufgrund der Niedrigzinsphase begründet. In den gestiegenen Personalkosten verbergen sich aber auch deutlich erhöhte Kosten für die Aus- und Weiterbildung, die um über 22,4 Prozent auf 924.000 Euro angestiegen sind. „Unser Anspruch ist es, eine exzellente Beratung für unsere Kunden sicherzustellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Höser, „und insoweit werden wir auch in den Folgejahren hohe Beträge in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren.“

Die Antworten der Westerwald Bank auf den Trend der Digitalisierung wurden von Dr. Ralf Kölbach gegeben. 2015 hat die Westerwald Bank erhebliche Mittel in die Internetfähigkeit der wesentlichen Bankprodukte investiert. Diese Investitionen werden 2016 und in den Folgejahren fortgesetzt. Unter www.da-wo-ich-bin.de finden die Kunden alle Möglichkeiten, um rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche ihr Bankgeschäft mit der Westerwald Bank mobil oder von zu Hause aus zu erledigen. So bietet die Bank bereits heute Online-Legitimation, Videoberatung, aber auch Online-Abschlussstrecken für die wesentlichen Anlage- und Absicherungsprodukte an.

Dr. Kölbach kündigte an, dass die Bank ihren Kunden und Mitgliedern in Kürze eine kostenfreie App zur Verfügung stellen wird, die neben den Banking-Funktionen auch vieles an regionalen Events und Aktivitäten aufnimmt. Aber nicht nur in die Digitalisierung, sondern auch in die Qualität der Geschäftsstellen investiert die Westerwald Bank. So wird 2016 die Geschäftsstelle in Bad Marienberg für voraussichtlich 1,5 Millionen Euro umgebaut und auf die aktuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtet.

In Bad Marienberg werden zukunftsweisende Ideen umgesetzt werden. „Hier werden Steine mit Bits und Bytes kombiniert“, sagte Kölbach. Im Eingangsbereich ist zum Beispiel eine Launch geplant, in der der Bankbesucher kostenfreies W-Lan nutzen kann. Ansonsten wird die Filiale technisch auf dem allerneuesten Stand und sehr innovativ sein. „Es wird ein Prototyp und er wird bundesweit zur Testfiliale des Raiffeisenverbundes werden“, sagt Vorstand Ralf Kölbach.

Dass über das Internet auch im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt werden kann, zeigt das Angebot der Westerwald Bank unter dem Begriff Crowdfunding: Über eine von der Bank zur Verfügung gestellte Internet-Plattform wurden insgesamt elf gemeinnützige Projekte öffentlich gemacht. Hierdurch konnten fast 40.000 Euro an zusätzlichen Spendengeldern gesammelt werden. Das ist Digitalisierung im Sinne des Gemeinwohls. (woti)


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