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Nachricht vom 10.12.2015    

Mit Advents- und Begegnungskonzert wurde ein Zeichen gesetzt

Wieder organisierte das von allen Parteien, Gewerkschaften und vielen Verbänden getragene "Wäller Bündnis für Menschlichkeit und Toleranz" eine Gegenveranstaltung. Dieses Mal in Form eines Advents- und Begegnungskonzert auf dem Bad Marienberger Marktplatz. Trotz anziehender Kälte, kamen wieder Hunderte.

Autorin Annegret Held begeisterte das Publikum Foto: Julia Heinz

Bad Marienberg. Am Donnerstag, den 10. Dezember um 18 Uhr wurde mit dem Advents- und Begegnungskonzert ein der Jahreszeit entsprechendes musikalisches und kulturelles Zeichen gegen die wiederholt auftretenden Demonstrationen gegen Flüchtlinge gesetzt. Alle Bands und Redner stellten sich in den Dienst der guten Sache und traten ohne Gage auf.

Trotz der anziehenden Kälte, kamen wieder Hunderte auf den Platz, um an der Gegenveranstaltung teilzunehmen und ein Zeichen zu setzen. Den Auftakt machte das selbsternannte "Wäller Toleranzorchester", eine Band, die auf Betreiben von Marco Lichtenthäler für den Abend zusammengestellt wurde. Sie spielten Weihnachtslieder und das Publikum sang mit. Anschließend stellten die Bad Marienberger Pfarrer Oliver Salzmann und Winfried Roth in ihren Ansprachen einen Vergleich zwischen der christlichen Weihnachtsgeschichte und der momentanen Flüchtlingssituation her, denn auch Maria und Josef waren so gesehen Flüchtlinge gewesen, die eine Unterkunft gesucht haben.

Das Trio der Pfadfinder Rennerod begrüßte die „Fremdenfreundlichen“ und sang Lieder, wie „Die Edelweiß-Piraten“ und begeisterte damit das Publikum. Ebenso sorgte die Lesung der weit über den Westerwald hinaus bekannten Autorin Annegret Held aus Pottum für eine heitere Stimmung und großen Applaus. Im Westerwälder Platt sowie in Reimen sprechend, machte sie deutlich, dass „in keinem Jahr Deutschland je so wunderbar war“ und dass „wir vor Gott alle eins sind“



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Abgerundet wurde die Veranstaltung von der aus dem Hachenburger Raum kommenden „Black Velvet Band“ sowie der Band „Corona in the Pipebag“ aus dem Rhein-Lahn-Kreis, die 2014 den rheinland-pfälzischen Rockbuster-Newcomercontest gewonnen hat. Sie ließen den Abend rockend ausklingen.

Dass die Gegenveranstaltung am 10. Dezember stattfand, mag zufall sein, passte aber sehr gut zusammen. Schließlich ist am 10. Dezember der offizielle Gedenktag zur allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Zudem wird ebenfalls jedes Jahr am 10. Dezember der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen.

"Darüber hinaus wird es im neuen Jahr vom Bündnis organisierte Infoveranstaltungen geben, bei denen Experten, aber auch haupt- und ehrenamtliche Beschäftigte aus den Einrichtungen und den Flüchtlingsinitiativen vor Ort für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen werden", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Andreas Nick. "Hierfür werden sich der Geschäftsführer der CDU Westerwald Harald Orthey und das SPD-Kreisvorstandsmitglied Thomas Mockenhaupt zusammensetzen und ein Konzept vorbereiten",so SPD-Kreisvorsitzender Hendrik Hering. (jkh)



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Kommentare zu: Mit Advents- und Begegnungskonzert wurde ein Zeichen gesetzt

1 Kommentar

Warum wird wieder kein Wort der Anfeindungen,Sitzblockade und Störungen seitens der Antifa berichtet?Ich bin kein"Nazi"und es kann mir jeder gerne ins Gesicht sagen wenn er anderer Meinung ist.Alles was hier passiert ist Berlin gesteuert,wer kritisch Denkt wird ausgegrenzt,oder mittels der "Nazikeul"und der angeborenen "Schuld" dermaßen eingeschüchtert das er lieber schweigt.Alle Gemeinden bzw.Bürgermeister rund um den Stegskopf haben sich auf eine "Obergrenze" von 1500 geeinigt,diese wurde jetzt nach Sieben Wochen schon überschritten.Alle Bürgermeister waren eingeladen um ihre Sicht der Dinge zu schildern,einer hat abgesagt,das sagt doch glaube ich alles.Schöne Feiertage und ein Gesundes 2016 ihnen allen.
#1 von Markus Henninger, am 11.12.2015 um 17:21 Uhr

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