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Nachricht vom 23.11.2015    

Iserbachschleife hat nun Aussichtskanzel bei Rüscheid

Die Aussichtskanzel „Auf der Höhe“ von der Gemeinde Rüscheid wurde mit Fördergeldern des Naturparks Rhein-Westerwald gebaut. Aufgestellt wurde sie mit Hilfe des ortsansässigen Landwirts, der mit seinem Traktor anrückte, und den Wanderfreunden „Dremherem“, einem Team von ehrenamtlichen Helfern aus Rüscheid, die unter anderem die Iserbachschleife betreuen.

Die neue Aussichtskanzel bei Rüscheid an der Iserbachschleife. Fotos: privat

Rüscheid. 1927 hatte der Verschönerungsverein Rüscheid unweit des Kanzelstandortes einen etwa zehn Meter hohen Aussichtsturm errichtet. Er diente als Attraktion für die in Rüscheid verweilenden Kurgäste. Ende des Kriegsjahres 1944 wurde der Turm von der hier stationierten V2-Einheit niedergelegt („V“ steht für Vergeltung). Diese Wehrmachtseinheit zeichnete für die Überwachung von Funksignalen der im Westerwald abgeschossenen V2-Raketen verantwortlich.

Dann entstand 2013 der Premiumwanderweg „Iserbachschleife – Wandern im Naturpark Rhein-Westerwald“, und der führt direkt an dem Standort des ehemaligen Aussichtsturms vorbei. Von hier hat man einen fantastischen Ausblick nach Osten über die Höhen der Westerwälder Mittelgebirgslandschaft bis in den Taunus. Und ein paar Meter entfernt bietet sich ein ebensolcher Blick nach Westen bis auf die Eifelberge. Sogar den Kölner Dom könnte man erkennen, wenn er nur etwas höher wäre. So entstand die Idee, einen neuen Turm zu erbauen, der einen grandiosen Rundblick bieten sollte.

15 Meter müsste dieser Turm hoch werden, um einen 360°-Blick zu gewinnen, dies wurde schnell mit dem Einsatz eines „Steigers“ festgestellt. Ein 15 Meter hoher Turm – so hoch! So teuer! Das war dann doch zu viel für die Planer, und die Idee wurde schnell wieder verworfen.

Eine kleine Aussichtskanzel genügt doch auch, um eine freie Sicht nach Osten und gleichzeitig nach Westen zu gewährleisten. Im Norden ist der weite Blick über Rüscheid eh gegeben, und die Aussicht nach Süden - was soll‘s. Das Bauwerk müsste nur hoch genug werden, um im Sommer über Raps- oder Maisfelder hinweg den Weitblick zu ermöglichen, der die Wanderer auf die Iserbachschleife und nach Rüscheid lockt.

Ende September waren die Fundamente gegossen und am 2. Oktober konnte Richtfest gefeiert werden. Finanziert wurde die Aussichtskanzel „Auf der Höhe“ von der Gemeinde Rüscheid mit Fördergeldern des Naturparks Rhein-Westerwald, der dafür Mittel vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten zur Verfügung stellen konnte. Aufgestellt wurde sie mit Hilfe des ortsansässigen Landwirts, der mit seinem Traktor anrückte, und den Wanderfreunden „Dremherem“, einem Team von ehrenamtlichen Helfern aus Rüscheid, das sich bereits bei der Erstellung der Iserbachsschleife hervor getan hatte und das jetzt deren Nachhaltigkeit gewährleistet. Die Einweihungsfeier ist für Frühjahr 2016 vorgesehen.



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